Nach zwei Tagen Pause stand bei der deutschen Nationalelf wieder die Arbeit auf dem Programm. Die kalifornische Sonne strahlte am Mittwochmorgen bereits kräftig über dem Gelände des Home Depot Center, als Bundestrainerin Tina Theune-Meyer ihre Mannschaft um 10.00 Uhr Ortszeit zum ersten Training in Carson bat.
Die freiwilllige Übungseinheit wurde von einem Großteil der Mannschaft angenommen, während einige Spielerinnen wie Spielführerin Bettina Wiegmann nur Runden liefen oder sich im Mannschaftshotel behandeln ließen. Torhüterin Silke Rottenberg hingegen langte wieder kraftvoll zu, hat ihre Blessur aus dem Halbfinalspiel gegen die USA gut überstanden.
Das Gelände ums Home Depot Center, wo am Sonntag das Finale um die Frauenfussball-Weltmeisterschaft stattfinden wird, war gut gefüllt. Direkt neben dem deutschen Team trainierte die Männer-Mannschaft der Los Angeles Galaxy, die in der amerikanischen Major League Soccer (MLS) spielt. Unter den amerikanischen Fussballern in den gelben T-Shirts entdeckte man auch ein bekanntes Gesicht aus Deutschland: Ex-Nationalspieler Jürgen Klinsmann trainiert regelmässig mit dem Team, um sich fit zu halten.
Der 39-Jährige nutzte am Mittwoch die Gelegenheit, um den deutschen Spielerinnen einen Besuch abzustatten und ihnen alles Gute fürs Finale zu wünschen. Ich drücke den Mädels natürlich die Daumen für Sonntag", äusserte sich Klinsmann, der am Sonntagmorgen im Stadion sein wird, um sich das Endspiel anzuschauen.
Schweden trainieren in Sichtweite
Nur ein paar Meter weiter - praktisch in Sichtweite - absolvierte zur gleichen Zeit der Finalgegner der deutschen Mannschaft eine Trainingseinheit. Im Brennpunkt der Kameras und vor den Augen vieler Journalisten und Zaungäste übten die Schwedinnen am Ende des Trainings sogar noch einmal Elfmeterschießen. Victoria Svensson, Jane Tornquist und deren Kolleginnen zeigten sich dabei äußerst zielsicher.
Nach der Rückkehr des deutschen Teams ins Hotel und dem gemeinsamen Mittagessens stand der Nachmittag zur freien Verfügung. Die meisten Spielerinnen nutzten die freie Zeit zu einem Ausflug in die Universal Studios.
Mit von der Partie war auch Nationalspielerin Bianca Rech, die sich vor der Weltmeisterschaft verletzte und nicht mit in die USA reisen konnte. Die 22-Jährige stiess in Portland zur Mannschaft und wird bis zum Endspiel am Sonntag bleiben, um ihre Kolleginnen lautstark zu unterstützen. Zusammen mit Silke Rottenberg, Sandra Minnert und Stefanie Gottschlich nahm sie in einer kleinen Bahn Platz um an einer knapp einstündigen Studio-Tour teilzunehmen.
Andere stürzten sich direkt in die Attraktionen, wie zum Beispiel Birgit Prinz, die die Parkattraktion Jurassic Park' gleich zweimal hintereinander fuhr und sichtlich ihren Spaß hatte. Um 18.00 Uhr war der Spass aber dann zu Ende, denn per Bus ging's wieder zurück ins Hotel zum Abendessen.
