Der Weltmeister:
Was kann man tun um eine Mannschaft aufzuhalten, die über
Spieler wie Dida, Cafú, Roberto Carlos, Dunga, Denilson (bester
Spieler des Turniers), Ronaldo und Romario verfügt? Kurz gesagt:
nicht viel. Die brasilianischen Sterne strahlten während dieses
FIFA-Konföderationen-Pokals 1997 so hell, dass alle anderen dagegen
verblassten. Die Mannschaft von Trainer Mario "Lobo"
Zagallo wusste, was sie zu tun hatte und wie sie es zu tun hatte.
Ihre 4-4-2-Formation mit zwei defensiven Mittelfeldspielern ließ
reichlich Freiraum für das, was Brasilianer am liebsten tun:
Angreifen. Der Durchmarsch der "Auriverdes" begann mit
einem 3:0-Sieg über Gastgeber Saudiarabien, gefolgt von einem
überraschenden 0:0 gegen Australien und einem 3:2-Triumph gegen
Mexiko.
Das Halbfinale gegen die Tschechen war einseitiger als es das 2:0-Ergebnis vermuten lässt, während die folgenden sechs Treffer gegen eine hilflose australische Mannschaft im Finale ein recht deutliche Sprache sprechen. Romario und Ronaldo amüsierten sich prächtig und schossen sieben bzw. vier Tore in fünf Spielen.
Die Überraschungen:
Mit Brasilien und Uruguay standen zwei südamerikanische Teams
im Finale, während die Tschechen den alten Kontinent vertraten und
sich einen dritten Platz erspielten. Die Australier machten eine
gute Figur und schafften es bis ins Finale, wo sie allerdings von
den Brasilianern deutlich in die Schranken verwiesen wurden.
Doch die wirkliche Überraschung war Uruguay: Die Südamerikaner schafften aus dem Nichts den Sprung auf Platz vier. Die Urus waren schon zu lange nicht mehr bei internationalen Turnieren präsent, und niemand erwartete von ihrer jungen, teilweise gerade erst dem Jugendfussball entwachsenen Mannschaft, dass sie es in Saudiarabien weit bringen würde. Doch damit unterschätzte man Spieler wie Nicolás Olivera, Marcelo Zalayeta und Walter Coelho. In diesem Jahr bereits Zweitplatzierte bei der FIFA-Junioren-Weltmeisterschaft in Malaysia, fügten sie sich gekonnt in die Mannschaft ein. Paolo Montero, Darío Silva und Àlvaro Recoba reagierten gut auf das frische Blut im Team und so erspielte sich Uruguay auf dem Weg ins Halbfinale Siege gegen die Vereinigten Arabischen Emirate, die Tschechische Republik und Südafrika. Es folgten eine frustrierende Niederlage durch Golden Goal gegen Australien und der mindestens genauso schwer wiegende Verlust des dritten Platzes gegen die Tschechen. Doch immerhin haben die Kicker aus Uruguay bewiesen, dass sie wieder ganz vorne dabei sind.
Teilnehmer:
Australien, Saudiarabien, Brasilien, Vereinigte Arabische
Emirate, Mexiko, Tschechische Republik, Südafrika und Uruguay.
Austragungsorte:
Alle Begegnungen wurden in Riad ausgetragen.
Beste Torschützen:
- Romario (BRA), 7 Tore
- Vladimir Smicer (CZE) 5 Tore
- Ronaldo (BRA), 4 Tore
Zuschauer:
293,500
Durchschnittliche Zuschauerzahl pro Spiel:
18,344
