Beckham und die goldenen Bälle
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David Beckham brauchte nicht allzu lange, um der Welt zu beweisen, dass er als Schütze ein Meister aus der Distanz ist. Am Eröffnungsspieltag der Premier League 1996/97 sah der damals noch wenig bekannte Youngster von Manchester United, dass Torhüter Neil Sullivan vom FC Wimbledon viel zu weit vor seinem Kasten stand, und überwand ihn mit einem sensationellen Heber aus der eigenen Hälfte.

Tore aus der Distanz wurden zum Markenzeichen eines Mannes, der bald zu einem der berühmtesten Sportler des Planeten avancierte. Als das Team der Los Angeles Galaxy im November 2007 zu einem Freundschaftsspiel gegen den FC Sydney nach Australien reiste, beschlossen die Organisatoren folglich, Beckham im Hafen von Sydney vor einige besondere Herausforderungen zu stellen.

Zunächst trat der englische Mittelfeldspieler mühelos einen Fussball von einem Ponton zum nächsten, der in etwa 70 Meter Entfernung aufgebaut wurde. Anschließend sollte der ehemalige Akteur von Real Madrid einen Freistoß in den Winkel eines Tores zirkeln - und natürlich benötigte er dafür keinen zweiten Anlauf. Zum Abschluss vollführte Beckham vor den Augen der Rugby-Legenden Mark Gasnier und Matt Giteau eine Erhöhung, einen Rugby-Torschuss mit einem oval geformten Ball!

Am nächsten Tag ging Beckham schließlich wieder seinem Beruf in gewohnter Weise nach, und über 80.000 Zuschauer strömten ins Stadion, um ihre einheimischen Helden gegen die Galaxy zu erleben - die meisten aber wollten vor allem noch mehr "Golden Balls" sehen.

Beckham enttäuschte die Fans nicht und erzielte ein fantastisches Freistoßtor, welches das Publikum im Telstra Stadium spontan mit stehenden Ovationen feierte. Die Galaxy verließen Sydney zwar mit einer 3:5-Niederlage, doch ihr Spieler mit der Trikotnummer 23 hatte zahllose neue Fans gewonnen.