Alfarsi: Stolz trotz Niederlage
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Ahmad Alfarsi hat in dieser Woche ein Stück kuwaitischer Geschichte geschrieben. Bis Dienstag hatte noch nie ein Kuwaiter mehr als ein Tor in einem WM-Spiel erzielt. Doch dann trug sich der 23-Jährige bei der FIFA Futsal-WM 2012 im Spiel gegen Serbien mit zwei Treffern in die Annalen seines Landes ein. Die Sache hatte nur einen kleinen Schönheitsfehler, denn in diesem Spiel fielen noch sieben weitere Tore, allerdings alle für Serbien.

Trotzdem zeigte sich Alfarsi unmittelbar nach dem Spiel im Gespräch mit FIFA.com gut gelaunt. Dies lag indes nicht so sehr an seiner eigenen Leistung, mit der er zu Recht zufrieden ist, sondern insbesondere am ebenfalls berechtigten Stolz auf sein Team.

Hoffnungsvolle Zukunft
"Natürlich ist es etwas Besonderes, bei einer WM zwei Tore zu schießen", freute er sich. "Tore bedeuten zwar nicht viel, wenn man das Spiel verliert, aber trotzdem werde ich mich immer an diese Partie erinnern. Auf unser Team indes bin ich sehr stolz. Wir sind die erste kuwaitische Mannschaft bei einer WM seit 1982, das ist doch eine großartige Leistung. Ich weiß, dass auch die Menschen zu Hause sehr stolz auf uns sind. Wir haben großartige Unterstützung genossen und der Futsal hat sich in den vergangenen drei Jahren enorm weiter entwickelt Jetzt haben wir eine richtige Liga. Hoffentlich trägt dieses Turnier dazu bei, dass sich noch mehr Menschen für den Sport interessieren."

Vorbilder wie Alfarsi werden jedenfalls dazu beitragen, dass sich in Kuwait eine neue Generation von Futsal-Enthusiasten verwandelt. Er ist nicht nur abseits des Platzes ein guter Botschafter für sein Land, sondern gleichzeitig auch einer der talentiertesten und kampfstärksten Spieler des Teams. Für seine Leistung gegen Serbien bekam er großes Lob von Trainer Luis Fonseca. "Ahmad hat sehr gut gespielt", so der spanische Trainer der Kuwaiter. "Normalerweise fallen seine Qualitäten in der Defensive stärker auf. Aber nun hat er seine Chancen in der Offensive genutzt. Er ist ein sehr starker, aggressiver Spieler."

Kuwaits Akteure auf einem guten Weg
Dabei ist Alfarsi keineswegs der einzige kuwaitische Akteur, der in Thailand beeindruckt. Trotz der zwei Niederlagen gegen die Tschechische Republik und gegen Serbien trägt der Turnierneuling zur Freude des Youngsters mit der Nummer vier durchaus zum hohen spielerischen Niveau des Turniers bei.

"Ich finde, dass wir sehr gut gespielt haben", meinte er. "Aber man braucht Tore, um Spiele zu gewinnen, und Tore haben wir nicht genug geschossen. Insgesamt spielen wir gut, doch die anderen Mannschaften nutzen ihre Chancen einfach besser als wir. Daran müssen wir arbeiten, damit es in Zukunft besser wird."

Fester Blick nach vorne
Alfari ist fest entschlossen, dafür zu sorgen, dass dies nicht seine erste und letzte Futsal-WM ist. Er hat sich zwar damit abgefunden, dass Kuwait wohl kaum noch als einer der besten Gruppendritten ins Achtelfinale einziehen wird. Doch gleichzeitig betont er, dass er in vier Jahren unbedingt wieder dabei sein will.

"Die WM hier ist eine fantastische Erfahrung", sagte er begeistert. "Wir alle genießen das Turnier sehr und haben auch sehr viel gelernt. Alles ist neu für uns und das spielerische Niveau ist sehr viel höher als alles, was wir bisher erlebt haben. Wir wussten natürlich, dass es sehr schwer werden würde, aber ich denke, dass wir voller Stolz auf unsere Leistung nach Hause fahren können."