Michael Ballack (Anheuser Busch Man of the Match):
Mexiko war eine sehr gute Mannschaft, aber wir haben sie geschlagen. Das wird uns Selbstvertrauen für die nächsten Monate geben. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben im Turnier unglaublich viele Tore geschossen, aber auch viele Tore kassiert. Aber ingesamt hat es dabei nur gegen die Brasilianer nicht gereicht. Die Mannschaft hat viel Offensivpotenzial, und das setzen wir um. Mir macht es immer wieder Spaß, hier in meine Heimatregion zu kommen. Die Fans sind phantastisch, sie haben ein Gespür dafür, wann die Mannschaft sie braucht.

Oliver Kahn (GER):
Mit meinen Spielen bin ich sehr zufrieden, immerhin haben wir beide gewonnen. Wir müssen allerdings noch sehr an unserem Defensiv-Verhalten arbeiten. Dieser Confed-Cup war ein Turnier der totalen Offensive. Bei der WM im nächsten Jahr werden wir damit keinen Erfolg haben. Aber es ist ja noch ein Jahr Zeit und die Fehler sind bekannt. Besonders müssen die jungen Spieler lernen, mit der großen Euphorie in den Stadien umzugehen. Die Fans pushen sie immer wieder nach vorn, dadurch wird das Spiel zu wenig beruhigt.

Lukas Podolski (GER):
Es war ein schönes Spiel zum Abschluss. Wir hatten intern gesagt, dass wir dieses Spiel ernst nehmen und gewinnen wollen. Mein Tor habe ich zwar noch nicht im TV gesehen, aber ich denke, der war unhaltbar. Die Sturmkombination mit Hanke hat gepasst. Er hat sich sehr reingeschmissen. Die Medaille kommt wie alle meine Pokale zu meinen Eltern. Sie hat schon eine große Bedeutung.

Robert Huth (GER):
Nach den langen harten Wochen im Vorfeld war das ein toller Abschluss. Wir wussten, dass die Mexikaner ein unbequemer Gegner sein würden. Am Ende hat es jedoch gereicht. Wir wussten, dass wir auch zu zehnt eine Chance haben, weil die Mexikaner schon eine Verlängerung spielen mussten. Ich hätte schon in der ersten Halbzeit ein Tor machen können, das habe ich dann nachgeholt. Auf einmal lag der Ball vor mir, ich habe dagegengetreten und er war drin.

Mike Hanke (GER):
Es ist sehr bitter, dass ich den Platzverweis ausgerechnet in meinem ersten Spiel von Anfang an bekommen habe. Der Trainer hat mir gesagt, ich solle den Kopf oben behalten und es wird schon weiter gehen. Bei meiner Roten Karte bin ich zwar etwas zu ungestüm hingegangen, aber getroffen habe ich ihn nicht. Gelb hätte auf jeden Fall gereicht. Ich habe danach sehr gehofft, dass die Mannschaft das Spiel auch zu zehnt gewinnt und bin sehr dankbar und stolz, dass sie sich den Sieg so großartig erkämpft hat.

Bastian Schweinsteiger (GER):
Klar mussten wir in Unterzahl mehr laufen, mehr arbeiten und mehr verteidigen, aber es hat sich ja gelohnt. Aber ein bißchen Glück gehört natürlich auch dazu. Großes Lob an Andreas Hinkel, der Pass war erste Sahne. Danke.

Sebastian Deisler (GER):
War ein sehr spannendes und nervenaufreibendes Spiel - das Gegentor in der 86. Minute darf eigentlich nicht mehr passieren. Gegen so eine Mannschaft wie Mexiko so lange in Unterzahl zu spielen ist sehr schwierig - Hut ab vor unserem Team!

Bernd Schneider (GER):
Soviele Gegentore im Turnier zu bekommen, ist schon ein bißchen heftig. Trotzdem war es ein guter Abschluß heute. Die Stimmung hier in Leipzig war mal wieder toll. Selbst in schwierigen Phasen haben uns die Zuschauer aufgebaut und in der Verlängerung für das Freisetzen von neuen Kräften gesorgt. Danke Leipzig!

Jared Borgetti (MEX)
Die deutsche Mannschaft spielt einen harten Fussball und die Spieler sind in einer guten körperlichen Verfassung. Wir mussten bereits gegen Argentinien 120 Minuten spielen und hier noch einmal in die Verlängerung gehen. Wir haben gute Spiele abgeliefert, konnten jedoch beim Konföderationen-Pokal einfach nicht genügend Tore erzielen. Wir müssen zufrieden damit sein, dass wir hier unter den besten vier Mannschaften gelandet sind und gegen drei Weltmeister spielen konnten. Wir haben einen guten Fussball gezeigt und bewiesen, dass wir bei der Weltmeisterschaft noch einiges mehr bieten können. Wir mussten heute auf Carmona und Marquez verzichten, und ich glaube, beim nächsten Mal werden wir es besser machen...

Luiz Peres (MEX)
Wir haben in diesem Wettbewerb bewiesen, dass Mexiko einen aggressiven Angriffsfussball spielen kann. Wir haben damit traditionell große Mannschaften in Bedrängnis gebracht (Brasilien, Argentinien und Deutschland).

Carlos Salcido (MEX)
Die deutsche Mannschaft hat ein gutes Spiel abgeliefert und die Partie durch einen perfekten Freistoßtreffer entschieden. Wir sind dem Finale sehr nah gekommen. (Elfmeterschießen gegen Argentinien). Jetzt sind wir wirklich mit unseren Kräften am Ende, und vielleicht muss ich morgen noch für meinen Verein in der Copa Libertadores antreten. Ich habe zwei Spiele à 120 Minuten hinter mich gebracht und bin jetzt einfach nur noch erschöpft. Jetzt habe ich noch einen 13-Stunden-Flug vor mir, und dann brauche ich dringend eine Pause.

Gonzalo Pineda (MEX)
Das Wichtigste für uns war, hier unter die letzten Vier zu kommen und unter Beweis zu stellen, dass nächstes Jahr noch mehr drin ist. Dieser Wettbewerb war ein guter Test, und wir konnten uns hier ein besseres Bild von anderen Mannschaften machen.