Suphawut Thueanklang mag zwar nicht so viele Lorbeeren eingeheimst haben wie Falcão oder Ricardinho, doch es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass er Spuren in der Geschichte der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft hinterlassen hat. Schließlich wurde der Thailänder von den Usern von FIFA.com in Kolumbien zum zweiten Mal zum Schützen des schönsten Tors des Turniers gewählt.

Genau wie bei der letzten Turnierauflage 2012 in Thailand zog der Asiate die Blicke unserer Leser auf sich, die sich zahlreich an der Wahl beteiligten, und erntete viel Lob. Insgesamt wurden mehr als 37.800 Stimmen abgegeben, von denen über 80 Prozent dem Thailänder und seinem Meisterwerk gegen Kuba zufielen.

In Medellín nahm der Torjäger einen langen Abschlag seines Torhüters an und stand allein vor dem gegnerischen Schlussmann Brenieht Suárez. Allerdings entschied er sich nicht für einen Gewaltschuss, wie 2012, sondern trickste den Torhüter aus, indem er den Ball zwei Mal von einem Fuß auf den anderen legte und dann abzog. Suárez fand sich auf dem Hosenboden wieder, und das Publikum kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Hinter dem Thailänder belegte das Tor des Vietnamesen Minh Tri Nguyen im Spiel gegen Guatemala den zweiten Platz. Nachdem er den Ball an der Seitenlinie gekonnt unter Kontrolle gebracht und zwei Gegenspieler ausgeschaltet hatte, jagte er das Leder mit einem fulminanten Linksschuss ins Netz. Der dritte Platz ging an den Marokkaner Adil Habil, der den Spanier Paco Sedano mit einem wunderschönen Heber aus der eigenen Hälfte überraschte. Es war der letzte Treffer bei der 3:4-Niederlage seines Teams gegen die Europäer.

Unter den Finalisten waren unter anderem auch Falcão, Ricardinho und Abdiel Castrellon, doch mit Suphawut Thueanklangs Treffer konnte bei der Abstimmung keiner von ihnen mithalten. Wenn man bedenkt, dass der Thailänder gerade einmal 27 Jahre alt ist, hat er große Chancen, auch bei der nächsten Auflage in vier Jahren wieder unter den Anwärtern zu sein. Die Konkurrenz sollte schon einmal gewarnt sein.