• 26 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus Russland und Europa kamen in Moskau zu einem von der FIFA und adidas organisierten Workshop zusammen
  • Organisationen, die an der FIFA-Initiative Football for Hope teilnehmen, tauschten Erfahrungen und Erfolgsmethoden aus
  • Effektive Trainingseinheiten können das Leben von Kindern mit Behinderungen positiv verändern

Es ist allgemein bekannt, dass Fussballspielen Spaß macht und gesundheitliche Vorzüge hat, aber das ist noch nicht alles. Kinder, die diese bei vielen Millionen Menschen beliebte Sportart betreiben, können dabei auch wichtige Lebenskompetenzen erlernen. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, dass Kinder mit Behinderungen auch von diesen Positiveffekten des Fussballs profitieren können und unter anderem Kommunikation, Teamarbeit, die Anpassung an neue Situationen und das Treffen eigenständiger Entscheidungen lernen.

Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf der ganzen Welt nutzen das Fussballtraining, um das Leben der Kinder zum Besseren zu verändern. Allerdings ist bei Kindern mit Behinderungen ein besonderer Ansatz erforderlich, und die Trainer stehen vor der Frage, ob sie dieselben Methoden anwenden können, die für Spieler in Fussballakademien entwickelt wurden.

Die Programmleiter von NGOs, die in diesem Bereich arbeiten, sind nun in Moskau zum Workshop Football for Hope adidas Exchange Programme zusammengekommen, um die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen besser verstehen zu lernen und die Trainingseinheiten zu optimieren. Dieses Programm ist den Bemühungen der FIFA und ihres Partners adidas geschuldet, die sich seit 2009 weltweit für die Schulung von NGOs engagieren. Es ermöglicht Organisationen, die mit Kindern mit Behinderungen arbeiten, den für ein effektives Arbeiten erforderlichen Erfahrungsaustausch.

"Der Fussball ist ein sehr starkes Instrument, mit dem junge Menschen ihr Leben auf vielfältige Weise verbessern können", erklärt Irina Schlossarek-Dhowtalut vom FIFA-Programm Football for Hope. "Daher freuen wir uns, dass wir diesen Workshop in Moskau gemeinsam mit unserem FIFA-Partner adidas und der gastgebenden Organisation Downside Up auf die Beine stellen konnten. Hier hatten 26 für Football for Hope in Frage kommende Organisationen aus Russland und Europa die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen, wie fussballbasierte Programme für Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen am besten durchzuführen sind."

Effektives Training für Kinder mit Behinderungen
Im Rahmen des dreitägigen Workshops stellten sich die Organisationen gegenseitig die unterschiedlichen Ansätze und Erfolgsmethoden beim Fussballtraining für Kinder mit Behinderungen vor. Außerdem hatten sie Gelegenheit, das Gelernte in der Praxis anzuwenden. Es fanden nämlich Trainingseinheiten mit den Workshop-Teilnehmern und Kindern mit Down-Syndrom statt, für die es besonders wichtig ist, dass die Übungen ausführlich und anhand von visuellen Beispielen erklärt werden.

Die Wohltätigkeitsorganisation Downside Up wird von der FIFA unterstützt und hat in letzter Zeit ihre Bemühungen intensiviert, in Russland Kinder mit Down-Syndrom in den Fussball einzubinden.

"Zunächst waren viele Eltern skeptisch, denn der Irrglaube, dass Kinder mit Down-Syndrom keine Mannschaftssportarten betreiben können, ist weit verbreitet", erklärt Irina Menshenina, Entwicklungsdirektorin der Wohltätigkeitsorganisation Downside Up. "Jetzt zweifelt allerdings niemand mehr daran, dass es möglich ist, und viele rufen uns sogar an, um sich nach dem Fussball zu erkundigen. Für uns ist dieser Workshop ganz besonders wichtig, denn wir haben hier die Chance, von den Erfahrungen zu lernen, die unsere ausländischen Kollegen beim Training der Kinder gemacht haben."

Die Eltern bestätigen, dass der Fussball den Kindern beim Erlernen neuer Kompetenzen hilft.

"Der Fussball hat alle Aspekte unseres Lebens beeinflusst", meint Mila Kirillova, die Mutter der 10-jährigen Nika, die seit anderthalb Jahren Fussball spielt. Fussball ist ein Mannschaftssport, für den physische Kompetenzen allein nicht ausreichen. Die Kinder lernen zuzuhören, die Anweisungen des Trainers zu befolgen und aufeinander einzugehen. Für Nika hat dies eine ganze Reihe positiver Veränderungen gebracht, sowohl im kommunikativen Bereich – sie spricht jetzt mehr mit anderen Kindern – als auch in Bezug auf die Eigenständigkeit, weil sie auf dem Platz ständig Entscheidungen treffen muss."

Hunderte von lokal operierenden gemeinnützigen Organisationen auf der ganzen Welt engagieren sich in sozialen Projekten, die den Fussball zum Gegenstand haben. Die FIFA unterstützt solche gemeinnützigen Projekte in allen Regionen der Welt auch 2017 über die Initiative Football for Hope. Dank der Initiative adidas Exchange Programme können lokal operierende gemeinnützige Organisationen Ideen austauschen und positive Veränderungen im Leben von Kindern mit Behinderungen bewirken.