"Für das Spiel. Für die Welt" – so lautet das Motto der FIFA, und dieses Versprechen wird auch in der Aufwandssituation des Weltfussballverbandes deutlich.

Ein Großteil des Ertrags der FIFA wird in den Fussball und die Entwicklung des Fussballs investiert. 72 Prozent des Gesamtaufwands der FIFA fließt direkt in den Fussball. Dabei bildet die soziale Verantwortung einen zentralen Stützpfeiler und Entwicklungsprogramme stellen ein wichtiges Investitionsfeld dar. Im zu Ende gegangenen Vier-Jahres-Zyklus von 2011-2014 wurden USD 1.052 Millionen (entspr. 20 Prozent des Gesamtaufwands) für Entwicklungsprojekte aufgewendet. Dies beinhaltet das Programm Finanzielle Unterstützung (FAP),das Goal-Programm und andere Entwicklungsprojekte und soziale Projekte.

Turniere spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Förderung des Fussballs, der Teilnehmer und der Veranstalter. Zudem bedeuten sie für die Zuschauer rund um die Welt Spaß und Unterhaltung. Entsprechend stellen die FIFA-Wettbewerbe den größten Einzelposten beim Aufwand dar. In der letzten Vier-Jahres-Periode entfielen insgesamt USD 2.817 Millionen auf diesen Bereich.

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ bildete mit einem Aufwand von USD 2.224 Millionen den Löwenanteil dieser Summe, wobei in Brasilien 2014 die Preisgelder, der Beitrag an das LOK sowie die TV-Produktionskosten die größten Positionen darstellen. Daneben hat die FIFA weiterhin ein starkes Engagement für die kleineren Turniere gezeigt, die bei der Entwicklung und Förderung des Fussballs eine entscheidende Rolle spielen. Die 24 weiteren FIFA-Turniere im Zeitraum von 2011 bis 2014 schlugen mit einem Aufwand von insgesamt USD 505 Mio. zu Buche.

Die FIFA beteiligte auch ihre Mitglieder am Erfolg und leistete Sonderzahlungen von insgesamt USD 261 Millionen an ihre Mitgliedsverbände und -Konföderationen. Auch die Fussballvereine erhielten zusätzliche Mittel von der FIFA –USD 70 Millionen wurden den 396 Klubs zugesagt, deren Spieler bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ vertreten waren. Um die fussballerische Entwicklung im Lande des Gastgebers der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ zu fördern, stimmte die FIFA dem FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ Vermächtnis-Fonds in Höhe von USD 100 Millionen zu. Durch diesen Fonds wird Brasilien über viele Jahre von dem Turnier profitieren.

Nach dem Abschluss des FIFA-Klubschutz-Programms für die Periode vom 1. September 2012 bis 31. Dezember 2014 wurden insgesamt 39,4 Millionen Euro als Kompensation an die Klubs ausgezahlt, darunter auch die erwarteten Zahlungen, bis die verletzten Spieler wieder ihren Dienst aufnehmen würden können. Aufgrund des großen Erfolges des Programms hat das Exekutivkomitee der FIFA beschlossen, das Programm auf die Periode vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018 auszudehnen. Das Programm wird nun ebenfalls für die Klubs gelten, deren Spielerinnen an A-Nationalmannschaftspartien der Frauen teilnehmen.

Die FIFA als weltumspannende Organisation hat einen entsprechend hohen betrieblichen Aufwand, der sich im Zeitraum von 2011 bis 2014 auf insgesamt USD 861 Millionen belief. Auch das Fussballmanagement verursacht erhebliche Kosten. Der Aufwand für die Organisation sämtlicher Kommissionen und FIFA-Kongresse, die Ausgaben für rechtliche Angelegenheiten und die Fussballverwaltung schlagen zusammen mit USD 232 Millionen zu Buche.

Die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen in Bezug auf die Marketing-, TV- und Medienrechte erfordert gewisse Anfangsauslagen, bevor daraus Gewinne erwachsen. Hierfür und für die Lizenzierung wurden zwischen 2011 und 2014 insgesamt USD 84 Millionen aufgewendet. Auch Fremdwährungsverluste sind ausgewiesen, die allerdings durch entsprechende Fremdwährungsgewinne im gleichen Zeitraum mehr als ausgeglichen wurden.

Es konnten finanzielle Reserven gebildet werden, die die Organisation in die Lage versetzen, auf unerwartete Ereignisse zu reagieren und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sichern.