Thailand will Geschichte schreiben
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Gastgeber Thailand hat bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft 2012 bei seinen ersten beiden Auftritten gegen Costa Rica (3:1) und die Ukraine (3:5) für Begeisterung bei den heimischen Fans gesorgt. Die Spiele im Indoor Stadium Huamark in der Hauptstadt Bangkok waren Publikumsmagneten, und die Stimmung in der Halle war während der Partien atemberaubend.

"Unsere Fans sind fantastisch. Sie stehen zu jeder Zeit hinter uns. Selbst wenn wir viele Fehler machen, wie in der Partie gegen die Ukraine, treiben sie uns weiter nach vorne und geben uns Kraft, in eine Partie zurück zu finden", erklärte Thailands Nationalspieler Jirawat Sornwichian gegenüber FIFA.com.

Der 24-Jährige ist einer der Stars in dem Team, das eine ganze Nation hinter sich weiß. Sornwichian steuerte sowohl zum Sieg gegen die Mittelamerikaner als auch bei der Niederlage gegen die Osteuropäer einen Treffer bei und wurde von den Anhängern für seine Leistungen frenetisch gefeiert.

Ohne Angst in jede Partie
"Ich habe keine Angst, will meinen eigenen Stil in jeder Begegnung durchsetzen und dabei meinen Weg gehen. Gemeinsam mit meinen Teamkollegen kämpfe ich von der ersten bis zur letzten Sekunde", beschrieb der 1,71 Meter große Offensivspieler seine unbekümmerte Art auf dem Spielfeld, die bei den Zuschauern für Begeisterung sorgt.

Vor allem in der zweiten Halbzeit in der Partie gegen die Ukraine präsentierte sich Sornwichian von seiner besten Seite. Immer wieder trieb er den Ball und seine Mitspieler nach vorne, zeigte Kabinettstückchen und krönte seine starke Leistung mit einem Treffer.

"Wir waren der Außenseiter in diesem Spiel, aber wir hatten an unsere Chance geglaubt. Leider haben wir in der ersten Hälfte zu viele Fehler gemacht. Im zweiten Abschnitt gelang es uns, das Spiel zu kontrollieren, doch es war zu spät, um das Ergebnis noch zu unseren Gunsten zu ändern", analysierte die Nummer fünf Thailands das zweite Gruppenspiel gegen den WM-Vierten von 1996.

Endspiel gegen Paraguay
Im abschließenden Spiel gegen Paraguay, den Zweiten der Südamerika-Qualifikation, sollte das Team von Trainer Victor Hermans am Mittwoch unbedingt eine Niederlage vermeiden, um weiterhin gute Chancen auf den Einzug in das Achtelfinale zu haben. "Der Druck liegt nicht bei uns, sondern bei Paraguay. Wir müssen in der Defensive konzentrierter agieren, nicht zu offensiv spielen und den Rhythmus der Begegnung bestimmen", gab Sornwichian die Marschroute aus.

Allerdings fehlt dem Gastgeber in Kritsada Wongkaeo ein wichtiger Akteur aufgrund einer zweiten Gelben Karte. Publikumsliebling Suphawut Thueanklang droht zudem aufgrund einer Verletzung auszufallen. "Wir wollen nicht nur für unsere beiden Freunde, die wie Familienmitglieder sind, spielen, sondern für alle Menschen in Thailand. Jeder Thai wäre überglücklich, wenn wir die nächste Runde erreichen. Wir wollen Geschichte schreiben", erklärte Sornwichian abschließend.

Für Thailands Nationalmannschaft ist die Zeit gekommen, ihren Anhängern etwas zurück zu geben. Ein Erfolg gegen die Südamerikaner käme somit allen Beteiligten sehr gelegen.