Der FIFA-Präsident weilte am 20. Oktober anlässlich des in diesem Jahr neu eingeführten Puskás-Preises der FIFA in Budapest. Mit dem Preis soll das schönste Tor des Jahres ausgezeichnet werden. In Anwesenheit der Witwe von Ferenc Puskás nahm Joseph S. Blatter an einer Pressekonferenz zu diesem Thema teil.
Die FIFA-Delegation begann ihren Aufenthalt mit dem Besuch der Ferenc-Puskás-Akademie, in der junge Fussballtalente ausgebildet werden. Präsident Blatter zeigte sich sehr beeindruckt von der vorbildlichen Akademie: "Ich muss wirklich meinen Hut ziehen. Was ich gesehen habe, hat mich zutiefst beeindruckt, und sie können wirklich stolz sein." In selben Sinne äußerte sich Erzsébet Puskás, die Witwe des ehemaligen ungarischen Mittelfeldspielers: "Ich kann der Akademie nur ein großes Lob aussprechen. Hier widmet man sich vorbildlich Tag für Tag der Ausbildung der Nachwuchsspieler und führt das Erbe meines Mannes ganz in seinem Sinne fort."
In Anschluss stand dann die eigentliche Zeremonie im Mittelpunkt, bei der die Einführung des Puskás-Preises der FIFA bekannt gegeben wurde. "Es werden sehr viele Emotionen wach, wenn ich an ihn denke. Er gehörte zu den besten Spielern der Welt und hat Geschichte geschrieben. Ich glaube nicht, dass es auf dem Spielfeld oder abseits davon eine vergleichbare Persönlichkeit gegeben hat oder gibt. Mit diesem neuen Preis würdigen wir nicht nur das Andenken von Ferenc Puskás, sondern auch seine Spielphilosophie", betonte der FIFA-Präsident bei der anschließenden Pressekonferenz.
Ermittelt wird der Gewinner des Puskás-Preises der FIFA in den letzten beiden Novemberwochen im Rahmen einer Internetabstimmung. Auf FIFA.com können die Fans die zehn von der FIFA-Fussballkommission ausgewählten Tore ansehen und dann ihre Wahl treffen.
Neben der Witwe des Spielers und FIFA-Präsident Blatter nahmen auch Viktor Orban, Gründer der Akademie und ehemaliger ungarischer Premierminister, sowie Pál Schmitt, Vize-Präsident des europäischen Parlaments, an der Pressekonferenz teil. Ebenfalls anwesend waren der Präsident des ungarischen Fussballverbands sowie ehemalige Spieler der "goldenen ungarischen Generation" der 50er Jahre, die zusammen mit Puskás als "Magische Magyaren" für Furore gesorgt hatten. Dem FIFA-Präsidenten wurden ein Wimpel sowie ein Schlüsselanhänger der Akademie überreicht. Dabei handelte es sich keineswegs um einen beliebigen Schlüsselanhänger, sondern vielmehr um denselben, den Puskás anlässlich seines letzten Spiels für Real Madrid seinen Mitspielern geschenkt hatte.
Bevor der FIFA-Präsident sich auf den Weg zum UEFA Champions League-Spiel zwischen VSC Debreceni und dem AC Florenz machte, sprach er die hervorragenden Leistungen der ungarischen U-20-Nationalmannschaft an. "Ich habe mir ihre letzten Spiele bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft in Ägypten angeschaut. Sie haben sich den dritten Platz gesichert und waren damit die beste europäische Mannschaft. Daher kann man der Zukunft durchaus optimistisch entgegensehen, und ich bin sicher, dass es in Ungarn eine neue 'goldene Generation' geben wird."
Das letzte Wort hatte dann Frau Puskás: "Ich wünsche mir, dass die jungen Spieler, die den Puskás-Preis der FIFA gewinnen, diese Ehre zu schätzen wissen und dass die Fans aus aller Welt stolz auf sie sein werden." Der Name des Gewinners wird am 21. Dezember 2009 bei der FIFA World Player Gala bekannt gegeben.
