Das Warten hat bald ein Ende für die schwedische Nationalmannschaft, und das Team ist bereit für sein erstes Weltmeisterschaftsfinale.
Schweden spielt am Sonntag gegen Deutschland im Home Depot Center in Carson um den Weltmeistertitel. Damit treffen die Skandinavierinnen zum zweiten Mal in den letzten zwei Jahren im Finale eines großen internationalen Turniers auf die Deutschen, und diesmal wollen sie das bessere Ende für sich behalten.
"Mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele haben wir unser erstes Ziel erreicht", sagt Trainerin Marika Domanski-Lyfors. "Und jetzt wollen wir auch Weltmeister werden. Wir stehen im Finale und wir wollen es gewinnen."
Die Schwedinnen sind seit ungefähr einer Woche in Carson. Ihre zwei freien Tage nutzten die Spielerinnen für einen Besuch in Hollywood und den Universal Studios, um auf andere Gedanken zu kommen. Die Schwedinnen sind trotz der Medienpräsenz, den Pressekonferenzen in den frühen Morgenstunden, der großen Aufmerksamkeit und der sechs Tage im Hotel ganz auf ihr Ziel konzentriert.
'Wir sind bestens vorbereitet'
"Wir sind bestens vorbereitet auf das Spiel", meint Mittelfeldspielerin Frida Östberg. "Wir können es kaum erwarten, auf den Platz zu gehen. Ich denke, dass das ein sehr gutes Spiel wird."
Die Schwedinnen hatten am Sonntag eine letzte Trainingseinheit vor dem Finale und die Spielerinnen machten alle einen lockeren Eindruck, bevor sie das Home Depot Center verließen. Am Freitag haben sie im Endspielstadion trainiert und freuen sich schon auf das Spiel um die Weltmeisterschaft.
"Der Platz ist in einem sehr guten Zustand." Es hat wirklich Spaß gemacht", meint Domanski-Lyfors. "Wir freuen uns schon darauf, hier zu spielen."
Die schwedische Trainerin erklärte weiter, dass die Medien jetzt für die meiste Ablenkung sorgen. Mindestens 30 Zeitungs-, Radio- und Fernsehjournalisten kamen in die USA, um die Mannschaft zu begleiten, während der Pressesprecher der Schweden, Jonas Nystedt, sagte, dass er regelmäßig Dutzende Anrufe von Journalisten aus Schweden erhalte, die um Kommentare bzw. Interviews bitten.
Schweden erfreut über Medieninteresse
Domanski-Lyfors erläutert, dass das massive Medieninteresse etwas ist, worauf sie und die Spielerinnen seit langem gewartet haben.
"Darauf haben wir seit Jahren vergeblich gehofft", berichtet Domanski-Lyfors. "Das ist großartig. Wir leisten hier etwas und viele Menschen in Schweden zeigen großes Interesse und das hat sich die Mannschaft auch verdient. Ich hoffe nur, dass das auch so bleiben wird."
Die Spielerinnen begrüßen ebenfalls, dass sie weiter in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind, denn das gibt ihnen Selbstvertrauen.
"Ich denke, alle Fussballspieler setzten sich Ziele und wollen diese erreichen und zwar unabhängig vom Medienrummel", erklärt Torhüterin Caroline Jönsson. "Ich persönlich interessiere mich nicht so sehr dafür, was die Medien berichten. Ich will nur spielen und hoffe inständig, dass wir gewinnen werden."
Jönsson erklärt, dass ihr selbst gestecktes Ziel für die USA darin bestand, alles zu geben und das Finale zu erreichen. Jetzt hat die schwedische Torhüterin ein weiteres Ziel. "Wir wollen gewinnen", sagt sie.
Respekt vor deutschem Team
"Wir haben viel Respekt vor der deutschen Mannschaft. Dennoch ist es kein Widerspruch, wenn wir gewinnen wollen und gleichzeitig sagen, wie gut die Deutschen sind", erklärt Jönsson. "Es ändert nichts daran, dass wir gewinnen wollen und dafür unser Bestes geben werden. Wir wissen, dass wir sie schlagen können."
Die schwedische Mittelfeldspielerin Östberg meint ebenfalls, dass ihre die große Aufmerksamkeit nichts ausmacht. Östberg spielt in der Heimat für Umeå IK, die Spitzenmannschaft in Schweden. Sie ist den Medienrummel und das Interesse der Fans gewohnt. Sie macht sich auch keine Gedanken darüber, was die Medien oder die Deutschen zu sagen haben.
"Das ist mir nicht besonders wichtig", sagt Östberg. "Wichtig ist, was wir denken und wir wissen, dass wir gewinnen können. Wir sind bereit für das Finale und werden unser Bestes geben."