Der Torhüter von TP Mazembe und der Nationalmannschaft von Kongo DR, Muteba Kidiaba, lieferte im Viertelfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2009 gegen die Pohang Steelers eine grandiose Leistung ab. Seinen Paraden und Reflexen hatte es seine Mannschaft zu verdanken, dass sie gegen den asiatischen Klub lange Zeit an den Sieg glauben konnte. Letztlich wurde der Torhüter-Veteran aber vom nicht minder erfahrenen brasilianischen Stürmerstar Denilson überwunden, der mit zwei Treffern die Niederlage der Afrikaner besiegelte.

Der 33-jährige Kidiaba ist in der jungen Mannschaft von TP Mazembe der älteste Spieler und nimmt die Rolle des erfahrenen Leitwolfs ein. Seine sanfte und ruhige Art zu sprechen verleiht dem Torhüter tatsächlich die Aura eines weisen Mannes innerhalb der Mannschaft, obwohl sich sein privates Auftreten stark von dem Kidiaba unterscheidet, der mit seinem Siegeswillen und energischem Einsatz auf dem Feld sein junges Team mitreißt. Im Vorfeld des Spiels um den fünften Platz bei der Klub-Weltmeisterschaft hatte FIFA.com die Gelegenheit, sich mit dem Anführer der jungen afrikanischen Mannschaft zu unterhalten.

"Ich wollte letztes Jahr eigentlich einen Schlussstrich ziehen und meine Karriere beenden, um Torwart-Trainer zu werden", räumte er ein, "doch dann packte mich wieder die Lust, weiterzumachen, und das hält bis heute an." Das ist ihm deutlich anzumerken: Mit unermüdlichem Einsatz versucht er, seinen Kasten sauber zu halten, als Beweis seien nur seine zahlreichen Paraden gegen die Steelers angeführt.

Mentalität eines Torjägers
Die diesjährige FIFA Klub-Weltmeisterschaft hat dem erfahrenen Torwart offenbar Flügel verliehen, was er auch unumwunden zugibt: "Ich war fest entschlossen, mir diese Chance nicht entgehen zu lassen, die sich mir durch die Teilnahme an diesem großartigen Turnier eröffnete." Dennoch möchte er sich nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern hebt die mannschaftliche Leistung in dieser Partie hervor. "Wir haben insgesamt wirklich gut gespielt, aber leider im Abschluss Schwächen gezeigt", sagte der Schlussmann, bevor er auf die Tugenden seiner jungen Mannschaft zu sprechen kommt: "Eine großartige Moral, eiserne Disziplin und die Bereitschaft zu harter Arbeit."

Doch bei aller lobenswerten Bescheidenheit ist es schwierig, seine großartigen individuellen Leistungen einfach zu übergehen. Diese haben ihm seit seinem Länderspieldebüt im Jahr 2002 zahlreiche Einsätze als Nationaltorhüter eingebracht. Als ehemaliger Mittelstürmer hat der zum Schlussmann konvertierte Kidiaba den Vorteil, die Mentalität der Torjäger, die ihm gegenüberstehen, besser zu kennen als viele andere seiner Kollegen. Die drei nationalen Meisterschaften in Kongo DR (2006, 2007 und 2009) sowie der Gewinn der CAF Champions League 2009 mit TP Mazembe haben den Appetit des Nationaltorhüters aufs erste gestillt, obwohl er noch immer bereit wäre, in Europa eine neue Herausforderung anzunehmen. "Ja, das ist nach wie vor ein Traum, dort eine Profikarriere zu starten", räumte er ein.

Lubumbashi fiebert mit
Er hat es bereits jetzt geschafft, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und dies nicht nur aufgrund seiner eigentümlichen Art, die Tore seiner Kameraden zu feiern. "Im Grunde genommen handelt es sich nur um eine Art Bauchmuskelübung. Das ist meine Art, meine Freude auszudrücken und entschädigt mich dafür, dass ich nicht zum anderen Ende des Feldes laufen kann, um mit meinen Kameraden zu jubeln." Eine neue Gelegenheit, auf diese Weise Tore seiner Mannschaft zu feiern, bietet sich ihm bereits am 16. Dezember, wenn es gegen den FC Auckland City um den fünften Platz beim Turnier in Abu Dhabi geht.

"Wir wollen diesen fünften Platz. Es ist wichtig, dass wir diese Partie für uns, für unsere Fans, für Kongo DR und für Afrika gewinnen." Und er erinnert daran, dass in Lubumbashi zahlreiche Anhänger das Schicksal ihres Lieblingsklubs in den Vereinigten Arabischen Emiraten verfolgen, denen TP Mazembe mit diesem fünften Rang eine große Freude bereiten würde.