Die rechtsprechende Kammer der unabhängigen Ethikkommission unter dem Vorsitz von Hans-Joachim Eckert hat Brayan Jiménez, ehemaliger Präsident des guatemaltekischen Fussballverbands (FENAFUTG) und ehemaliges Mitglied der FIFA-Kommission für Fairplay und soziale Verantwortung, lebenslang für alle nationalen und internationalen Fussballtätigkeiten (administrativ, sportlich und anderweitig) gesperrt.

Die Untersuchung gegen Brayan Jiménez unter der Leitung von Dr. Cornel Borbély, dem Vorsitzenden der Untersuchungskammer der Ethikkommission, wurde am 4. Dezember 2015 aufgrund einer Medienmitteilung des US-Justizministeriums vom 3. Dezember 2015 eröffnet.

Am 29. Juli 2016 bekannte sich Brayan Jiménez in drei Fällen der Verabredung zum organisierten Verbrechen und zum elektronischen Datenbetrug für schuldig. Sein Schuldbekenntnis bezieht sich auf zwei Systeme zur Forderung und zur Annahme von Bestechungsgeldern von Sportmarketingunternehmen für die Vergabe von Marketingrechten für die WM-Qualifikationsspiele der mittelamerikanischen Fussballunion (UNCAF) sowie für die Zusage der Teilnahme des guatemaltekischen Nationalteams an UNCAF-Freundschaftsspielen.

Die rechtsprechende Kammer befand Brayan Jiménez der Verletzung von Art. 13 (Allgemeine Verhaltensregeln), Art. 15 (Loyalität), Art. 18 (Anzeige- sowie Mitwirkungs- und Rechenschaftspflicht), Art. 19 (Interessenkonflikte) und Art. 21 (Bestechung und Korruption) des FIFA-Ethikreglements für schuldig. Gegen den Funktionär wurde folglich eine lebenslange Sperre für alle nationalen und internationalen Fussballtätigkeiten (administrativ, sportlich und anderweitig) verhängt.

Die Sperre tritt mit Mitteilung des Entscheids in Kraft.