Gamba Osaka aus Japan hat den Titel in der AFC Champions League gewonnen. Nach der 0:3-Hinspielniederlage hatte Finalgegner Adelaide United aus Australien ohnehin schlechte Karten, und als Osaka dann auch im Rückspiel zwei Tore vorlegte, war die Entscheidung endgültig gefallen.

Zwar gab die Mannschaft von Aurelio Vidmar im zweiten Durchgang noch einmal alles, richtig gefährlich werden konnten die Australier Osaka jedoch nicht mehr. Die Japaner hingegen zogen ihren erfrischenden Angriffsfussball bis zum Schlusspfiff durch. Als Gewinner der kontinentalen Königsklasse hat sich Gamba nun auch für die FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2008 qualifiziert.

Adelaides Kapitän Travis Dodd zollte Gamba nach dem Spiel Respekt. "Es war, als hätten die 15 Spieler auf dem Platz", keuchte er. "Sie haben sich immer wieder Räume geschaffen, ihr Spiel ohne Ball war unglaublich und überhaupt war Osaka bei Weitem das stärkste Team, auf das wir in diesem Wettbewerb getroffen sind."

Das Spiel
Adelaide United - Gamba Osaka 0:2 (Gamba Osaka gewinnt in der Addition mit 5:0)

Schon allein, weil bei Adelaide mit Angelo Costanzo und Eugene Galekovic zwei Stützen der Defensive fehlten, mussten die Australier ganz auf Angriff setzen. Das taten sie denn auch, rannten mit Mann und Maus nach vorn und drängten auf ein frühes Tor. Der Treffer jedoch fiel nach fünf Minuten auf der anderen Seite. Adelaides Torhüter Mark Birighitti klatschte einen Schuss von Hayato Sasaki vor die Füße von Gambas brasilianischem Stürmer Lucas Severino, und der schob den Ball leicht und locker ein. Damit lagen die Japaner in der Addition bereits mit 4:0 vorn.

Zehn Minuten später kam es sogar noch schlimmer für Adelaide United. Takahiro Futagawa spielte Lucas wunderschön frei. Der Brasilianer ließ dann auch noch den herausstürzenden Birighitti gekonnt aussteigen und beendete so auch die letzten Hoffnungen Adelaides auf den Gewinn der asiatischen Champions League.

Nur einmal sah es noch so aus, als könnten die Australier noch ein Wunder schaffen. 27 Minuten vor Schluss köpfte Cristiano zum vermeintlichen Anschlusstreffer ein, aber das Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben. Gamba andererseits hatte vor der Pause zahlreiche Möglichkeiten zum Ausbau seiner Führung, ließ aber bei aller Schönheit der Kombinationen den letzten Biss vor dem Tor vermissen.

Im zweiten Durchgang rannten die Gastgeber angetrieben von Kapitän Travis Dodd dann noch einmal mit aller Entschlossenheit an und hatten auch mehrere hochkarätige Chancen. Weil viele dieser guten Angriffe aber bei Osakas Schlussmann Sota Nakazawa endeten, blieb Gamba schließlich ohne Gegentor.

Ben Buckley, der Chef des australischen Fussballverbandes, fand dennoch lobende Worte für die Leistung der Reds. "Auch wenn Adelaide gegen Gamba Osaka verloren hat, ist es eine fantastische Leistung für einen Klub aus der A-League, im zweiten Jahr der Teilnahme an diesem Wettbewerb gleich so weit zu kommen", so Buckley.

Freude herrschte hingegen auf Seiten der Japaner: "Als Trainer bin ich sehr zufrieden. Wir haben die gesamte Saison hart dafür gearbeitet", sagte Gambas Coach Akira Nishino. "Die Anforderungen waren sehr hoch, und ich bin wirklich sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Für Gamba und mich war es das zweite Mal, dass wir in der asiatischen Champions League gespielt haben, und wir wollten immer besser sein als zuvor. Aber wir haben ehrlich gesagt nie an diesen Ausgang gedacht, bis wir das Finale erreicht hatten."

Schon im kommenden Monat wartet auf beide Mannschaften in Japan die Weltelite. Und nach Gambas formidablem Auftritt dürften Liga de Quito und Manchester United durchaus schon mal ins Grübeln kommen.