• Sechs Torjäger eifern in Italien den Stürmerlegenden der 90er nach
  • Marco Reus gelingt das fast Unmögliche
  • Diese Stars verdienen mehr als der gesamte Kader einiger Konkurrenten

500 Tore für den FC Barcelona hat Lionel Messi erzielt. Damit ist er der erst achte Spieler in der Geschichte, der diese magische Marke bei ein und demselben Klub erreicht hat. Vor ihm war dies nur Jimmy McGrory (Celtic Glasgow), Josef Bican (Slavia Prag), Fernando Peyroteo (Sporting Lissabon), Jimmy Jones (FC Glenavon), Uwe Seeler (Hamburger SV), Pelé (FC Santos) und Gerd Müller (Bayern München) gelungen. Messi hatte in Barcelonas letzten sechs Begegnungen mit Real Madrid nicht getroffen. Nun konnte er seine Torflaute mit dem sehenswerten Ausgleichstreffer beenden. Damit übertraf er zugleich Alfredo di Stefano und ist nun der alleinige Rekordtorschütze des Clásicos in der spanischen Liga. Nachdem Sergio Ramos für ein überhartes Einsteigen gegen Messi die 22. Rote Karte seiner Karriere gesehen hatte, schloss der 29-jährige Argentinier 13 Sekunden vor Schluss einen perfekt vorgetragenen Konter erfolgreich ab und sicherte Barça damit einen der dramatischsten Clásico-Siege aller Zeiten.

50 Tore in der Premier League hat Diego Costa bereits nach 85 Einsätzen erzielt. Nur sieben Spieler hatten diese Marke noch schneller erreicht, nämlich Andy Cole (65), Alan Shearer (66), Ruud van Nistelrooy (68), Fernando Torres (72), Sergio Agüero (81), Thierry Henry (83) und Kevin Phillips (83). Luis Suarez (86) und Ian Wright (87) komplettieren die Top Ten. Costa beendete seine mit fünf Partien längste Torflaute seit der Saison 2012/13, in der er noch für Atlético Madrid spielte, mit einem Doppelschlag beim 4:2-Sieg des FC Chelsea gegen den FC Southampton. Die Vorlage zu Costas erstem Treffer kam von Cesc Fabregas, der in der Wertung der besten Vorlagengeber der Premier League an Frank Lampard vorbei zog und nun dort mit 103 Vorlagen auf Platz zwei liegt. Einzig Ryan Giggs (162) hat noch mehr Tore vorbereitet.

42 Stunden und 49 Minuten lang hatte Bayern München in DFB-Pokalspielen nicht zurückgelegen, bis Marco Reus am Mittwoch den Führungstreffer für Borussia Dortmund erzielte. Seit der 2:5-Niederlage gegen Borussia Dortmund im Finale von 2012 waren die Bayern in 27 Spielen kein einziges Mal in Rückstand geraten. Sie holten seitdem drei Mal den Pokal und schieden lediglich im Wettbewerb 2014/15 im Halbfinale gegen den BVB im Elfmeterschießen aus. Am Mittwoch konnten sie nach Reus' viertem Treffer in vier Spielen zunächst zurückschlagen und lagen zur Pause mit 2:1 in Führung. In der zweiten Halbzeit bediente Ousmane Dembele mit seiner 19. Torvorlage im 44. Einsatz für die Borussen Pierre-Emerick Aubameyang, der mit seinem 35. Saisontreffer den Ausgleich erzielte. Schließlich erzielte der 19-jährige Dembele auch noch den Siegtreffer, durch den Dortmund als erste Mannschaft zum vierten Mal in Folge im DFB-Pokalfinale steht. Bayern München hat nun bereits fünf Spiele in Folge nicht gewonnen. Dies hatte es letztmals vor 17 Jahren gegeben, als das Team mit Oliver Kahn, Stefan Effenberg, Giovane Elber und Co. nacheinander gegen Hertha BSC Berlin, Dynamo Kiew, Kaiserslautern, Wolfsburg und Porto sieglos blieb.

6 MLS-Spieler verdienen mehr, als vier andere Klubs für ihren gesamten Kader zahlen. Aus der am Dienstag erfolgten Veröffentlichung der Gehälter für die neue Saison geht hervor, dass Kaká (USD 7,17 Mio./Saison), Sebastian Giovinco (USD 7,12 Mio.), Michael Bradley (USD 6,5 Mio.), Andrea Pirlo (USD 5,9 Mio.), David Villa (USD 5,6 Mio.) und Giovani dos Santos (USD 5,5 Mio.) mehr verdienen, als DC United, Houston Dynamo, Minnesota United und Montreal Impact an Gehältern für ihre gesamte Mannschaft ausgeben. Bei diesen vier Klubs sind Luciano Acosta (USD 0,5 Mio.), Erick Torres (USD 0,65 Mio.), Vadim Demidov (USD 0,55 Mio.) und Matteo Mancosu (USD 0,7 Mio.) jeweils die Spitzenverdiener. Bastian Schweinsteiger (USD 5,4 Mio.), Jozy Altidore (USD 4,9 Mio.), Clint Dempsey (USD 3,9 Mio.) und Diego Valeri (USD 2,6 Mio.) vervollständigen die Top Ten. Die Gehaltskosten des FC Toronto, für den Giovinco, Bradley und Altidore spielen, betragen USD 22,5 Mio. und damit USD 4,6 Mio. mehr als beim FC New York City, dem Team mit den zweithöchsten Ausgaben, die mit dem Rücktritt von Frank Lampard um USD 6 Mio. gesunken sind.

5 Minuten und 19 Sekunden benötigte Balde Keita von Lazio Rom lediglich für den schnellsten Hattrick in der italienischen Serie A seit 42 Jahren. Stürmer Pietro Anastasi von Juventus Turin hatte 1975 seinen Dreierpack sogar noch ein paar Sekunden schneller geschnürt – kurioserweise gegen Lazio. Keitas dritter Treffer gegen Palermo sorgte bereits in der 26. Minute für den Zwischenstand von 5:0. So viele Tore innerhalb von nur 26 Minuten hatte in einem Serie-A-Spiel letztmals 1938 Juve gegen die Fiorentina erzielt. Ciro Immobile markierte die ersten zwei Treffer für Lazio und erhöhte damit sein Torkonto in dieser Saison auf 20 Treffer. Andrea Belotti, Edin Dzeko, Mauro Icardi, Gonzalo Higuain und Dries Mertens hatten diese Marke bereits übertroffen. Damit haben zum erst vierten Mal in der Geschichte der Liga (nach 1949/50, 1950/51 und 1997/98) wieder sechs Spieler mehr als 19 Tore erzielt. In der Saison 1997/98 waren es Oliver Bierhoff, Ronaldo, Roberto Baggio, Gabriel Batistuta, Alessandro Del Piero und Vincenzo Montella gewesen.

In Kürze
9 Jahre nach seinem letzten Treffer in einem Ligaspiel hat der mittlerweile 32-jährige Argentinier Javier Mascherano seine Torflaute beendet. Er verwandelte einen Elfmeter zum insgesamt 500. Treffer des FC Barcelona unter Trainer Luis Enrique. Vor neun Jahren hatte er einen Verteidiger von Reading ausgespielt und dann von außerhalb des Strafraums abgezogen.

7 Spieler haben in den Topligen in England, Deutschland, Italien und Spanien Tore erzielt. Neu dabei ist nun Stürmer Bojan Krkic vom FSV Mainz 05. Vor ihm war dies bereits Florin Raducioiu, Gica Popescu, Jon Dahl Tomasson, Pierre Wome, Obafemi Martins und Kevin Prince-Boateng gelungen.