• Nur 2 der 19 Finalisten des FICWC sind außereuropäische Teams
  • River ist der erste lateinamerikanische Klub mit einer eSports-Sparte
  • Über seine Vorbereitung auf das Finale: "Heute ist es leicht, die Gegner auszuspähen"

Von den 19 Klubs, die an der ersten Auflage des FIFA Interactive Club World Cup (FICWC) teilnehmen, kommen 17 aus Europa. New York City und CA River Plate durchbrechen die Vormachtstellung des Alten Kontinents bei diesem Turnier. Heute sprechen wir mit Franco Colagrossi, der am Samstag, 5. August, beim Weltturnier für den argentinischen Klub antritt. Der FICWC findet in London statt und wird per Livestream auf FIFA.com übertragen.

"Ich bin sehr stolz, weil ich meinen Lieblingsklub, mein Land und Lateinamerika vertreten werde. Außerdem bin ich begeistert, weil eSports in Lateinamerika noch nicht so weit entwickelt sind und diese Teilnahme andere Klubs motivieren könnte, sich dieser Bewegung anzuschließen", erklärt der 26-jährige Gamer.

@FranoPlay im Kurzportrait

  • Fünf Stunden Training pro Tag
  • Anhänger der Spielweise von Gamern wie AHugeGorilla, Hashtag_Tass und Prinsipe
  • Sein zweites Hobby: mit Freunden Fussball spielen
  • Lieblingsspieler bei River Plate: Leonardo Ponzio

"Ich verbringe zwei Stunden am Tag mit der Theorie (Spielweisen analysieren, beste Taktik, ruhende Bälle, Spieler usw.) und dann noch einmal drei Stunden mit der praktischen Umsetzung der Theorie", erklärt er uns. "Manchmal kommt es nicht darauf an, wie lange du spielst, sondern wie konzentriert du in dieser Zeit bist, denn normalerweise ermüdet das Gehirn irgendwann. Am Wochenende spiele ich in der Regel etwas länger."

Er ist zum ersten Mal in London und würde seinen Aufenthalt gern nutzen, um sich die Stadien des FC Chelsea und des FC Arsenal anzuschauen. Doch am liebsten würde er natürlich die erste Auflage des FICWC gewinnen. Dafür hat er sich in den letzten Tagen mächtig ins Zeug gelegt.

"Seit ich mich qualifiziert habe, habe ich meine Gegner eingehend analysiert und unter anderem ihre Taktik, Spielweisen und einstudierten Spielzüge genau unter die Lupe genommen. Heute ist es ganz leicht, einen Gegner 'auszuspähen', die Multiplattform-Inhalte machen dies möglich", verrät er uns.

Im Oktober letzten Jahres hat River Plate als erster lateinamerikanischer Klub eine eSports-Sparte eingerichtet und diesen Profispieler verpflichtet, der das Team nun offiziell bei Wettbewerben repräsentiert.

"Dieses Jahr mussten wir uns erst einmal mit allem vertraut machen und haben ganz wichtige Projekte entwickelt, die nächstes Jahr umgesetzt werden. Die Teilnahme an der ersten Auflage der Klub-WM ist das Tüpfelchen auf dem 'i' dieser ersten Etappe."

Tipps für nachahmungswillige Gamer
"Sie sollten versuchen, sich Tag für Tag zu verbessern, sich keine monotone Spielweise angewöhnen, recherchieren, die Besten beobachten, das Spiel und die Laufwege verstehen. Und vor allem sollten sie sich nie auf ihren Lorbeeren ausruhen."