Zwei Viererpacks und eine Traumkombination
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Außenseitererfolge in England und bei der Afrika-Meisterschaft sind ebenso Themen im dieswöchigen Statistik-Rückblick von FIFA.com wie die beeindruckende Serie eines Torhüters in Frankreich, ein atemberaubendes Tor in den Vereinigten Arabischen Emiraten und außergewöhnliche Treffer zweier Argentinier.

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Minuten ohne Gegentor hat Salvatore Sirigu, Torhüter von Paris Saint-Germain, in der Liga mittlerweile überstanden, nachdem er am Sonntag zum siebten Mal in Folge seinen Kasten sauber hielt. Der 26-jährige italienische Schlussmann ließ zuletzt in der 85. Minute der Partie gegen OGC Nizza am 1. Dezember einen Ball ins Netz. Dieser Treffer von Valentin Eysseric bescherte den Südfranzosen einen 2:1-Sieg gegen das Team von Carlo Ancelotti. Seitdem hat der Hauptstadtklub gegen Evian Thonon Gaillard, Valenciennes, Lyon, Brest, Ajaccio, Bordeaux und Lille kein einziges Tor kassiert und die Tabellenspitze der Ligue 1 erobert.

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Jahre nachdem zum letzten Mal ein Fünftligist einen Erstligisten aus dem FA Cup warf, ist dies am Samstag Luton Town gegen Norwich City erneut gelungen. Den entscheidenden Treffer erzielte der eingewechselte Scott Rendell in der 80. Minute. War der 2:1-Heimsieg von Sutton United gegen Coventry City im Jahr 1989 schon eine Riesenüberraschung, so gilt dies für Lutons Triumph angesichts der heute noch viel größeren Klassenunterschiede zwischen den englischen Ligen nur umso mehr, zumal die Hatters auch noch auswärts spielten. Es war insgesamt kein besonders gutes FA-Cup-Wochenende für die Vertreter der Premier League, denn zum ersten Mal seit 1994 und zum erst siebten Mal seit 1927 wurden nicht weniger als fünf Erstligisten von unterklassigen Vereinen besiegt. So verlor der FC Liverpool trotz Luis Suarez' achtem Tor in acht Spielen mit 2:3 gegen Oldham Athletic aus der League One (der dritten Liga) und schied zum sechsten Mal seit 1999/2000 gegen einen unterklassigen Klub aus dem Wettbewerb aus. Auch Aston Villa, Queens Park Rangers und Tottenham Hotspur mussten sich gegen Teams aus niedrigeren Ligen geschlagen geben.

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Jahre nachdem Algerien als Titelverteidiger beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal bereits nach der ersten Runde ausschied, ist dies nun auch Sambias Schicksal. Die Schützlinge von Herve Renard kamen in allen drei Gruppenspielen nicht über ein Unentschieden hinaus. Zwar ist Sambia damit seit nunmehr elf Spielen bei den letzten drei Auflagen des Wettbewerbs ungeschlagen, doch zu einem der ersten beiden Plätze in Gruppe C und damit zum Einzug in die K.o.-Runden reichte es nicht. Nigeria landete vor Sambia auf dem zweiten Tabellenplatz, nachdem Victor Moses mit einem Doppelschlag in der Schlussphase für den 2:0-Sieg gegen Äthiopien gesorgt hatte. Überraschungssieger in Gruppe C wurde indes Burkina Faso. Im Auftaktspiel gegen Nigeria hatte Burkina Faso in letzter Minute durch Alain Traore noch den Ausgleich zum 1:1-Unentschieden geschafft. Im zweiten Spiel gegen Äthiopien trug Traore dann zwei Treffer zum 4:0-Sieg bei. Für Burkina Faso war es der erste Sieg bei diesem Wettbewerb seit 19 Spielen. 1998 hatte sich das Team mit 1:0 gegen Guinea durchgesetzt. Im letzten Gruppenspiel gegen Sambia reichte den Schützlingen von Paul Put dann ein torloses Unentschieden zum Weiterkommen. Erst ein Mal zuvor hatte Burkina Faso die Gruppenphase bei der Afrikameisterschaft überstanden.

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Spieler von Al Ain, also die gesamte Mannschaft einschließlich des Torhüters, hatten Anteil an dem Spielaufbau über 19 Stationen, mit dessen erfolgreichen Abschluss das Team am Samstag den 4:0-Endstand gegen Ajman herstellte. Den Treffer erzielte der Sekunden zuvor eingewechselte Yousuf Ahmad mit seinem ersten Ballkontakt! Der Sieg war vor allem dem erst 21 Jahre alten Spielmacher und VAE-Nationalspieler Omar Abdulrahman zu verdanken, der an allen vier Toren beteiligt war. Für Al Ain war es bereits der neunte Sieg in Folge. Damit hat das Team zwölf Spieltage vor Saisonende einen Vorsprung von neun Punkten. Al Ain hat in den 14 bisherigen Saisonspielen nicht weniger als 53 Tore erzielt, was eine Quote von 3,8 Treffern pro Spiel entspricht. In den 22 Spielen der Saison 2011/12 hatte Al Ain mit einem Treffer weniger den Titel gewonnen.

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Tore erzielten Mauro Icardi von Sampdoria Genua und Lionel Messi vom FC Barcelona am Wochenende. Dies war in den fünf großen Ligen Europas in der Saison 2012/13 bisher erst einem einzigen Spieler gelungen, nämlich Falcao, der beim 6:0-Kantersieg von Atletico Madrid gegen Deportivo La Coruña im Dezember sogar fünf Mal getroffen hatte. Alle drei Vierfachtorschützen sind also aus Südamerika. Der 19-jährige Stürmer, der 2011 von Barça zu Sampdoria Genua gewechselt war, trug mit seiner Ausbeute zum 6:0-Sieg gegen Pescara bei. Es war das erste Mal, dass Sampdoria im heimischen Stadio Marassi mehr als fünf Treffer erzielte, seitdem Vincenzo Montello mit einem Hattrick und ein gewisser Jürgen Klinsmann mit einem weiteren Treffer im Dezember 1997 zum 6:3-Sieg gegen den SSC Neapel beitrugen.