Unverwüstliche Helden und Afrikas neue Könige
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Nigerias Triumph beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal spielt im Statistik-Rückblick von FIFA.com ebenso eine Rolle wie die aktuellen Erfolge von Espanyol Barcelona und Bayern München sowie neue Rekorde der unverwüstlichen Akteure Ryan Giggs und Javier Zanetti.

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Einsätze in der italienischen Serie A hat Javier Zanetti mittlerweile angehäuft. Damit zog der Spieler von Inter Mailand nun in der ewigen Liste der Liga an Gianluca Pagliuca vorbei und liegt jetzt auf Platz zwei. Der einzige Spieler, der noch vor Zanetti liegt, ist der legendäre Paolo Maldini, dessen Rekord von 647 Einsätzen wohl nicht so schnell überboten werden dürfte. Beim 3:1-Sieg gegen Chievo Verona gelang zudem Diego Milito sein erstes Tor des Jahres 2013. Damit hat der argentinische Stürmer nun in 111 Ligaeinsätzen 60 Treffer für die Nerazzurri erzielt. Seit der Jahrtausendwende gelangen einzig Christian Vieri noch mehr Tore für Inter, nämlich 96.

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Premier League-Tore hat Ryan Giggs mittlerweile auf dem Konto und liegt damit in der ewigen Torjägerliste der Liga einen Treffer vor Paul Scholes und insgesamt auf Platz zwei hinter Wayne Rooney mit 139 Toren. Zudem kann der Waliser nach seinem 108. Treffer, mit dem er Manchester United beim 2:0 gegen Everton auf die Siegerstraße brachte, weiterhin für sich in Anspruch nehmen, in jeder der 21. Spielzeiten der englischen Premier League getroffen zu haben. Insgesamt war es bereits der 651. Liga-Einsatz des unverwüstlichen Akteurs von Manchester United. Kurioserweise lautete das Resultat bei seinem Debüt am 2. März 1991 ebenfalls 2:0 gegen die Toffees. Bei seinem bislang letzten Treffer am Sonntag war Giggs genau 39 Jahre und 73 Tage alt. Doch damit ist er nicht der älteste Torschütze in der Geschichte der Premier League. Diese Ehre gebührt seinem ehemaligen Teamkameraden Teddy Sheringham, der bei seinem letzten Tor für West Ham United im Jahr 2006 sogar 40 Jahre und 268 Tage alt war.

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Tore erzielt und nur sieben kassiert – so lautet die Bilanz des FC Bayern München nach den bisher absolvierten 21 Saisonspielen in der Bundesliga. Damit hat sich das Team von Trainer Jupp Heynckes eine Tordifferenz von +48 herausgeschossen und die bisherige Bestmarke von +39 nach dem 21. Spieltag der Saison 1998/99 klar übertroffen, die ebenfalls von Bayern München gehalten wurde. Mit dem 4:0 am Samstag gegen Schalke 04 feierten die Bayern ihren höchsten Sieg gegen diesen Gegner seit mehr als 17 Jahren. Zudem haben sie nun 54 Punkte auf dem Konto und damit einen weiteren eigenen Bundesligarekord eingestellt. Borussia Dortmund stellte unterdessen einen unerwünschten Negativrekord ein: die 1:4-Schlappe am Samstag gegen den Hamburger SV war die höchste Heimniederlage gegen diesen Gegner.

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Tore bei Athletic Bilbao und kein Gegentor bescherten Espanyol Barcelona am Sonntag den höchsten Auswärtssieg des Klubs in der spanischen Liga seit fast sieben Jahrzehnten. In der Vereinsgeschichte findet sich mit dem 6:0-Sieg bei Sabadell im Jahr 1945 nur ein einziger noch höherer Auswärtssieg der Periquitos. Auch für den großen Stadtrivalen war es ein erfolgreicher Spieltag: Der FC Barcelona fuhr einen 6:1-Sieg gegen Getafe ein. Die Schützlinge von Tito Vilanova haben nun in elf ihrer bisherigen 23 Saisonspiele vier oder mehr Tore erzielt. Es war allerdings das erste Mal seit November 1996, dass sich in einem Erstligaspiel Barças sechs verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintrugen. Einer davon war Lionel Messi, der sich 2013 weiterhin in Topform präsentiert und im 13. Spiel in Folge traf, und zwar in der 13. Minute gegen einen Torhüter mit der Rückennummer 13.

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Männer haben den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal nun als Spieler und als Trainer gewonnen, nachdem Stephen Keshi am Sonntag mit Nigeria den Titelgewinn bejubeln konnte. 1994 hatte der heute 51-Jährige im letzten erfolgreichen Team der Super Eagles gestanden. Das einzige weitere Mitglied in diesem exklusiven Klub ist der Ägypter Mahmoud El Gohary, der 1959 als Spieler und 1998 als Trainer triumphierte. Für Nigeria war es der dritte Afrikameistertitel insgesamt und der erste große internationale Erfolg seit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Atlanta 1996. Für den Sieg im Finale gegen Burkina Faso sorgte Sunday Mba mit einem wunderschönen Treffer. Damit war auch dieses Endspiel der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft wieder arm an Toren: In den letzten fünf Endspielen des Turniers gab es insgesamt nur drei Treffer.