Die Manipulation von Spielen hat sich für zahlreiche globale Sportorganisationen zu einem ernsten Problem entwickelt. Die FIFA war einer der ersten Sportverbände, der sich dieser Problematik annahm. In dieser Woche nahm der Weltfussballverband an zwei Veranstaltungen teil und bekräftigte dabei sein andauerndes Engagement im Kampf gegen die Manipulation von Spielen.

FIFA-Sicherheitsdirektor Ralf Mutschke traf mit Vertretern des chinesischen Fusballverbandes, des chinesischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit und der Behörde für die Verwaltung von Sport-Angelegenheiten zusammen, um über die jüngsten Fussballreformen im chinesischen Fussball zu diskutieren. Diese umfassen die Unterzeichnung von Integritätserklärungen, unabhängige Kontrollen bei Fussballspielen sowie die Einführung spezieller Verfahren zwischen den beteiligten Behörden zur Überwachung und Reaktion auf verdächtige Ereignisse, die auf Spielmanipulationen hindeuten könnten.

Die FIFA ist sehr daran interessiert, den Kampf gegen Spielmanipulationen auch in Asien zu intensivieren. Daher betonten die FIFA-Vertreter die Notwendigkeit, Kooperation und Informationsaustausch zu verbessern. Die FIFA und ihre Tochtergesellschaft Early Warning System (EWS) werden eng mit dem chinesischen Verband zusammenarbeiten, um Klubs, Spieler und Schiedsrichter zu unterstützen und noch vor Beginn der neuen Saison im März zu informieren, wie Spielmanipulationen verhindert werden können.

Auf der Veranstaltung sagte Ralf Mutschke: "Wie wir gerade in dieser Woche erfahren haben, ist die Manipulation von Spielen keineswegs auf den Fussball beschränkt. Dabei ist ein steigendes Bewusstsein für die Auswirkungen auf den Sport von großer Bedeutung. Es ist ermutigend, dass man hier in China offenbar verstanden hat, wie wichtig der Kampf gegen dieses Problem ist. Die FIFA ist weiterhin fest entschlossen, gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden und den zuständigen Behörden rund um die Welt gegen die Manipulation von Spielen vorzugehen."

Zudem unterstrich die FIFA auch ihre Nulltoleranz gegenüber Spielmanipulationen auf einem Symposium zum Thema Manipulation von Sportwettbewerben im Internationalen Zentrum für Sportstudien (CIES) im schweizerischen Neuchâtel. An der Veranstaltung am Mittwochabend nahm auch eine Delegation der FIFA teil. Die Delegation informierte über die Anfälligkeit des Fussballs für Spielmanipulationen und stellte gleichzeitig die Schritte vor, um dagegen vorzugehen, nämlich Entdeckung, Informationsbeschaffung, Ermittlung, Sanktionierung und Prävention.

Die FIFA wird ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Manipulation von Spielen in Form verschiedener Initiativen fortsetzen, darunter das EWS, Informationsprogramme und eine spezielle Hotline.