Die FIFA hat am 22. und 23. November in Paris den ersten Fussballgipfel durchgeführt und damit eine der wichtigsten Initiativen der FIFA-Reformen zum Leben erweckt. Bei den Fussballgipfeln können die Präsidenten und Generalsekretäre der Mitgliedsverbände strategische Themen erörtern sowie Ideen, Erfahrungen und Fachwissen austauschen.

"Entscheidungen dürfen bei der FIFA künftig nicht mehr von oben diktiert werden, sondern müssen von denjenigen kommen, die sich vor Ort tagtäglich für den Fussball engagieren und den Sport organisieren. Ihre Einschätzungen und Kommentare müssen deshalb Leitlinien für unsere Programme sein", betonte FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Die Gipfel, an denen jeweils Vertreter von rund 20 Mitgliedsverbänden teilnehmen, finden über zwei halbe Tage in einem informellen Rahmen statt und fördern so den offenen und konstruktiven Dialog. Beim ersten Gipfel in Paris waren die Spitzen der Verbände verschiedener französischsprachiger Länder aus Afrika, Europa, der Karibik und Ozeanien zugegen, womit die unterschiedlichsten Erfahrungen aufeinandertrafen.

"Die Stimmung war familiär, geprägt von echter Fussballbegeisterung und intensiven Diskussionen", sagte Yves Jean Bart, Präsident des haitianischen Fussballverbands. "Die Wortmeldungen meiner afrikanischen Kollegen haben mir gezeigt, dass der Fussball überall gleich ist und die gleichen Probleme hat. Wir sollten uns besser kennen, verstehen sowie schätzen lernen und eventuell gemeinsame Maßnahmen prüfen."

Hauptthema des Gipfels in Paris war das neue FIFA-Entwicklungsprogramm Forward, das bei den Mitgliedsverbänden auf großes Interesse stößt, wie die vielen Fragen gezeigt haben. "Wir haben heute gesehen, dass das Forward-Programm die Führung und Leitung der nationalen Verbände verbessern wird. Dank Forward können wir die gesamte Verwaltungsstruktur eines Verbands durchleuchten", erklärte Constant Omari, Präsident des Fussballverbands der DR Kongo und FIFA-Ratsmitglied.

"Gleichzeitig können wir Einschätzungen zu Projekten und Programmen abgeben und einholen. Wir erhalten Gewissheit und können Dinge besser verstehen, die für uns oft unklar sind", ergänzte Yves Jean Bart.

"Die von der FIFA dargelegten Programme sind sehr interessant und überaus positiv", betonte Noël Le Graet, Präsident des französischen Fussballverbands. "Die FIFA hat in kurzer Zeit sehr viel erreicht. Die FIFA setzt auf den Dialog, was mich freut. Die kleineren, weniger begüterten Verbände sind wirklich auf die FIFA angewiesen."

Die elf Gipfel finden von November 2016 bis März 2017 an sechs Orten rund um die Welt statt. Nach Paris folgen je zwei Gipfel in Singapur (6.–8. Dezember), Miami (17./18. Januar), Doha (14.–16. Februar), Addis Abeba (21.–23. Februar) und London (7.–9. März). Die wichtigsten Ergebnisse werden danach den maßgebenden Entscheidungsgremien der FIFA unterbreitet.