Nach der Verabschiedung durch den FIFA-Rat im Mai 2017 hat die FIFA ihre neuen Leitprinzipien zu Menschenrechtsfragen veröffentlicht. Das Dokument ist eine Umsetzung von Artikel 3 der FIFA-Statuten, der lautet: "Die FIFA bekennt sich zur Einhaltung aller international anerkannten Menschenrechte und setzt sich für den Schutz dieser Rechte ein." Darin wird das Engagement der FIFA zum Schutz der Menschenrechte genau umrissen und gestärkt. Das Dokument dient als Richtschnur für alle Aktivitäten der FIFA in Bezug auf die Menschenrechte.

Die Leitprinzipien der FIFA zu Menschenrechtsfragen wurden gemeinsam von der FIFA-Administration und der Kommission für Governance erarbeitet. Das Dokument wurde vom FIFA-Beratungsgremium für Menschenrechtsfragen und zahlreichen externen Interessengruppen rezensiert, von internationalen Organisationen über Gewerkschaften und gesellschaftliche Gruppierungen und die akademische Welt bis hin zu FIFA-Sponsoren. Es steht im Einklang mit den UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den von Prof. John Ruggie erarbeiteten maßgeblichen internationalen Normen zu diesem Thema.

Die FIFA-Leitprinzipien zu Menschenrechtsfragen werden im Rahmen eines aktualisierten Aktivitätsberichts zu den Aktivitäten der FIFA im Bereich der Menschenrechte veröffentlicht. Der Bericht fasst die Aktivitäten der FIFA im ersten Jahr nach dem Inkrafttreten des statutarischen Engagements für Menschenrechte im April 2016 zusammen.

Zu den wichtigsten Punkten in dem Aktivitätsbericht gehören:

- die Entwicklung und Verabschiedung der FIFA-Leitprinzipien zu Menschenrechtsfragen

- Das FIFA-Beobachtungssystem im Kampf gegen Diskriminierung bei den Qualifikationsspielen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ und beim FIFA Konföderationen-Pokal 2017

- die Überwachungs- und Durchsetzungsmechanismen für Arbeiterrechte auf den Stadionbaustellen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ 2018 in Russland und 2022 in Katar in Zusammenarbeit mit der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI)

- die Schaffung des Beratungsgremiums für Menschenrechtsfragen, bestehend aus Experten von UNO, Gewerkschaften, gesellschaftlichen Gruppierungen und FIFA-Sponsoren