Die Mannschaften von Gastgeber Russland und Brasilien haben zum Auftakt der FIFA U-20-Frauenfussball-Weltmeisterschaft Russland 2006 zwar ansprechende Leistungen gezeigt und zahlreiche Chancen herausgespielt, doch die Partie in St. Petersburg endete letztlich torlos.
Beide Trainer zeigten sich mit dem Ergebnis relativ zufrieden. "Brasilien hat eine sehr starke Mannschaft. Die Brasilianerinnen haben genau so gespielt, wie wir es erwartet hatten", meinte der russische Trainer Valentin Grishin. Meine Spielerinnen haben ein hohes Tempo gehalten, aber ein Treffer ist uns nicht gelungen." Sein brasilianischer Kollege Jorge Barcelos zeigte sich ebenfalls nicht unzufrieden: "Wir sind hierher gekommen, um den Titel zu holen. Ich bin mit dem heutigen Ergebnis recht zufrieden."
Vor dem Anpfiff hatten die Zuschauer die Eröffnungsfeier genossen und die Ansprache von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gehört. Das Publikum im Petrovsky-Stadion von St. Petersburg musste nur wenige Minuten auf die erste Großchance der Partie warten. Nach einem Abwehrfehler von Maria Filisova konnte Fabiana allein auf die russische Torhüterin Elvira Todua zustürmen. Doch Todua, die ihre Karriere als Feldspielerin begonnen hatte, eilte aus ihrem Kasten heraus und klärte die Gefahr ganz im Stile eines echten Verteidigers.
Vor dem Anpfiff hatten die Zuschauer die Eröffnungsfeier genossen und die Ansprache von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gehört. Das Publikum im Petrovsky-Stadion von St. Petersburg musste nur wenige Minuten auf die erste Großchance der Partie warten. Nach einem Abwehrfehler von Maria Filisova konnte Fabiana allein auf die russische Torhüterin Elvira Todua zustürmen. Doch Todua, die ihre Karriere als Feldspielerin begonnen hatte, eilte aus ihrem Kasten heraus und klärte die Gefahr ganz im Stile eines echten Verteidigers.
Wie es sich für eine brasilianische Mannschaft gehört waren die Südamerikanerinnen ihren Konkurrentinnen in Sachen Technik und Ballbehandlung überlegen. Immer wenn die Brasilianerinnen am gegnerischen Strafraum ihr Kurzpassspiel aufzogen, bedeutete dies große Gefahr für die Verteidigung.
Die Russinnen ihrerseits hatten Probleme mit dem Passspiel und konnten den Ball nur selten auf ihre brandgefährliche Stürmerin Elena Danilova spielen, die bei den vergangenen beiden UEFA U-19-Frauenfussball-Europameisterschaften jeweils Torschützenkönigin war. Doch als Trainer Valentin Grishin die taktische Marschroute änderte und die Mannschaft sich ebenfalls eher aufs Kurzpassspiel verlegte, änderte sich das Bild. Nun ging auch Elena Morozova auf dem rechten Flügel häufiger mit nach vorn.
In der 38. Minute drang Danilova in den brasilianischen Strafraum ein und ließ einen Schuss auf die Mitte des Tores los. Das ganze Stadion hielt den Atem an, als der Ball von der brasilianischen Verteidigerin Aliane abgefälscht wurde und schon auf dem Weg ins Netz schien. Doch Torhüterin Barbara schaffte es irgendwie, den Treffer zu verhindern.
"Ich hätte nicht erwartet, dass die Russinnen im Angriff so stark sein würden", gab Jorge Barcelos auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zu. "Sie schienen immer zwei Schritte vor uns zu sein. Das werden wir uns für die Zukunft gut merken."
Chancen für beide Teams
Kurz nach der Pause musste der russische Trainer Grishin eine zweite Auswechslung vornehmen. In der ersten Halbzeit hatte er die verletzte Olga Petrova durch Elena Shchegaleva ersetzt. Nun kam Kristina Anokhina für die ebenfalls verletzte Nadezda Kharchenko.
Keines der beiden Teams konnte sich in der Folge eine klare Überlegenheit herausspielen, wobei die Brasilianerinnen die etwas besseren Chancen hatten. Schon zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Adriana nur den Pfosten getroffen, nachdem Todua eine Flanke nicht festhalten konnte. Kurz darauf landete ein Freistoß von Daiane ebenfalls am Pfosten, wobei dieses Mal die russische Torhüterin den Ball ans Gebälk lenkte.
Den Russinnen ihrerseits gelang es gleich drei Mal, Danilova im Strafraum mit langen Bällen anzuspielen, doch in allen drei Fällen schaffte es die Stürmerin nicht, viel aus den Chancen zu machen. "Die meiste Zeit musste ich mir den Ball weit hinten holen und ihn selbst nach vorn spielen. Wenn ich dann endlich in einer guten Schussposition war, fehlte mir oft die Kraft", meinte Danilova. "Wenn ich ein kleines bisschen mehr Zeit gehabt hätte, dann hätte ich den Ball in die Maschen gesetzt."
Nach den Worten ihres Trainers war Danilova "nicht in Bestform." Doch Grishin weiß auch, dass ihr die notwendige Unterstützung fehlte: "Sie hatte kaum Hilfe aus dem Mittelfeld und sah sich oft drei oder gar vier Gegenspielerinnen gegenüber. Das war sehr schwer für sie."
Die Brasilianerinnen waren unterdessen insbesondere bei Standardsituationen gefährlich. In der 90. Minute musste Todua all ihr Können aufbieten, um einen Schuss von Francielle wegzufausten. In der Nachspielzeit hatten die Südamerikanerinnen dann noch zwei gute Chancen durch Danielle und Elis, doch zur Erleichterung der Zuschauer, die ihr Team bis zum Schlusspfiff anfeuerten, wurde aus beiden nichts.
"Ich bin mit dem Ergebnis und mit der Leistung meines Teams zufrieden und freue mich insbesondere über den Einsatzwillen, den unsere Mädchen gezeigt haben", schloss Grishin, der auch die Fans lobte: "In meiner gesamten Amtszeit habe ich eine derartige Unterstützung noch nicht erlebt", meinte er zum Schluss.
Beste Spielerin der Partie: Elena Danilova (Russland)
"Elena Danilova hat sehr hart für ihre Mannschaft gearbeitet. Sie ist eine technisch sehr begabte Spielerin, die viele Chancen hat. Insbesondere in Eins-gegen-Eins-Situationen ist sie sehr gefährlich. Heute hatte sie allerdings vor dem gegnerischen Tor kein Glück", so Chan Shuk-Li (Hongkong), Mitglied der Technischen Studiengruppe der FIFA (TSG)