Blitztore und weitere Messi-Rekorde
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Eines der schnellsten Tore der spanischen Fussballgeschichte und ein Hattrick in Rekordzeit stehen im Statistik-Rückblick von FIFA.com dieses Mal im Mittelpunkt. Bemerkenswerte Erfolge feierten in der vergangenen Woche der FC Cliftonville und Sampdoria Genua. Und auch Lionel Messi ist wieder mit neuen Bestmarken dabei.

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Jahre nachdem der nordirische Klub FC Cliftonville letztmals acht Tore in einem Auswärtsspiel erzielte, gelang dies am Samstag erneut. Die Schützlinge von Tommy Breslin gastierten bei Ballymena United, das zuvor sieben Spiele in Folge unbesiegt geblieben war. In der Hinrunde hatte Ballymena bei Cliftonville noch mit 2:1 gewonnen. Nun jedoch gelang Cliftonville mit dem 8:0-Sieg (je ein Doppelpack von Liam Boyce und Stephen Garrett) ein Kantersieg, mit dem das Team seine Tabellenführung auf sieben Punkte ausbauen konnte. Es war der zweithöchste Sieg und der höchste Auswärtssieg, den der Klub in seiner 132 Jahre langen Geschichte feiern konnte. Cliftonvilles höchster Sieg aller Zeiten bleibt das 10:1 gegen Saint Malachy im Jahr 1886.

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Tore in der UEFA Champions League hat Lionel Messi nun erzielt, nachdem er beim 3:0-Sieg des FC Barcelona bei Spartak Moskau zwei Mal traf. Damit liegt er in der ewigen Torjägerliste des Wettbewerbs nun gemeinsam mit Ruud van Nistelrooy auf Platz zwei. Der Niederländer hatte indes im Alter von 25 Jahren und 149 Tagen (so alt war Messi am Dienstag) erst zwölf Champions-League-Tore auf dem Konto. Mit insgesamt 71 Toren ist Raul der erfolgreichste Torjäger in der Geschichte der UEFA Champions League. Durch seine Treffer in Moskau hat sich Messi nun allerdings ebenso wie der Spanier in insgesamt 19 verschiedenen europäischen Städten in die Torschützenliste eingetragen. Zudem hat der Argentinier nun in 15 Champions-League-Spielen mehr als ein Tor erzielt und damit auch in dieser Hinsicht mit Raul gleichgezogen. Xavi bestritt unterdessen sein 124. Champions-League-Spiel und zog mit Clarence Seedorf auf Platz vier dieser Wertung gleich. Vor ihm liegen nur noch Raul (142 Einsätze), Ryan Giggs (131) und Iker Casillas (126).

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Sekunden brauchte Jose Antonio Reyes am Sonntag lediglich bis zum Torerfolg und erzielte damit das fünftschnellste Tor in der Geschichte der spanischen Liga. Kein einziger Mitspieler des Angreifers von Sevilla hatte den Ball bis zu dem Treffer berührt. Reyes nutzte einen Fehler von Betis-Torhüter Adrian und erzielte erstmals seit über neun Jahren wieder einen Treffer im Stadtderby. Die einzigen noch schnelleren Torschützen in der spanischen Liga sind Joseba Llorente (für Valladolid nach sieben Sekunden im Jahr 2008), Dario Silva (für Malaga nach acht Sekunden 2000), Carlos Diarte (für Valencia nach zehn Sekunden 1977) und Mariano Armentano (für Osasuna nach zehn Sekunden 2001). Der Treffer von Reyes war der schnellste, der je in einem Derby der zwei Lokalrivalen aus Sevilla fiel. Den bisherigen Rekord hatte Pepe Mel – heute Trainer von Real Betis – in der Saison 1990/91 mit 35 Sekunden aufgestellt. Reyes gelang noch ein weiterer Treffer und auch Federico Fazio steuerte einen Doppelpack zum 5:1-Sieg für den FC Sevilla bei, der damit vermied, erstmals in der Vereinsgeschichte fünf Stadtderbys in Folge sieglos zu bleiben. Dank des Treffers zum 5:1-Endstand durch den Ex-Schalker Ivan Rakitic in der Nachspielzeit konnten die Rojiblancos erstmals seit fast 70 Jahren wieder fünf Treffer in einem Derby gegen den Lokalrivalen bejubeln.

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Spiele in Folge hatte Sampdoria Genua verloren. Dann endlich gelang es mit dem 3:1-Sieg gegen den Lokalrivalen CFC Genua, diese schwarze Serie zu beenden. Gigi Del Neri hat damit alle fünf Spiele seit seiner Amtsübernahme als Trainer von CFC Genua verloren. Unter Del Neri hatte Sampdoria im April 2010 letztmals das Stadtderby von Genua gewonnen. Sampdoria konnte sich durch den Sieg aus der Abstiegszone befreien, während CFC Genua auf den letzten Tabellenplatz abrutschte.

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Tore erzielte Einwechselspieler Aleksandar Noskovic von Spartak Zlatibor Voda am Samstag in der serbischen Superliga in den letzten elf Minuten der Partie gegen Jagodina und machte drehte damit den 0:1-Rückstand zu einem 3:1-Sieg. Der 23-jährige Mittelfeldspieler war erst seit acht Minuten im Spiel, als er in der 83. Minute aus kurzer Entfernung den Ball volley in die Maschen setzte. In der Nachspielzeit brachte er die Gastgeber dann mit einem Kunstschuss in Führung, bevor er bei die Kugel nach einem Alleingang von der Mittellinie aus ein drittes Mal ins gegnerische Tor beförderte. Die beeindruckende Wendung passt perfekt zur bisherigen Saison von Sparatak. Nachdem das Team von Petar Kurcubic die ersten vier Saisonspiele allesamt verloren hatte, blieb die Mannschaft in den neun Partien seitdem ungeschlagen und holte aus den letzten sechs Spielen 16 von 18 möglichen Punkten. Derzeit rangiert das ehemalige Schlusslicht auf Platz fünf der Tabelle.