• Nach seinem Slalomlauf ist Jordi Mboula Kandidat für den FIFA Puskás-Preis
  • Mit Schnelligkeit und Technik erzielte er eines der schönsten Tore des Jahres
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Taten zählen mehr als Worte. Davon ist Jordi Mboula überzeugt. Abseits des Platzes und in Gegenwart von Kameras ist der junge spanische Bursche äußerst zurückhaltend. Lieber lässt er seine Füße sprechen. Dabei sorgt er mit seinem Talent so regelmäßig für Begeisterung, dass er jetzt für den FIFA-Puskás-Preis nominiert wurde.

Am 22. Februar 2017 gingen den fast 1.700 Zuschauern im Miniestadi fast die Augen über, als der FC Barcelona Borussia Dortmund im Achtelfinale der UEFA Youth League mit 4:1 vom Platz fegte. Mboula zauberte. Die Fans von Barça, sonst Riesen-Slaloms des eher kleinen Lionel Messi in der ersten Mannschaft des Renommierklubs gewöhnt, sahen selbiges nun beim Nachwuchs.

Das spanische Talent bekam den Ball rechts außen auf Höhe der Mittellinie – und Mboula zog unwiderstehlich los Richtung Tor. Auf dem Weg dorthin ließ er einen Gegenspieler nach dem anderen aussteigen. Die Technik, die er dabei an den Tag legte, war der des argentinischen Superstars würdig.

Erster Akt: Mboula dreht sich mit einer Zidane-Pirouette geradezu spielerisch leicht um seinen Gegenspieler herum und läuft auf und davon.

Zweiter Akt: In höchster Geschwindigkeit schlängelt sich Mboula im Strafraum mit einer Links-Rechts-Kombination zwischen zwei bedauernswerten Dortmundern hindurch und hat dann auch noch die Ruhe, sein 40-Meter-Solo mit einem trockenen Rechtsschuss zu veredeln.

Epilog: Der gefeierte Wunderknabe schießt nicht nur schöne Tore, sondern auch viele. Am Ende war der groß aufspielende Mboula mit acht Treffern bester Torschütze des Wettbewerbs. Sechs Monate später heuerte der 18-Jährige beim AS Monaco an, der sich seitdem an den Taten des Ausnahmetalents erfreut.

"Es ist wichtig, jetzt nicht zu viel Wind um dieses Tor zu machen", warnte seinerzeit Barça-Trainer Luis Enrique. "Sonst erreicht man nur das Gegenteil dessen, was man erreichen will, wenn ein solcher Spieler sein Potenzial ausschöpfen soll." Bei Mboula selbst rannte er damit freilich offene Scheunentore ein. Denn der macht ohnehin nicht gern viele Worte, sondern lieber Tore – schöne Tore obendrein. Wenn Sie auch dieser Meinung sind, können Sie per Mausklick für ihn abstimmen.

Mboulas Kunststück ist eines von zehn Toren in der Auswahl für den FIFA-Puskás-Preis 2017, eine von den Nutzern von FIFA.com vergebene Auszeichnung, die am 23. Oktober im Rahmen der The Best FIFA Football Awards™ in London vergeben wird. Stimmen Sie ab!