Serien und Rekorde: Der Rückblick in Zahlen
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Zum Ende des Jahres 2012 präsentiert FIFA.com einige interessante Zahlen und Fakten der vergangenen zwölf Monate aus der Welt des Fussballs. Auch Ryan Giggs, Iker Casillas und Lionel Messi stehen dabei im Fokus.

900

 Einsätze für Manchester United - diesen Rekord stellte Ryan Giggs im Februar auf, exakt 7.666 Tage nach seinem Debüt für den Klub im März 1991. Der unverwüstliche Waliser feierte sein Rekordspiel mit dem Siegtor in letzter Minute zum 2:1-Auswärtserfolg bei Norwich City. Ein spielentscheidender Treffer in der Nachspielzeit war Giggs in den Reihen der Red Devils noch nie zuvor gelungen.

310

Premier-League-Spiele ohne Unterbrechung absolvierte Brad Friedel, bis seine Serie im Oktober zu Ende ging. Der 41-Jährige war fast acht Jahre lang für drei unterschiedliche Klubs ununterbrochen im Einsatz gewesen. Die Rekordserie hatte noch in der Saison 2003/04 begonnen.

91

Tore weist die überwältigende Bilanz von Lionel Messi für das zu Ende gehende Kalenderjahr aus. Der argentinische Superstar vom FC Barcelona hatte bereits vor wenigen Tagen die bisherige Bestmarke von Gerd Müller (85 Tore im Kalenderjahr 1971) übertroffen. Schon im März wurde Messi - noch im Alter von 24 Jahren - zum erfolgreichsten Torjäger in der Geschichte Barças, als er den vorherigen Rekord von Cesar Rodriguez (232 Treffer) übertraf.

82

Länderspiele ohne Gegentor hat Iker Casillas zum Jahresende auf dem Konto, nachdem er bereits im Mai Edwin van der Sars Rekord (72) gebrochen hatte. Ebenfalls im Mai feierte Casillas seinen 95. Länderspielsieg mit Spanien und überbot damit den Rekord des Franzosen Lilian Thuram.

39

Jahre lang hatte es in der Geschichte des OFC Nationen-Pokals nur zwei Sieger gegeben, nämlich Australien und Neuseeland. Nachdem die acht bisherigen Titel je zur Hälfte auf diese beiden Rivalen entfielen, konnte sich im Juni erstmals Tahiti den höchsten Titel im ozeanischen Fussball sichern. Das Team von Trainer Eddy Etaeta erzielte im Turnierverlauf nicht weniger als 20 Tore (14 mehr als der entthronte Kontinentalmeister Neuseeland), von denen drei Viertel auf das Konto der Familie Tehau gingen, für die die Brüder Jonathan, Lorenzo und Alvin sowie ihr Cousin Teaonui trafen.

31

Gegentore kassierte CS Buftea im September in einem rumänischen Pokalspiel und erlitt damit die höchste Niederlage in der Geschichte des rumänischen Fussballs. Dabei war der Gegner des Zweitligaaufsteigers mit ACS Berceni sogar ein Team aus der dritten Liga.

29

Sekunden waren erst gespielt, als der Mexikaner Oribe Peralta im Finale des Olympischen Fussballturniers der Männer das schnellste Tor aller Zeiten in einem Endspiel eines FIFA-Turniers erzielte. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang dem Stürmer von Santos Laguna ein zweiter Treffer auf dem Weg zum 2:1-Sieg gegen Brasilien. Damit wurde er zum achten Spieler insgesamt, der in einem Spiel um die Goldmedaille zwei Mal traf.

23

Siege und 15 Unentschieden - mit dieser herausragenden Bilanz überstand Juventus Turin als erstes Team seit Erweiterung der italienischen Serie A auf 20 Teams eine ganze Saison ohne Niederlage. Juve stellte zudem einen neuen Rekord für die wenigsten Gegentore auf: mit nur 20 kassierten Toren lag man vier Tore unter der bisherigen Bestmarke, die gemeinsam von Modena (1946/47), Juventus selbst (2005/06) und dem AC Mailand (2010/11) gehalten wurde.

16

Jahre und 98 Tage war Fabrice Olinga alt, als er im August in der spanischen Liga sein erstes Tor erzielte und damit zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der spanischen Eliteklasse wurde. Der junge Star aus Kamerun, der die Samuel Eto'o-Stiftung durchlaufen hat, unterbot den Altersrekord von Iker Muniain aus dem Jahr 2009, der bei seinem ersten Tor in der spanischen Liga 16 Jahre und 289 Tage alt war.

16

Tore erzielte das Frauen-Team der USA auf dem Weg zum Gewinn der Olympischen Goldmedaille und stellte damit einen neuen Rekord für dieses Turnier auf. Auch die Kanadierin Christine Sinclair sorgte für einen neuen Rekord: Sie erzielte bei den Spielen von London 2012 insgesamt sechs Tore und damit die höchste Trefferanzahl einer Spielerin in der Geschichte des Turniers. Die U.S.-Spielführerin Christie Rampone gewann ihre dritte Goldmedaille und ist als einziger Fussballstar nun mit vier Olympischen Medaillen dekoriert.

14

Spiele, null Niederlagen und ein mehr als verdienter Pokal: Die Corinthians überzeugten in der Copa Libertadores auf ganzer Linie. Das Team aus São Paulo ist seit 34 Jahren das erste, das das gesamte Turnier ohne Niederlage überstand. Die letzte Mannschaft, der dies gelungen war, war ausgerechnet Finalgegner Boca Juniors.

8

Tore bei ebenso vielen Einsätzen im Wembley-Stadion - nicht nur mit dieser beeindruckenden Bilanz verabschiedete sich Didier Drogba vom FC Chelsea. Anfang Mai traf er als erster Spieler überhaupt in seinem vierten FA Cup-Finale. Durch seinen Treffer beim 2:1-Sieg gegen den FC Liverpool baute der Ivorer seine persönliche Erfolgsserie weiter aus, denn er erzielte in jedem seiner sechs Einsätze für die Blues in Endspielen englischer Wettbewerbe mindestens einen Treffer. Rekordhalter Ashley Cole verbesserte unterdessen seinen eigenen Rekord im FA Cup auf nunmehr sieben Titel.

5

Mal in Folge hatten europäische Teams die FIFA Klub-Weltmeisterschaft gewonnen, bevor die Serie im Dezember zu Ende ging. Corinthians beendeten mit dem 1:0-Sieg gegen den FC Chelsea die Vorherrschaft des Alten Kontinents und holten den Titel zurück, den sie bei der ersten Auflage des Turniers vor zwölf Jahren ebenfalls erobert hatten. Damit ist die Trophäe der FIFA Klub-Weltmeisterschaft zum vierten Mal in der Hand eines Klubs aus Brasilien, dem erfolgreichsten Land in der Turniergeschichte.

4

Tore Rückstand konnte die schwedische Nationalmannschaft im Oktober in Berlin in einem WM-Qualifikationsspiel für Brasilien 2014 aufholen und sorgte damit dafür, dass Deutschland erstmals in seiner 108-jährigen Länderspielgeschichte ein Spiel nicht gewann, bei dem die Mannschaft zwischenzeitlich mit vier Toren in Führung gelegen hatte.

4

Tore ohne Gegentreffer erzielte Spanien im Finale der UEFA EURO 2012 gegen Italien und feierte damit den höchsten Sieg aller Zeiten in einem Endspiel einer FIFA WM oder UEFA EURO. La Roja wurde damit zum ersten europäischen Team, das drei große internationale Turniere in Folge gewann, und zum ersten erfolgreichen Titelverteidiger in der EM-Geschichte. Mittelfeldregisseur Xavi war erneut der Dreh- und Angelpunkt im Team von Trainer Vicente del Bosque. Mit drei direkten Torvorlagen gegen Italien stellte er einen neuen Rekord für ein EM-Finale auf.