
FIFA.com stellt Ihnen die prominentesten Geburtstagskinder aus der Welt des Fussballs vor. Sehen Sie selbst, wer seinen Ehrentag in der kommenden Woche feiern wird.
Ahmed El Kass (47) schrieb für sein Land ein bedeutendes Kapitel Fussballgeschichte, als er sich mit der ägyptischen Nationalmannschaft für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Italien 1990™ qualifizierte und Ägypten damit zur zweiten Teilnahme an der Endrunde des weltgrößten Fussballturniers seit 1934 verhalf. Ab 1992 war der Torjäger zudem bei drei aufeinanderfolgenden Auflagen des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals mit von der Partie. Nachdem El Kass bei Al Olympi Alexandria sein Profidebüt gegeben hatte, schloss er die ägyptische Meisterschaft drei Mal in Folge als bester Torschütze ab. Mit dem anschließenden Wechsel zu Zamalek, wo er 1996 die CAF Champions League und den afrikanischen Super-Cup gewann, erfüllte er sich einen Kindheitstraum. Überdies gelang es ihm, seine Torjägerqualitäten auch beim Kairoer Traditionsklub, bei dem stets zahlreiche Topspieler unter Vertrag stehen, nachhaltig unter Beweis zu stellen. Davon zeugen seine insgesamt 100 Treffer, die er in der ägyptischen Liga erzielte.
Rafael (22) hat es geschafft, sich im Starensemble von Manchester United durchzusetzen. Nachdem er mit Brasilien an der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Korea 2007 teilgenommen hatte, wechselte er 2008 von seinem Heimatklub Fluminense Rio de Janeiro zu den Red Devils. Inzwischen gewann er mit Manchester United zwei Meistertitel, ein Mal den Ligapokal, zwei Mal den Community Shield sowie die FIFA-Klubweltmeisterschaft 2008. Mit Blick auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ kämpft Rafael derzeit um einen Stammplatz in der Seleção.
Ludovic Giuly (36) sicherte sich mit den Bleus beim FIFA Konföderationen-Pokal 2003 den Turniersieg. Bei der UEFA EURO 2004 stand er wegen einer Verletzung ebenso wenig im französischen Aufgebot wie bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™, für die er vom damaligen Nationaltrainer Raymond Domenech nicht berücksichtigt wurde. Seine größten Erfolge feierte Giuly deshalb vor allem als Klubspieler. Nachdem er als Profi erstmals bei Olympique Lyon auf sich aufmerksam gemacht hatte, konnte er bei AS Monaco nach und nach sein ganzes Talent zur Entfaltung bringen. Mit dem Klub aus dem Fürstentum holte er 2003 den französischen Ligapokal und erreichte ein Jahr später das Finale der UEFA Champions League. Danach wechselte er zum FC Barcelona, mit dem er neben zwei Meistertiteln und zwei Trophäen im spanischen Super-Cup endlich auch den Gewinn der UEFA Champions League bejubeln konnte. Danach wechselte er für eine Saison zu AS Rom, wo er seiner Titelsammlung einen weiteren Triumph im Pokal und im italienischen Super-Cup hinzufügte. Nach der Rückkehr in seine Heimat unterschrieb er für drei Jahre bei Paris Saint-Germain und gewann mit dem französischen Hauptstadtklub den Ligapokal. Zu Beginn der vergangenen Spielzeit wurde er erneut von AS Monaco verpflichtet.
Rubén Baraja (37) zählt zu den besten spanischen Mittelfeldakteuren jener Generation, die der aktuellen Spielergeneration vorausging. Mit der Roja vertrat Baraja die Farben seines Landes bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002™ und bei der UEFA EURO 2004. Bevor er für Atlético Madrid aktiv wurde und später beim FC Valencia seine größten Erfolge feierte, hatte er seine Profikarriere bei Real Valladolid, dem Klub seiner Heimatstadt, begonnen. 2001 erreichte er mit dem FC Valencia das Finale der UEFA Champions League und unterlag dort dem deutschen Rekordmeister Bayern München. Auf der nationalen Bühne gewann Baraja während seiner Zeit in Valencia zwei Meistertitel und ein Mal den spanischen Super-Cup. Im Rahmen der kontinentalen Wettbewerbe feierte er jeweils einen Triumph im UEFA-Pokal und im europäischen Super-Cup. Nach zehn Spielzeiten in Valencia gab Baraja das Ende seiner Karriere bekannt.
Antonio Cassano (30) erlebte im vergangenen Jahr auf extreme Weise den Wechsel zwischen dem erfolgreichen Dasein als Profi einerseits und dem plötzlich drohenden Ende aller Träume andererseits. Noch vor ein paar Monaten hätte er um ein Haar seine Karriere beenden müssen. Doch dann schaffte er es wie durch ein Wunder, sich relativ rasch von einer Herzoperation zu erholen und sich sogar einen Stammplatz in der italienischen Nationalmannschaft zu sichern. Mehr noch: Bei der UEFA EURO 2012 warf er mit der Squadra Azzurra sämtliche Prognosen über den Haufen und stieß mit seinem Team bis ins Finale vor. Sein persönlicher Anteil daran wurde von den meisten Beobachtern besonders gewürdigt. Nach seinem Transfer von seinem Heimatverein AS Bari zu AS Rom stieg Cassano schon bald in den Kreis der Topstürmer der Serie A auf und gewann mit den Römern auf Anhieb den italienischen Super-Cup. 2006 wechselte er dann zu Real Madrid, bevor er die spanische Hauptstadt nach einer Saison und einem Meistertitel im Gepäck wieder in Richtung Heimat verließ, um für Sampdoria Genua aufzulaufen. Seit der Rückrunde der Saison 2010/11 trägt Cassano das Trikot des AC Mailand, mit dem er im vergangen Jahr den Scudetto holte und einen weiteren Sieg im italienischen Super-Cup feiern konnte.
Jonathan Mensah (22) hat mit dem Titelgewinn bei der FIFA U‑20-Weltmeisterschaft Ägypten 2009 mit Ghana ein Stück Fussballgeschichte geschrieben. Zuvor hatte er in der gleichen Altersklasse bereits den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal gewonnen. Im Jahr darauf verhalf er den Black Stars bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ zum Einzug ins Viertelfinale, nachdem er im Finale des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals 2010 gegen Ägypten knapp mit 0:1 das Nachsehen gehabt hatte. Mensah feierte sein Profidebüt nach seinem Wechsel vom ghanaischen Klub Ashanti Gold zu den südafrikanischen Free State Stars. Seine nächste Station war der FC Granada in Spanien, bevor er zu Beginn der vergangenen Saison beim französischen Erstligisten FC Évian Thonon Gaillard unterschrieb.
Samir Handanovič (28) trug vor Südafrika 2010 zur zweiten Qualifikation Sloweniens (nach 2002) für eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ bei. In Südafrika beendeten der Torhüter und seine Mannschaft die Gruppenphase mit einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage. Handanovič startete seine Karriere beim heimischen Klub Domzale, bevor er zu Udinese Calcio wechselte. Von dort wurde er nacheinander an den FCB Treviso, Lazio Rom und Rimini Calcio ausgeliehen, um mehr Spielpraxis zu bekommen. Offenbar mit Erfolg, denn nach seiner Rückkehr zu den Bianconeri tat er sich mit beständig guten Leistungen hervor. Kein Wunder also, dass inzwischen Inter Mailand ein Auge auf den Slowenen geworfen hatte und ihn nach fünf Jahren in Udine in die lombardische Metropole holte, wo er ab der kommenden Saison spielen wird. Persönlich kann Handanovič bislang auf zwei Auszeichnungen als Sloweniens Fussballer des Jahres (2009 und 2011) verweisen.




