Mit dem FIFA Fairplay-Preis wird vorbildliches Verhalten gewürdigt, das dem Geist von Fairplay und Mitgefühl auf und abseits des Spielfeldes entspricht.

In November 2016 ereignete sich im südamerikanischen Fussball eine Tragödie, die die gesamte Fussballwelt erschütterte. Bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien kamen die meisten Insassen der Maschine ums Leben – darunter nahezu die gesamte Delegation des brasilianischen Teams Associação Chapecoense de Futebol sowie zahlreiche Medienvertreter. Die Mannschaft befand sich auf der Reise zum Final-Hinspiel der Copa Sudamericana nach Medellín.

Der Finalgegner, der kolumbianische Klub Atlético Nacional, forderte im Anschluss den südamerikanischen Kontinentalverband CONMEBOL auf, den Titel posthum an Chapecoense zu vergeben. Die CONMEBOL kam der Bitte unverzüglich nach.

Zum Zeitpunkt des geplanten Anstoßes betrauerten die Fans des Gästeklubs gemeinsam mit tausenden Fans von Alético Nacional die Opfer des Unglücks im Stadion.

Eine Expertengruppe bestehend aus Gabriel Batistuta, Marta, Howard Webb, Vladimir Petkovic und Adolf Ogi wählte den Gewinner des Fairplay-Preises unter zahlreichen Gesten des Fairplay im vergangenen Jahr aus. Der FIFA-Fairplay-Preis 2016 geht für diese bewegende Geste an Atlético Nacional Medellín. Die Auszeichnung wurde am 9. Januar 2017 in Zürich von Dr. Carlos de La Cuesta, Präsident von Atlético Nacional, entgegen genommen.