• Lloyd freut sich sehr auf die The Best-Veranstaltung in London
  • Die "The Best – FIFA-Weltfussballerin 2016" spricht exklusiv mit FIFA.com
  • Lloyd über die Qualitäten, die die beste Spielerin der Welt ausmachen

Carli Lloyd ist zu einem Synonym der The Best FIFA Football Awards geworden, denn die Gewinnerin der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015 konnte die Auszeichnung The Best – FIFA-Weltfussballerin 2016 für sich verbuchen. Man könnte meinen, dass Lloyd mittlerweile im Fussball alles Erdenkliche erlebt hat, doch 2017 war in mehrfacher Hinsicht ein Jahr der Neuerungen für die aus New Jersey stammende Spielerin.

Im Februar unterzeichnete Lloyd ihren ersten Vertrag bei einem ausländischen Verein, als sie bei Manchester City Women anheuerte. Lloyd verhalf den Blues zum Einzug ins Halbfinale der UEFA Women’s Champions League 2016/17 und zum ersten Titelgewinn beim FA Women’s Cup.

Nachdem London als nächster Veranstaltungsort für die Preisverleihung der The Best FIFA Football Awards bekanntgegeben worden war, sprach FIFA.com mit Lloyd über die gastgebende Stadt und über alles, was es braucht, um The Best – FIFA Weltfussballerin zu werden.

Wie finden Sie es, die Verleihung der The Best FIFA Football Awards in London zu Gast zu haben?
Ich bin total begeistert, dass The Best nach London kommt. Ich stehe seit Kurzem bei Manchester City unter Vertrag und bin seit zwei Monaten in Manchester. Ich bin wirklich begeistert von der Kultur und davon, dort zu spielen. Das ist hier eine Fussballkultur, daher ist es gut für den Sport und auch insgesamt, dass The Best hier stattfindet und zur Förderung des Spiels und damit auch der Frauenvariante beiträgt.

Wie haben Sie die letzte Veranstaltung in Zürich erlebt? Gab es persönliche Highlights?
Bei meiner letzten Teilnahme an den The Best Awards in Zürich war der Gewinn der Auszeichnung das absolute Highlight, würde ich sagen. Das Ganze ist immer eine große Unbekannte. Du weißt nicht, was passieren wird, ob dein Name aufgerufen wird, aber das war auf jeden Fall ein ganz besonderer Augenblick für mich. Das zweite Highlight dieser Reise war wohl das Spiel der Legenden, bei dem wir mitgespielt und [Diego] Maradona kennengelernt haben. Das war schon etwas Besonderes.

Als Spielführerin der Nationalmannschaft nehmen Sie an der Abstimmung über die FIFA-Weltfussballerin teil. Können Sie uns sagen, welche Kriterien Sie dabei berücksichtigen und über welche Eigenschaften die beste Spielerin verfügen muss?
Als Spielführerin habe ich die Chance, über die beste Spielerin der Welt abzustimmen und gehe dabei nicht nach dem Offensichtlichen. Für mich muss die beste Spielerin der Welt viele unterschiedliche Qualitäten auf sich vereinen. Sie muss eine komplette Spielerin sein, vielleicht nicht unbedingt Tore ohne Ende schießen und immer im Rampenlicht stehen. Es muss jemand sein, der über taktisches Verständnis, technische Fähigkeiten, mentale Stärke und Charakter verfügt. Für mich sind das alles wichtige Dinge, die die beste Spielerin der Welt ausmachen. 

Sind Sie zuversichtlich, die Auszeichnung auch dieses Jahr wieder gewinnen zu können? Und glauben Sie, dass jemand nominiert werden könnte, den kaum jemand erwartet?
Bei den The Best-Auszeichnungen dieses Jahres werden eine ganze Reihe von Faktoren ausschlaggebend sein. Da wäre die Champions League und die EUROs. Die Nationalmannschaft der USA hat kein großes Turnier zu verbuchen, aber wir nehmen dieses Jahr an sehr guten Wettbewerben teil. Ich kann noch ein paar Jahre spielen. Ich hoffe, dass es mir wenigstens noch ein Mal gelingt, nominiert zu werden und die Auszeichnung zu gewinnen. Natürlich ist es für mich sehr wichtig, mit meinem Team eine WM und ein Olympisches Fussballturnier gewonnen zu haben, daher geht es eigentlich nur darum, auf dem Platz eine optimale Leistung abzurufen, mich weiter zu verbessern. Trotzdem wäre ich irgendwann gern noch einmal bei der Gala dabei. Ich bin sicher, dass es andere Spielerinnen geben wird, die es unter die besten zehn und die ersten drei schaffen werden. Es können junge Spielerinnen und Routiniers dabei sein. Das hängt ganz von den Leistungen im Jahresverlauf ab. Wir werden sehen, was passiert.