Elf Klubs können sich am fünften Spieltag der UEFA Champions League am Dienstag und Mittwoch vorzeitig für das Achtelfinale der europäischen Königsklasse qualifizieren. Diese Hürde bereits genommen haben Atletico Madrid, der FC Barcelona, Titelverteidiger FC Bayern München und Manchester City, die das Weiterkommen bereits nach vier Spieltagen klar machen konnten.

Im Gegenzug stehen fünf ehemalige Titelträger gewaltig unter Zugzwang: Vorjahresfinalist Borussia Dortmund, Juventus Turin, der AC Mailand, der FC Porto und Benfica Lissabon sind in ihren jeweiligen Gruppen praktisch zum Siegen verdammt.

Das Spitzenspiel
Borussia Dortmund – SSC Neapel, Gruppe F
Der Finalist des letzten UEFA Champions-League-Finales steht am Scheideweg. Dortmund fehlen drei Viertel der etatmäßigen Abwehrreihe, zudem gab es zuletzt drei Niederlagen in Folge, darunter das 0:1 in der Champions League gegen den FC Arsenal und am Samstag das 0:3 im Spitzenspiel der Bundesliga gegen Bayern München. Hinzu kommt, dass das Hinspiel gegen Neapel ebenfalls verloren wurde (1:2).

Arsenal und Neapel haben in der Königsklasse drei Punkte Vorsprung, was bedeutet, dass die Schützlinge von Trainer Jürgen Klopp just in der momentanen Ergebniskrise zum Siegen verdammt sind. Auch auf Seiten der Neapolitaner ist man sich des vorentscheidenden Charakters des Spiels bewusst. Den Italienern würde schon ein Punkt reichen. Allerdings fehlt ihnen der verletzte Marek Hamsik und am Samstag waren sie bei der 0:1-Heimniederlage gegen Parma wohl auch schon mit dem Kopf im Stadion des BVB.

Die anderen Begegnungen

Dienstag, 26. November

Gruppe E
Steaua Bukarest – Schalke 04
FC Basel – FC Chelsea

Seit der 1:2-Heimniederlage zum Auftakt gegen den FC Basel hat sich Chelsea keinerlei Blöße mehr gegeben. Resultat: Den Londonern reicht zur Qualifikation für das Achtelfinale bereits ein Punkt, falls Schalke nicht gegen Bukarest gewinnt, ist sogar der nicht nötig. Umgekehrte Vorzeichen hingegen bei den Schweizern: Nach ihrem Erfolg bei den Blues (die danach drei Siege holten, zehn Tore schossen und keines mehr kassierten) gab es für die Eidgenossen zu Hause eine Niederlage und ein Remis. Die Schalker dürften dem FC Chelsea insofern die Daumen drücken, als sie mit einem Sieg gegen Steaua weiter sind, wenn die Engländer in Basel gewinnen.

Gruppe F
FC Arsenal – Olympique Marseille

Arsenal ist souveräner Tabellenführer in der Premier League und hat zudem bereits das Hinspiel gegen OM mit 2:1 gewonnen. Ein erneuter Sieg reicht zum Weiterkommen, sofern Borussia Dortmund nicht gegen Neapel gewinnt. Gegen Marseille, das zuletzt in der Königsklasse sieben Mal in Folge verlor, reicht gegebenenfalls auch ein Unentschieden, falls Neapel auch in Dortmund siegt.

Gruppe G
FC Porto – Austria Wien
Zenit Sankt Petersburg – Atletico Madrid (18:00 Uhr)

Hinter den enteilten Madrilenen von Atletico kämpfen Zenit und der FC Porto verbissen um den zweiten Platz. Die Russen können das Achtelfinale erreichen, falls sie ein möglicherweise nicht mehr restlos motiviertes Atletico schlagen und Porto zugleich nicht gegen Austria Wien gewinnt. Die Portugiesen haben nämlich bereits zwei Mal zu Hause verloren. Andererseits wären drei Punkte für sie vor dem letzten Gruppenspiel in Madrid besonders wichtig.

Gruppe H
Celtic Glasgow – AC Mailand
Ajax Amsterdam – FC Barcelona

Rein mathematisch kann sich der AC Mailand für das Achtelfinale qualifizieren, wenn er in Glasgow und Barcelona in Amsterdam gewinnt. Rein sportlich betrachtet befindet sich Mailand allerdings in einer Krise. In der Serie A dümpelt die Mannschaft auf Platz 13 herum, hat fünf Spiele in Folge nicht mehr gewonnen (3 Niederlagen, 2 Unentschieden), Topstürmer Mario Balotelli ist außer Form und Trainer Massimiliano Allegri konsterniert. Einziger Lichtblick für den Klub aus der Lombardei ist Kaká, der zuletzt sein 72. Tor im 200. Spiel machte. Die Gegner Celtic Glasgow und Ajax Amsterdam, beide vormals Tabellenführer in ihren Ligen, können Zünglein an der Waage spielen. Der bereits qualifizierte FC Barcelona wird die durch Verletzungen ausgedünnte Mannschaft wohl kräftig rotieren lassen.

Mittwoch, 27. November

Gruppe A
Bayer Leverkusen – Manchester United
Shakhtar Donetsk – Real Sociedad San Sebastian

Der Sieger im Spitzenspiel dieser Gruppe zwischen Bayer Leverkusen und Manchester United ist weiter. Beiden könnte wiederum auch schon ein Unentschieden reichen, wenn Shakhtar zu Hause gegen (das bislang allerdings noch sieglose) Real Sociedad verliert.

Gruppe B
Real Madrid – Galatasaray Istanbul
Juventus Turin – FC Kopenhagen

Real Madrid muss ohne den gesperrten Luka Modric auskommen. Das Weiterkommen der Königlichen dürfte indes gegen eine Mannschaft, die schon im Hinspiel mit 6:1 abgefertigt wurde, kaum gefährdet sein. Ganz anders die Situation bei Juventus, das mit drei Niederlagen und einem Unentschieden Gruppenletzter ist und dringend mal wieder Torgefahr versprühen muss, wenn es mit dem zweiten Platz noch etwas werden soll. Zum Glück für die heimstarken Italiener spielen sie im Juventus-Stadion.

Gruppe C
RSC Anderlecht – Benfica Lissabon
Paris Saint-Germain – Olympiakos Piräus
Der Sieger des Duells PSG – Olympiakos ist in jedem Fall weiter. Den Parisern reicht (nicht zuletzt aufgrund des 4:1-Sieges im Hinspiel) auch ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage, falls Benfica Lissabon gegen Anderlecht nicht siegt. In diesem Fall genügt auch den Griechen ein Punkt.

Gruppe D
ZSKA Moskau – FC Bayern München (18:00 Uhr)
Manchester City – Viktoria Plzen

In dieser Gruppe sind die Würfel bereits gefallen. Die Achtelfinalisten heißen FC Bayern München und Manchester City.

Der Spieler des Tages
Er ist mit 25 Toren der beste Stürmer der abgelaufenen Bundesliga-Saison: Stefan Kießling (29, 1,91 m) ist der Zielspieler im Angriff von Bayer Leverkusen (120 Tore in 291 Spielen). Auch an den bislang 13 Spieltagen der aktuellen Bundesliga-Saison hat Kießling schon wieder acht Mal getroffen und drei weitere Tore vorbereitet. Hinzu kommen zwei Tore in der Königsklasse.

Die Zahl des Tages
12 - So viele Spieler haben seit Saisonbeginn mindestens ein Tor für den FC Barcelona geschossen (Lionel Messi, Pedro, Neymar, Alexis Sanchez, Daniel Alves, Xavi, Cesc Fabregas, Sergio Busquets, Gérard Piqué, Adriano, Marc Bartra sowie Andrès Iniesta).

Das Zitat
"Das ist das Ende!"
Lakonisch-rätselhafter Tweet von Mario Balotelli, nachdem der Stürmer vom AC Mailand seinen zweiten Elfmeter in Folge verschossen und gegen Genua 17 Mal den Ball verloren hatte.

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