Der Weltfussballverband hat mehrere verschiedene Einnahmequellen, aus denen er Ressourcen bezieht, um das Spiel zu entwickeln, die Welt zu berühren und eine bessere Zukunft zu gestalten.

Die FIFA kann auf einen sehr erfolgreichen Vier-Jahres-Zyklus von 2007 bis 2010 zurückblicken. Der Gesamtertrag stieg von USD 2.634 Mio. im vorangegangenen Vier-Jahres-Zyklus auf USD 4.189 Mio. Auch der Aufwand ist gegenüber der Vorperiode gestiegen, blieb allerdings dank der systematischen Kostenkontrolle weitgehend im budgetierten Rahmen, so dass die FIFA ein Ergebnis von USD 631 Mio. erzielen konnte.

93 Prozent der Einnahmen der FIFA während der genannten Periode stammen aus Wettbewerbserträgen. Der größte Wettbewerb war auch der ertragreichste: So brachte die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ USD 2.408 Mio. des FIFA-Gesamtertrags von USD 2.448 Mio. durch den Verkauf von TV-Rechten ein und zusätzlich USD 1.072 Mio. der USD 1.097 Mio. durch den Verkauf von Marketing-Rechten. Insgesamt war Südafrika 2010 für 87 Prozent des Gesamtertrags der FIFA verantwortlich.

Auch durch Markenlizenzierung nahm die FIFA beträchtliche Beträge ein. Im Rahmen des FIFA Markenlizenzierungsprogramms zahlen Unternehmen für die Lizenz, die FIFA Markennamen in Werbung, Promotion und Verkaufsförderung ihrer lizenzierten Produkte oder Programme nutzen zu dürfen. Diese Einnahmeform brachte USD 37 Mio. ein und trug außerdem zu einer größeren Bekanntheit der FIFA Markennamen und einer weiteren Globalisierung des Fussballsports bei.

Die FIFA hatte außerdem Erträge in Höhe von USD 33 Mio. aus dem FIFA-Qualitätskonzept. Hierbei zahlen Hersteller von Fussbällen, Futsal-Bällen und Beach-Soccer-Bällen bestimmte Beträge an den Weltfussballverband, wenn sie die Qualitätsmarken "FIFA Approved" beziehungsweise "FIFA Inspected" an ihren Produkten anbringen. Der verbleibende Ertrag des Weltfussballverbands resultiert aus der konservativen Bewirtschaftung der Anlagen und umfasst insbesondere Zinserträge von USD 51 Mio. und Fremdwährungsgewinne von USD 64 Mio.

Ein wichtiger Erfolg der Periode 2007-10, in der die Bilanzsumme der FIFA auf USD 2.145 Mio. stieg, war die Erhöhung der Reserven auf eine Gesamtsumme von USD 1.280 Mio per 31. Dezember 2010. Die Bildung von Reserven ist eine der statutarischen Pflichten der FIFA, da sie die Organisation in die Lage versetzt, ihre finanzielle Unabhängigkeit zu sichern und sich auf unvorhersehbare Ereignisse vorzubereiten, die die Einnahmequellen erheblich beeinträchtigen könnten. Der Weltfussballverband kann mit großer Zufriedenheit auf die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre zurückblicken, nachdem in der Periode 2007‑10 die Reserven von USD 617 Mio. (Stand 2006) mehr als verdoppelt werden konnten.