
Wenn am 1. November in Thailand die FIFA Futsal-Weltmeisterschaft 2012 angepfiffen wird, werden sechs Nationen ihr Debüt bei diesem Turnier feiern. Kolumbien, Kuwait, Marokko, Mexiko, Panama und Serbien haben erstmals in ihrer Verbandsgeschichte das Ticket für die WM-Endrunde gelöst und gehen mit einer gehörigen Portion Respekt, aber auch mit viel Selbstbewusstsein an die Aufgabe.
"Wir wollen uns in Thailand als Team weiterentwickeln und uns mit den besten Mannschaften der Welt messen. Idealerweise können wir dort auf demselben Level wie unsere Gegner spielen. Und wer weiß, vielleicht gelingt uns auch der ein oder andere Sieg", sagte Luis Fonseca, Trainer der kuwaitischen Auswahl, gegenüber FIFA.com.
Die Auslosung meinte es gut mit dem Team von der Arabischen Halbinsel. In der Gruppe E trifft der Viertelfinalist der AFC Futsal-Meisterschaft auf Ägypten, die Tschechische Republik sowie Serbien, das ebenfalls zum ersten Mal auf der Futsal-Weltbühne zu Gast ist. Der Ausgang dieser Staffel ist somit völlig offen.
Duo träumt vom Achtelfinale
Kuwaits Kapitän Salem Aman blickt deshalb auch positiv auf den Showdown in den Spielorten Bangkok und Nakhon Ratchasima. "Ich bin mir sicher, dass wir nach unseren Trainingslagern in Spanien und einem Turnier in Vietnam bei der WM ein Wörtchen mitreden können", gab sich der Spielführer selbstbewusst.
Auch die Südosteuropäer machen sich Hoffnungen, die K.o.-Runde zu erreichen und werden dabei auf Torjäger Slobodan Rajčević setzen, der bereits in der Qualifikation seine Klasse bewies, als er in fünf Partien fünf Treffer erzielte.
"Unsere Gruppe wird sehr interessant, da jeder jeden besiegen kann. Die Tschechische Republik ist leicht favorisiert, da sie immer bei Welt- und Europameisterschaften dabei ist. Wir wissen zudem, dass Kuwait und Ägypten in der Vorbereitung hart arbeiten. Wir müssen in jedem Spiel unser Bestes geben, dann denke ich, dass wir uns für die nächste Runde qualifizieren können", erklärte Serbiens Trainer Aca Kovačević auf FIFA.com-Anfrage.
Zwei Neulinge treffen auf zwei Giganten
Auch in der Gruppe B kommt es zum Duell zweier WM-Neulinge, jedoch unter weitaus schwierigeren Voraussetzungen als in der Staffel E. Panama und Marokko treffen dort nämlich auf Spanien und Iran, zwei wahre Schwergewichte der Futsal-Welt.
Denn während die Furia Roja auf sechs Europameister- und zwei Weltmeister-Titel zurückblicken kann, siegten die Asiaten bei ihrer Kontinentalmeisterschaft seit 1999 zehnmal. Bei der letzten Auflage im Mai wurde das Team Melli jedoch nur Dritter.
Irans Trainer Ali Sanei verschwendete bei seiner ersten Analyse nach der Auslosung trotzdem keinen Gedanken an die vermeintlichen Außenseiter aus Mittelamerika und Nordafrika. "Wir sind mit der Auslosung zufrieden. Wir wollen unsere Stärke der Futsal-Welt zeigen. Mit einem Sieg gegen Spanien soll dieses Vorhaben beginnen", erklärte der Coach.
Mexiko vor Herkulesaufgabe, Kolumbien darf hoffen
Auch Mexiko, das im Rahmen der CONCACAF-Meisterschaft im Spiel um Platz drei an Panama scheiterte, wird es schwer haben, sich gegen die Konkurrenz in Gruppe D durchzusetzen. Die Nordamerikaner treffen dort auf Argentinien, das vor Kurzem das südamerikanische Qualifikationsturnier gewann, Italien, den WM-Dritten von 2008, sowie Australien, das bei der AFC-Meisterschaft gezeigt hat, dass es Fortschritte gemacht hat.
Trainer Ramón Raya widmet seine volle Konzentration den kommenden zwei Monaten, in denen sich die El Tri den Feinschliff für ihren ersten WM-Auftritt holen will. "Ab sofort müssen wir uns auf die kommenden Herausforderungen und die nächsten Testspiele konzentrieren, um möglichst in Bestform nach Thailand zu reisen", sagte Raya nach der erfolgreichen Qualifikation.
Gleiches gilt für Kolumbien, das es in der Gruppe F mit Russland, den Salomon-Inseln und Guatemala zu tun bekommt. Nach überzeugenden Auftritten in der Südamerika-Qualifikation wollen die Cafeteros auch in Thailand glänzen.
"Unser Ziel ist es, so aufzutreten, dass wir uns für die nächste Runde qualifizieren. Für einen WM-Neuling, der als Außenseiter in das Turnier geht, könnte dies vermessen klingen, aber ich kenne meine Mannschaft sehr gut und wiederhole mich: Wir können die Runde der letzten 16 erreichen und dieses Land stolz machen", erklärte Kolumbiens Trainer Osmar Fonnegra im FIFA.com-Interview.















