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Arbeit mit Vermittlern – Reform des Spielervermittlersystems

 

1.  Übersicht
Das neue Reglement zur Arbeit mit Vermittlern (Link hier) hat das FIFA-Spielervermittlerreglement (Link hier) ersetzt, nachdem der 64. FIFA-Kongress die entsprechenden Änderungen an den FIFA-Statuten und an den Ausführungsbestimmungen zu den Statuten verabschiedet hat. Das neue Reglement war am 21. März 2014 bereits vom FIFA-Exekutivkomitee (Link hier) genehmigt worden. Es basiert auf dem Vermittlerkonzept und verfolgt damit einen neuen Ansatz. Es ist seit dem 1. April 2015 in Kraft.

2.  Der Reformprozess

2009 beschloss der 59. FIFA-Kongress eine tiefgreifende Reform des Spielervermittlersystems, nachdem beim gemäß FIFA-Spielervermittlerreglement geltenden Lizenzierungssystem verschiedene Mängel festgestellt worden waren, u. a.:

  • Die Lizenzierung von Spielervermittlern erwies sich insofern als wirkungslos, als bei internationalen Transfers vielfach Vermittler beigezogen wurden, die keine Lizenz besassen.
  • Selbst Transfers, die über lizenzierte Vermittler getätigt wurden, waren oft intransparent und konnten nicht überprüft werden.
  • Die Unterscheidung zwischen Vereinsvertretern und Spielervermittlern sowie ihre entsprechenden finanziellen Verpflichtungen waren verwirrend.

 

Nach der Genehmigung des Entwurfs durch das FIFA-Exekutivkomitee im März 2014 und der Verabschiedung der Änderungen der FIFA-Statuten durch den 64. FIFA-Kongress im Juni 2014 trat das neue Reglement zur Arbeit mit Vermittlern als Ersatz für das bestehende FIFA-Spielervermittlerreglement am 1. April 2015 in Kraft.



3.  Neuer Ansatz

Das neue System regelt nicht mehr den Zugang zur Tätigkeit, sondern bietet einen Rechtsrahmen zur strengeren Kontrolle und Überwachung von Transaktionen im Zusammenhang mit Transfers von Fussballern, was mehr Transparenz bietet. Gewähr dafür bieten Mindeststandards und -anforderungen sowie ein Registrierungssystem für Vermittler, die Spieler und/oder Vereine beim Abschluss von Arbeitsverträgen oder Transfervereinbarungen vertreten. Die Spieler und/oder Vereine können so die Vermittlerdienste einer beliebigen Partei in Anspruch nehmen, solange diese bestimmte Kriterien erfüllt, sich an höchste Standesregeln hält und gewisse Grundsätze befolgt. Mit dem neuen Regelungsansatz wurde das bestehende Lizenzierungssystem per 1. April 2015 abgeschafft.

 

Wichtigste Punkte des neuen Reglements:

  1. Transparenz: völlige Offenlegung und Veröffentlichung von Vergütungen und Zahlungen, die für Transaktionen an Vermittler geleistet werden, an denen sie beteiligt sind (für internationale Transfers, weitere Details sind ins FIFA-Transferabgleichungssystem einzugeben).
  2. Zahlung des Vermittlerhonorars: Angabe, welche Partei (Vereine oder Spieler) das Vermittlerhonorar zahlen muss und wie hoch der Anteil des Vermittlers ausfällt.
  3. Interessenkonflikt: Alle Parteien sind verpflichtet, etwaige Interessenkonflikte ordnungsgemäß offenzulegen.
  4. Schutz Minderjähriger: keine Vergütung, wenn der fragliche Spieler minderjährig ist.