Am 27. und 28. Oktober waren 50 Fans aus 22 Ländern im Home of FIFA zu Gast. Dabei erfuhr die FIFA, was die Menschen rund um die Welt im Zusammenhang mit dem Fussball bewegt. Zudem stellte die Veranstaltung eine interessante Möglichkeit zur direkten Kommunikation mit den Fans dar.

"Im Sommer wandte sich die FIFA an die weltweite Fussballgemeinde und fragte nach den Ansichten zu verschiedensten Fussballthemen", so der Leiter der FIFA-Abteilung für digitales Marketing, Christian Volk. Nicht weniger als 26.200 Fans reagierten auf die Aufforderung der FIFA. "Wir haben auf Grundlage der Ideen und Beiträge 50 Fans ausgewählt, die mit der FIFA bei der Erarbeitung von Lösungen für bestimmte Fragen und Probleme zusammenarbeiten können."

FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura leitete eine Frage- und Antwortstunde mit den Teilnehmern im Alter von 18 bis 56 Jahren von fünf Kontinenten. Die erste Frau und Nicht-Europäerin an der Spitze der FIFA-Administration freute sich leidenschaftlich über die Gelegenheit zum direkten Kontakt mit den Fans. "Die Fans sind das Fleisch und Blut der FIFA. Ohne die Fans gibt es keinen Fussball", meinte sie. "Dass sie hier mit so viel Leidenschaft dabei sind, zeigt mir eindeutig, wie viel ihnen der Fussball bedeutet."

Allison Carey aus den USA begrüßte die Äußerungen der Generalsekretärin und den Schwerpunkt Frauenfussball. "Sie ist wirklich eine sehr inspirierende Frau. Es war sehr interessant, die Prioritäten der FIFA zu sehen, insbesondere im Bereich Frauenfussball. Es gab intensive Diskussionen zum Thema Gleichberechtigung im Fussball. Das ist eines der wichtigsten Themen für die FIFA."

Überraschungsgast
Die Teilnehmer diskutierten in Gruppen über verschiedene Fussballthemen und sahen Grußbotschaftern von Vertretern verschiedener FIFA-Abteilungen. Nach einer Videobotschaft von FIFA-Präsident Gianni Infantino gab es einen Überraschungsbesuch von Marco van Basten, dem Leitenden Beauftragten der FIFA für Technische Entwicklung. "Letztlich sind es doch die Fans, die den Fussball und die Spieler erst so großartig machen", so der frühere niederländische Nationalspieler.

Die Fans konnten zudem eine von IFAB (International Football Association Board) und FIFA gemeinsam durchgeführte Live-Demonstration der Nutzung von Video-Wiederholungen bei Fussballspielen sehen. Die Reaktionen auf die neue VSA-Technologie (Video-Schiedrichter-Assistenten) waren durchweg sehr positiv. "Das angestrebte System bedeutet für den Fussball eindeutig eine Verbesserung", zeigte sich Chris Thian überzeugt. George-Andrei Chirila sagte, er sei auch vorher schon für diese Technologie gewesen und durch die Tests in seiner Überzeugung bestärkt worden. "Diese Entwicklung ist gut für den Fussball", meinte er.

Abschließend wurden die Arbeitsgruppen von der FIFA und den Fans selbst als großer Erfolg bewertet. "Für uns ist es sehr wichtig, zu verstehen, und Verstehen beginnt mit Zuhören. Wenn wir das schaffen, können wir zur nächsten Phase übergehen, nämlich die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen", so Volk.

"Die letzten Tage haben gezeigt, dass für die FIFA auf ihrem Weg auch die Fans an vorderster Front stehen. Ehrlich gesagt, war das auch lange überfällig", so Ryan Keaney. Jennifer Pardey fügte abschließend hinzu: "Es war eine sehr gute Erfahrung, Gehör zu finden, zu spüren, dass wir Fans eine Stimme haben und dass diese Stimme von den Führungsspitzen gehört wird."