Ulsan krönt sich zum neuen Asienmeister
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Gastgeber Ulsan Hyundai kannte am Samstag im Finale der AFC Champions League gegen die Gäste von Al Ahli kein Erbarmen. Mit einem 3:0-Sieg rundete der koreanische Klub eine Saison ohne Niederlage ab und feierte den ersten kontinentalen Titel seiner Geschichte. Das Team wird zudem Asien bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft im Dezember in Japan repräsentieren.

Mit diesem Triumph bestätigte sich die Dominanz der Republik Korea auf der asiatischer Bühne, denn Ulsan ist der inzwischen vierte Vertreter der K-League, dessen Name in den begehrten Pokal eingraviert wird. Zuvor gewannen die Landsleute von Jeonbuk Motors die Auflage 2006, und 2009 sowie 2010 stellte das Land mit Pohang Steelers und Seongnam Ilhwa Chunma zweimal in Folge den kontinentalen Meister.

Blitzstart der Gastgeber
Das Team ging nach einer Serie von acht Siegen in Folge mit großem Selbstvertrauen in die Partie, und erwartungsgemäß übernahmen die Männer von Trainer Kim Hogon von Beginn an energisch die Initiative. Stürmer Lee Keunho holte bereits nach zwei Minuten den ersten Freistoß heraus, und kurz darauf verpasste Kwak Taehwi nur knapp eine gefährliche Hereingabe.

Zehn Minuten später scheiterte der formstarke Verteidiger erneut, als er per Kopf haarscharf über das Tor zielte. Doch der Kapitän von Ulsan und der Nationalmannschaft entschädigte sich nur drei Minuten später für die vergebenen Chancen zuvor. Er stieg höher als die komplette Defensive der Gäste und traf per Kopf zur verdienten Führung, womit er die 40.000 Zuschauer im Ulsan Munsu Stadium aus den Sitzen riss.

Nach dem Gegentreffer wurden auch die Männer von Gästetrainer Karel Jarolim aktiver und drängten mit Kontern verzweifelt auf den Ausgleich. Doch das Team blieb zu häufig von Einzelaktionen ihres Topstürmers Victor Simoes abhängig, der nach einer halben Stunde per Freistoß Torhüter Kim Youngkwang erstmalig zu einer Großtat zwang.

Die Hausherren hielten den Druck auf das saudische Team aufrecht. Der kolumbianische Mittelfeldakteur Julian Estiven Velez prüfte den gegnerischen Torwart mit zwei gefährlichen Distanzschüssen, und der hochgewachsene Stürmer Kim Shinwook verfehlte mit einem Kopfball nur knapp sein Ziel.

Gegen Ende der ersten Halbzeit bemühte sich auf Seiten von Al Ahli Mittelfeldspieler Moataz Al Musa um mehr Akzente in der Offensive, da sich Simoes immer seltener der engen Bewachung entziehen konnte.

Nachdem der saudische Nationalspieler zunächst einen Versuch über das Tor setzte, sorgte er mit einer gefährlichen Einzelaktion für eine Schrecksekunde, doch Ulsans Torhüter war erneut zur Stelle. Eine weitere Chance nach einem Konter wurde kläglich vergeben, und Ulsan ging mit der 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Ulsan macht ersten Titel perfekt
Die beiden Mannschaften machten dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Ulsan dominierte weiterhin die Partie, während Al Ahli über den Kampf seine Chance suchte.

Nach einer kraftvollen Einzelleistung zielte der dynamische Keunho über das Tor, bevor auf der anderen Seite Amad Al Hosni in den Strafraum eindrang und erst im letzten Moment von Velez aufgehalten werden konnte, der den Ball zu seinem Torhüter köpfte.

Die Hoffnungen der Gastgeber wurden indes in der 68. Minute endgültig zunichte gemacht, als Rafinha mit seinem siebten Saisontreffer auf 2:0 erhöhte. 14 Minuten vor dem Ende sorgte Kim Seungyong nach Vorarbeit von Keunho für das Sahnehäubchen und traf zum 3:0.