Analyse von Lim Kim Chon:
Das war eine der interessantesten und spannendsten Partien, die es jemals in diesem Wettbewerb gab ein wunderbares Fussballspiel. Die 43.000 Fans kamen voll auf ihre Kosten und feuerten die deutsche Elf bei jeder Ballberührung an.
Mexiko nahm in den ersten 20 Spielminuten zunächst das Ruder in die Hand. Die Mexikaner griffen an, was das Zeug hielt, und brachten die deutsche Abwehr in Bedrängnis. Es gelang ihnen jedoch nicht, die deutsche Verteidigung auszuhebeln, wobei vor allem Robert Huth einen äußerst starken Eindruck hinterließ.
Deutschland kam nach den ersten 20 Minuten besser ins Spiel und erzielte durch eine großartige Mannschaftsleistung zwei Tore. Der entscheidende Augenblick in dieser Partie kam jedoch kurz nach Beginn der zweiten Spielhälfte, als Mike Hanke des Feldes verwiesen wurde.
Manchmal ist es nicht einfach, gegen eine Mannschaft zu spielen, die auf zehn Spieler dezimiert ist, und die Deutschen zeigten ihren ganzen Kampfgeist und ihre Disziplin. Sie konnten den Druck und das hohe Tempo auch nach dem Platzverweis aufrecht erhalten. Insgesamt gesehen waren die Mexikaner nicht in der Lage, die Überzahl zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Sie versuchten auch weiterhin, Jared Borgetti im Strafraum mit Bällen zu füttern, dieser wurde jedoch kontinuierlich von zwei Spielern gedeckt. Hätte die deutsche Mannschaft gegen Brasilien die Ruhe bewahrt und so gespielt wie hier gegen Mexiko, dann hätte sie die Brasilianer durchaus schlagen können.
Die deutsche Abwehr stand kompakt und ging konsequent in die Zweikämpfe. Kein einziger Abwehrspieler ist einem Zweikampf aus dem Weg gegangen. Im Laufe dieses Turniers musste die deutsche Verteidigung einige Kritik einstecken, ich fand die taktische Ausrichtung in diesem Spiel jedoch hervorragend.
Die deutsche Mannschaft zeigte ungeheuren Kampfgeist, gab niemals auf und ließ selbst in der Verlängerung keinerlei Ermüdungserscheinungen erkennen. Es war die mentale und physische Stärke dieser Mannschaft, die letztendlich entscheidend war.