• Freitag in London: GORILLA schlägt DETO im Grand Final
  • Er ist der 13. Weltmeister in der Geschichte des FIWC
  • Der 20-Jährige gilt für viele nicht erst durch den Titelgewinn als bester Spieler der Welt

Schon seine Auftritte bei FIFA 15 und FIFA 16 hatten ihm den Ruf eingebracht, ein ganz Großer zu sein. Mit dem Triumph über den Deutschen DETO im Grand Final des FIWC 2017 am Freitag, 18. August, wurde Spencer Ealing, genannt GORILLA, nun auch offiziell zum besten Spieler der Welt.

Gratulation zum Sieg, Spencer. Als das Spiel schon so gut wie gelaufen war, hast du dich noch mal zu deinen Anhängern umgedreht und sie gestenreich beschwichtigt. Dabei hattest du gerade dein drittes Tor geschossen. Warum das?
Weil das Spiel noch nicht vorbei war. Eine solche Führung ist enorm, vor allem im Finale. Aber hier bin ich auf die besten Spieler der Saison getroffen und gegen einen Gegner wie DETO darf man keine Sekunde in der Konzentration nachlassen.

Du hast aber das gesamte Turnier über sehr selbstbewusst gewirkt. Gab es auch Momente, in denen du gezweifelt hast?
Ja, als ich im Final-Hinspiel auf der PlayStation mit 1:3 zurücklag, da war ich schon sehr unzufrieden, weil das natürlich nicht das Ergebnis war, das ich mir vorgestellt habe. Aber ich konnte letztlich noch zum 3:3 ausgleichen, was unterm Strich typisch für mein Turnier war. Ich habe Rückschläge gut verarbeitet und mich nicht nervös machen lassen. Das ist vor so großem Publikum nie einfach.

Und wo kannst du dich deiner Meinung nach mit Blick auf nächstes Jahr noch verbessern?
Nächstes Jahr wird das Spiel ein anderes sein. Man kann im einen Jahr gut sein und im nächsten nicht. Wenn man da wieder oben dabei sein will, braucht es Zeit, Arbeit und Einsatz.

Du giltst eigentlich schon seit FIFA 15 und FIFA 16 als bester Spieler der Welt. Hast du das Gefühl, das heute bestätigt zu haben?
Es stimmt zwar, dass mir Leute dieses Etikett verpassen wollten, aber ich habe es immer abgelehnt. Aber nachdem ich das größte FIFA-Turnier aller Zeiten gewonnen habe, denke ich, dass man mich wohl zumindest als einen der Besten bezeichnen kann.

Denkst du, dass dieser Titel dein Leben verändert?
Ja, schon allein wegen des Preisgelds, das ich gewonnen habe. Aber es ging mir nicht um das Geld, es ging mir um die Trophäe. An das Geld zu denken, ist der sicherste Weg, den Kopf zu verlieren. Ich bin sehr glücklich über das, was ich erreicht habe und rechne damit, dass interessante Zeiten auf mich zukommen. Im Moment kann ich das alles aber noch gar nicht richtig fassen.

Wirst du dir nun etwas gönnen?
FIFA 18 kommt ja bald raus, da kaufe ich mir wohl ein paar FIFA-Punkte (lacht). Ernsthaft: Ich denke mal, ich werde vielleicht umziehen. So oder so werde ich das Geld vor allem gut anlegen.

Deinen Titel hast du deinem Trainer Sean Allen gewidmet, der im Finale 2016 unglücklich unterlegen war.
Ja. Für mich war es bewegend, diesen Titel zu gewinnen, wo er doch vergangenes Jahr in derselben Situation war wie ich, aber nicht denselben Erfolg hatte. Sean konnte sich in diesem Jahr nicht qualifizieren. Unsere Spielweisen gleichen sich und ich wollte ihm den Titel widmen, weil ich denke, ohne ihn hätte ich nicht gewonnen. Er hat es verstanden, mich zu motivieren und meine Konzentration vor und nach den Spielen hoch zu halten.

GORILLA aus der Sicht von ...
CODYDERFINISHER (Finalist Xbox One)
Er ist in der Offensive derart stark! Er hat den Titel absolut verdient, hat hart dafür gearbeitet. Wenn er eines noch verbessern könnte, dann seine Abwehrarbeit, aber er schießt ja sowieso mehr Tore als seine Gegner.