Spanien bleibt das Maß aller Dinge
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Spanien gewann zum vierten Mal in Folge die UEFA Futsal EURO und wies Endspielgegner Russland erneut in die Schranken. Italien untermauerte seine Ambitionen, während Gastgeber Kroatien überraschte.

Eine Enttäuschung erlebte hingegen Aserbaidschan, das nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste. Auch die Ukraine und Portugal blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück. FIFA.com fasst das Geschehen in Zagreb und Split zusammen.

Ein würdiges Finale
In einem dramatischen Endspiel setzte sich Spanien bei der UEFA Futsal EURO mit 3:1 nach Verlängerung gegen Russland durch und durfte den vierten kontinentalen Titel in Folge bejubeln. Für die Sbornaja war es bereits die dritte Final-Niederlage gegen die Iberer, nachdem man 1996 und 2005 ebenfalls scheiterte.

Erst 34 Sekunden vor Spielende glich Sergio Lozano die Führung der Russen durch Pula aus. Als das Sechsmeterschießen bereits näher rückte, war es erneut der 23-Jährige, der erfolgreich war. Torhüter Luis Amado vollendete in der Schlusssekunde zum Endstand. 

"Es war eine schwere EM, weil wir viele verletzte Spieler zu beklagen hatten. Am Ende sind wir jedoch der Champion. Ich bin sehr glücklich, da es mein erster Titel mit der Nationalmannschaft ist", sagte Doppeltorschütze Lozano nach der Partie.

Konstante Italiener, überraschende Gastgeber und enttäuschte Favoriten
Italien behielt gegen das Überraschungsteam von Gastgeber Kroatien im kleinen Finale die Oberhand (3:1) und unterstrich, dass es zu den stärksten Teams des Alten Kontinents gehört. Für die Squadra Azzurra ist es die dritte Bronzemedaille bei diesen Titelkämpfen.

Die Ukraine und Portugal hingegen konnten ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden. Beide Teams mussten nach dem Viertelfinale die Heimreise antreten. Während die Ukraine nach Sechsmeterschießen den Kroaten unterlag, verlor die Selecção gegen Italien 1:3.

Noch enttäuschender verlief das Turnier für Aserbaidschan, das zu den Geheimfavoriten der EM zählte. Nach Niederlagen gegen Portugal und Serbien war für das Team von Trainer Alesio Da Silva bereits nach der Vorrunde Schluss .

Herausragende Einzelspieler
Der Spanier Torras hatte maßgeblichen Anteil am vierten Titel seines Heimatlandes. Der 31 Jahre alte Routinier der Furia Roja erzielte im Laufe des Turniers fünf Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor. "Obgleich der Tore, bin ich kein Goalgetter. Ich bin sehr glücklich über den EM-Titel. Ich widme diese Auszeichnung den Trainern und allen Helfern im Hintergrund", ließ der Abwehrspieler nach der Übergabe des Goldenen Schuhs von adidas verlauten. Dario Marinovic (Kroatien) und Vidan Bojovic (Serbien) wurden mit dem Silbernen und Bronzenen Schuh ausgezeichnet.

Zehn EM-Teilnehmer hoffen auf WM-Ticket
Für zehn Teams, die bei der EM dabei waren, wird es Ende März und Anfang April erneut ernst, wenn die Playoffs für die FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Thailand 2012 anstehen.

Die Gesamtsieger der folgenden sieben Duelle qualifizieren sich für das weltweite Kräftemessen:

Norwegen – Italien
Slowenien – Tschechische Republik
AserbaidschanRussland
Slowakei – Spanien
Ungarn – Serbien
Belarus – Portugal
Rumänien – Ukraine

 

Die Hinspiele finden zwischen dem 25. und 28. März statt, die Rückspiele folgen vom 8. bis 11. April 2012.