FIFA-Präsident Joseph S. Blatter weilte am 15. Oktober 2009 zu einem Kurzbesuch in Moskau, wo er mit dem russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin und Vitaly Mutko, dem Minister für Sport, Jugend und Tourismus, zusammentraf, der gleichzeitig das Amt des Präsidenten des Russischen Fussballverbandes inne hat. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Bewerbung Russlands um die Austragung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2018 bzw. 2022 sowie die soziale Rolle der weltweit beliebtesten Sportart in der Gesellschaft.
Zunächst wurde Joseph S. Blatter im Weißen Haus von Moskau von Vladimir Putin empfangen. "Ich war sehr geehrt, als mich Herr Putin zu diesem Gespräch einlud. Schließlich kenne ich ihn schon seit vielen Jahren. Er ist genau wie ich ein begeisterter Anhänger des Sports im Allgemeinen und des Fussballs im Besonderen. Wir sprechen also die gleiche Sprache", so der FIFA-Präsident.
In den Gesprächen ging es um die die russische Kandidatur für die Austragung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2018 bzw. 2022, für die sich auch England, Australien, die USA, Indonesien, Japan, Spanien, Portugal, Belgien und die Niederlande, die Republik Korea (für 2022) und Katar (ebenfalls für 2022) beworben haben. Selbstverständlich steht Ministerpräsident Putin voll hinter der Bewerbung seines Landes: "Die Durchführung eines solch großen Sportereignisses hätte eine bedeutende Ausstrahlung auf die Entwicklung des Fussballs in ganz Osteuropa zur Folge, insbesondere im Bereich der ehemaligen Sowjetunion."
Darüber hinaus stand in den Gesprächen mit den russischen Gastgebern auch die Entwicklung der sozialen Verantwortung des Fussballs auf der Tagesordnung. "Wir haben für den Fussball ein Entwicklungsprogramm aufgelegt, das bis zum Jahr 2015 läuft. Dafür wurden finanzielle Mittel aus dem Staatshaushalt der Russischen Föderation bereitgestellt, und auch die Regionen haben dazu einen Beitrag geleistet. Bis zum Jahresende ist geplant, rund 600 neue Spielstätten fertig zu stellen, darunter auch Sporthallen für den Hallenfussball", so der russische Ministerpräsident.
Des Weiteren unterstrich Vladimir Putin die soziale und kulturelle Kraft, die der Fussball überall in der Welt ausübt, insbesondere in einem Land, das über eine Vielzahl kultureller Wurzeln verfügt. Joseph S. Blatter pflichtete ihm bei und erwiderte: "Es ist unstrittig, dass der Fussball eine Schule fürs Leben darstellt. Ein Jugendlicher, der Fussball spielt, wird es zwar nicht in jedem Fall zu Meisterehren bringen, als Mensch lernt er dabei aber solch wichtige Werte wie Solidarität, gegenseitige Achtung und Fairplay kennen und schätzen."
