
Mit seinen 33 Jahren hat der Venezolaner Croata seiner Familie und seinen Freunden plötzlich eine Menge Neuigkeiten zu erzählen: Nachdem er sich zum Gewinner des Castrol FIFA WM-Tippspiels 2010 gekrönt hatte, gewann er als Preis eine viertägige Reise nach Spanien. Er besuchte das Sportzentrum von Real Madrid sowie ein Live-Spiel der Königlichen. Das Sahnehäubchen war aber mit Sicherheit das persönliche Treffen mit Superstar Cristiano Ronaldo.
"Die Reise übertraf alle meine Erwartungen", sagte Croata zu FIFA.com. "Fussball hat mich schon mein ganzes Leben interessiert, und ich habe sogar in der Jugend von Universidad de Los Andes in meiner Heimatstadt Mérida gespielt. Aber in Venezuela ist Fussball nicht der populärste Sport. In ein Land zu reisen, in dem dies sehr wohl der Fall ist, war eine unglaubliche Erfahrung", ergänzte der Fan von Estudiantes Mérida, der zum ersten Mal in seinem Leben Europa besuchte.
Der Venezolaner erlebte die Leidenschaft der Real-Fans am eigenen Leibe und wurde Zeuge des 5:1-Kantersiegs des spanischen Rekordmeisters gegen Athletic Bilbao. "Wir haben das Spiel vom Spielfeldrand im Bernabeu-Stadion sehen dürfen und waren sehr überrascht. Ich habe zwar 2007 bei der Copa América in unserem Land Spiele gesehen, doch das war etwas ganz anderes. Das Stadion war voll, und wenn man mittendrin ist und das mit eigenen Augen sehen kann, ist das ein imponierendes Erlebnis. In Mérida kommen höchstens 12.000 Besucher", erklärte er begeistert.
An jenem Tag erzielte Cristiano Ronaldo drei Tore. Wir fragten den glücklichen Gewinner, was für ein Erlebnis es war, den portugiesischen Star persönlich kennen zu lernen. Croata erzählte es uns in allen Einzelheiten: "Es war vor dem Spiel im Real-Sportzentrum in Valdebebas, während der Trainingseinheit, die für uns angesetzt war. Er konnte nicht teilnehmen, denn er hatte mit Portugal gegen Spanien gespielt und war etwas angeschlagen, aber er war sehr nett. Er signierte mir ein Trikot, wir schossen ein Foto und später waren wir beim Interview dabei, das die Leute von Castrol in der Kabine des Alfredo Di Stefano-Stadions mit ihm führten."
Jenes Training vor den Augen von Ronaldo, das ebenfalls zum Hauptpreis gehörte, hielt für den Gewinner des Tippspiels einen weiteren angenehmen Moment bereit. "Wir waren mehrere Leute und wurden in sechs Mannschaften eingeteilt. Ich kam in eine deutsche Gruppe. Es wurden sieben Trainingsmodule organisiert und unsere Mannschaft war am Ende die beste der Einheit, wofür wir einen von Cristiano signierten Ball erhielten. Das war das Beste an der Reise", betonte er.
Croata zeigte sich außerdem vom Santiago Bernabeu-Stadion beeindruckt. "Es ist spektakulär, aufgrund seines Rangs, seiner Größe und Geschichte... Ich fand das Museum toll, in dem wir das erste Trikot von Real Madrid sehen konnten sowie die ersten Mitglieder des Vereins bis hin zu einer Galerie mit Bildern aller Spieler, die jemals für den Klub aktiv waren… Und mir fiel auf, wie viele Pokale der Klub hat, nicht nur die Fussballabteilung, sondern auch die Basketballmannschaft."
Trotz seines Besuchs bei der Anhängerschaft der Merengues glaubt der Venezolaner, dass der FC Barcelona in dieser Saison die Meisterschaft gewinnt. "Es ist eine kompakte Mannschaft - ein Verdienst von Guardiola - und sie praktizieren den besten Fussball. Wenn die wichtigsten Spieler von Verletzungen verschont bleiben, glaube ich nicht, dass sie es aus der Hand geben", tippte er. Doch er wies darauf hin, dass die Bestimmtheit seiner Prognose im krassen Widerspruch zu seinen bisherigen Leistungen im aktuellen FIFA Weltfussball-Tippspiel steht. "Ich tippe wenig bis gar nichts richtig, doch ich hoffe, mich bald wieder zu erholen", sagte er lachend.
Während er sich auf die Teilnahme am FIFA Flashback Quiz vorbereitete, erklärte Croata zum Abschluss des Gesprächs mit FIFA.com noch, warum ihm der FIFA.com-Club so gut gefällt: "Ich möchte ihn hervorheben, denn alle Menschen können unabhängig von Rasse und Religion daran teilnehmen. Außerdem ist es eine Möglichkeit, Fans auf der ganzen Welt kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen."



