Zur Einstimmung auf den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal, der am Samstag beginnt, hat FIFA.com einige interessante Zahlen und Fakten zum Turnier zusammengetragen.

1 Team feiert bei der diesjährigen Afrikameisterschaft sein Turnierdebüt, nämlich Guinea-Bissau. Damit sinkt die Anzahl der afrikanischen Länder, die noch nie bei der Kontinentalmeisterschaft dabei waren, auf 15. Guinea-Bissau wird das lang erwartete Debüt sicher genießen, auch wenn die Chancen wohl eher gering sind, dass dem Team als erstem Debütanten seit Südafrika 1996 der Titelgewinn gelingt.

2 Männer haben das Turnier als Spieler und als Trainer gewonnen, nämlich der Ägypter Mahmoud El-Gohary (1959 und 1998) und der im vergangenen Jahr verstorbene Nigerianer Stephen Keshi (1994 und 2013).

3 Endspielniederlagen in Folge – diese schwarze Serie will Ghana in Gabun endlich durchbrechen. Die Black Stars haben ihre letzten drei Endspiele allesamt verloren, nämlich 1992 gegen die Elfenbeinküste, 2010 gegen Ägypten und 2015 erneut gegen die Elfenbeinküste. Ghana ist mit neun Endspielteilnahmen Rekordhalter, hat allerdings den Titel 1982 zum letzten Mal gewonnen.

3 Titel beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal haben bislang nur zwei Trainer geholt, nämlich Charles Gyamfi (1963, 1965 und 1982 mit Ghana) und Hassan Shehata (2006, 2008 und 2010 mit Ägypten). Marokkos Trainer Hervé Renard will nun der dritte werden. Der Franzose ist bereits jetzt der einzige Trainer, der den Titel mit verschiedenen Ländern geholt hat. Er siegte 2012 mit Sambia und 2015 mit der Elfenbeinküste. Um Geschichte zu schreiben, müsste Renard mit den Marokkanern deren 41-jährige Durststrecke beenden: 1976 gewann das nordafrikanische Land zum ersten und einzigen Mal den Titel.

3 Mannschaften haben den Titel beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal bislang erfolgreich verteidigen können, nämlich Ghana (Titelträger 1963 und 1965), Kamerun (2000 und 2002) sowie Ägypten (2006, 2008 und 2010). Die Elfenbeinküste wird versuchen, sich als viertes Land in diese Liste einzureihen. Im unvergesslichen Elfmeterschießen beim Finale von 2015 hatten sich die Ivorer schließlich mit 9:8 durchgesetzt. Die Elfenbeinküste hat seit dem Beginn des Jahrtausends drei Mal das Finale der Afrikameisterschaft erreicht. In allen drei Endspielen fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen.

5 Tore erzielte Laurent Pokou in einer Partie des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals 1970 in Sudan. Die Elfenbeinküste siegte damals mit 6:1 gegen Äthiopien – der bis heute höchste Sieg bei einer Endrunde der Afrikameisterschaft. Der Rekord besteht nun bereits seit über vier Jahrzehnten und war seitdem nie ernsthaft in Gefahr.

7 Mal hat Rekord-Afrikameister Ägypten den Titel gewonnen. Ghana und Kamerun sind mit jeweils vier Meistertiteln die schärfsten Verfolger der Nordafrikaner in der Allzeitwertung.

9 Tore fielen im bislang torreichsten Spiel in der Geschichte der Afrikameisterschaft, nämlich 1963 in Ghana beim 6:3-Sieg Ägyptens gegen Nigeria. Hassan Shazli brachte es damals in Kumasi auf vier Tore, die zwei weiteren für die Nordafrikaner erzielte Ibrahim Reda. Ägypten hatte zur Halbzeit bereits mit 4:0 in Führung gelegen. Die verbleibenden fünf Tore fielen alle innerhalb der letzten zwölf Spielminuten.

10 Mal wurde die Afrikameisterschaft bislang von der Gastgebernation gewonnen: Äthiopien (1962), Ghana (1963), Sudan (1970), Ghana (1978), Nigeria (1980), Ägypten(1986, 2006), Algerien (1990), Südafrika (1996) und Tunesien (2004). Gabun will dies nun als zehnte Gastgebernation schaffen. Allerdings hat das Land, das gemeinsam mit Äquatorial-Guinea schon die Endrunde 2012 ausgerichtet hat, bislang noch nie das Viertelfinale überstanden.

18 Tore hat der Kameruner Samuel Eto'o bei Endrunden des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals erzielt und ist damit Rekordtorschütze des Turniers. Auf Platz zwei folgt der Ivorer Laurent Pokou mit 14 Treffern. Der Nigerianer Rashidi Yekini traf 13 Mal.

19 ungeschlagene Spiele in einem Zeitraum von 13 Jahren hat Ägypten beim Turnier absolviert und will darauf bei seiner Rückkehr zum CAF Afrikanischen Nationen-Pokal aufbauen. Die Nordafrikaner hatten sich für die letzten drei Endrunden nicht qualifiziert. Ihre letzte Niederlage bei einer Endrunde der Afrikameisterschaft kassierten sie bei einem 1:2 gegen Algerien im Jahr 2004. Dies war die letzte Endrunde, bei der Ägypten zwar vertreten war, aber nicht den Titel holte. Ihre letzten neun Spiele beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal haben die Ägypter allesamt gewonnen. In vier der letzten fünf Partien blieben sie zudem ohne Gegentor.

23 Sekunden benötigte der Ägypter Ayman Mansour lediglich für das schnellste Tor der Turniergeschichte, das er an einem bitterkalten Abend 1994 im El-Menzah-Stadion in Tunis in einer Partie gegen Gabun erzielte.

36 Spiele bei acht kontinentalen Endrunden bestritt der Kameruner Rigobert Song von 1996 bis 2010 und ist damit Rekordhalter. Bei acht Endrunden war außer ihm nur der Ägypter Ahmed Hassan dabei, der allerdings 1996 nur zum Kader der Nordafrikaner gehörte und nicht zum Einsatz kam.

90 Spiele hat Ägypten bei Endrunden des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals bisher bestritten. Mit 51 Siegen und 154 Toren halten die Nordafrikaner noch zwei weitere bemerkenswerte Rekorde.

99 Tore in 32 Spielen wurden bei der Endrunde 2008 in Ghana erzielt, die damit die torreichste aller Zeiten war. Bei der letzten Endrunde in Äquatorial-Guinea fielen nur 68 Tore.