Am 20. Dezember 2017 hat die FIFA-Berufungskommission der Berufung des peruanischen Nationalspielers Paolo Guerrero teilweise stattgegeben. Der Entscheid der FIFA-Disziplinarkommission vom 7. Dezember, kraft dessen der Spieler für ein Jahr gesperrt worden war, wurde daher teilweise aufgehoben und die einjährige Sperre des Spielers auf sechs Monate verkürzt.

Nach Erwägung aller konkreten Umstände des Falls, insbesondere der Schwere des Verschuldens des Spielers, befand die FIFA-Berufungskommission eine sechsmonatige Sperre für verhältnismässig.

Der Spieler war bei einer Dopingkontrolle nach dem Qualifikationsspiel für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ gegen Argentinien am 5. Oktober 2017 in Buenos Aires positiv auf den Metaboliten Benzoylecgonin getestet worden, der gemäss der Verbotsliste 2017 der Welt-Anti-Doping-Agentur unter der Klasse 6 „Stimulanzien“ verboten ist.

Mit dem positiven Testergebnis hat der Spieler gegen Art. 6 des FIFA-Anti-Doping-Reglements und gegen Art. 63 des FIFA-Disziplinarreglements verstossen.

Die Sperre hat am 3. November 2017 begonnen, als der Spieler vom Vorsitzenden der FIFA-Disziplinarkommission provisorisch gesperrt wurde. Gemäss Art. 29 des FIFA-Anti-Doping-Reglements gilt die Sperre u. a. für alle Arten von Spielen, einschliesslich nationaler und internationaler Freundschafts- und Pflichtspiele. Die Begründung des Entscheids wurde heute ordnungsgemäss mitgeteilt.