Die 3. FIFA Futsal-Weltmeisterschaft, die mit großem Aufwand vom spanischen Fussballverband (RFEF) ausgerichtet wurde, erwies sich als großer Zuschauermagnet (insgesamt kamen 66.900 Zuschauer zu den Spielen). Sechzehn Länder reisten nach Spanien, um dort Weltmeister zu werden: sechs aus Europa, drei aus Südamerika, drei aus Asien, zwei aus der CONCACAF-Zone, ein Team aus Afrika und eines aus Ozeanien. Erneut waren es die Brasilianer, die am Ende die Trophäe in Händen hielten, wenngleich dieses Mal auch die Mannschaften aus dem alten Kontinent beeindruckende Leistungen zeigten. So verwunderte es nicht, dass Russland und die Ukraine bis ins Halbfinale vorstießen.
Der Weltmeister:
Die Spieler von Alfonso "Taco" Araujo bestätigten
erneut ihren Ruf als Favorit und verteidigten den Titel, den sie
vier Jahre zuvor in Hongkong geholt hatten, selbst wenn sie diesmal
etwas härter dafür arbeiten mussten. Die individuelle Brillanz und
eine herausragende Mannschaftsleistung waren erneut die
Schlüsselfaktoren im Spiel der Brasilianer, die mit Serginho,
Manoel (Torschützenkönig des Turniers), Fininho und Vander ein
magisches Quartett besaßen. Belgien, Kuba und der Iran konnten dem
Angriffswirbel der Brasilianer nur wenig entgegensetzten, die dabei
31 Mal ins Schwarze trafen und nur 5 Gegentreffer hinnehmen
mussten. In der zweiten Runde setzte es für Uruguay und die
Niederlande jeweils fünf Gegentreffer. Nur die Ukraine zeigte, dass
sie aus anderem Holz geschnitzt war und ertrotzte ein 2:2 gegen die
Brasilianer. Im Halbfinale machten sie jedoch wieder ernst und
fegten die Russen mit 6:2 vom Platz. Im Finale gegen die Spanier
ließen sie sich auch von 15.500 fanatischen einheimischen Fans
nicht beeindrucken: Brasilien siegte mit 6:4 und war erneut
Weltmeister.
Spielorte
Murcia, Segovia, Castellon, Barcelona.
Abschlusstabelle
- Brasilien
- Spanien
- Russland
- Ukraine
Beste Torschützen
- Manoel (BRA), 14 Tore
- Choco (BRA), Oleksandre Moskaliuk (UKR) 10 Tore
