Iran sicherte sich im Sechsmeterschießen im kleinen Finale gegen Portugal den dritten Rang der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Kolumbien 2016 und erzielte damit nach Platz vier im Jahr 1992 sein bestes Ergebnis jemals in diesem Wettbewerb.

Die Portugiesen kamen besser in die Partie und ließen den Ball gefällig laufen, spielten sich jedoch am Anfang keine klaren Chancen heraus. Der spätere Doppeltorschütze Cardinal war schon zu diesem Zeitpunkt auffällig, für den ersten gefährlichen Torschuss sorgte dann doch Re. Auch Portugals Starspieler Ricardinho war sehr bemüht, blieb jedoch im Abschluss glücklos.

Es dauert eine ganze Weile, bis die Iraner jenen intensiven Spielstil aufs Parkett bringen konnten, mit dem sie sich im Lauf des Turniers ausgezeichnet hatten. Gegen Ende der ersten Halbzeit war Bebe im Tor der Iberer dann auch mehrfach gefordert, während Ahmad Esmaeilpour seinen Versuch knapp über den Kasten setzte. Kurz vor der Pause hätte Cardinal fast schon zugeschlagen, doch noch blieb Alireza Samimi Sieger.

Tore fielen also erst nach dem Seitenwechsel und zwar ziemlich rasch: Cardinal besorgte innerhalb der ersten 48 Sekunden nach Wiederanpfiff gleich zwei Treffer, die beide aus tollen Kombinationen resultierten und sogar nur 19 Sekunden auseinander lagen.

Dann rasselten Mohammadreza Sangsefid und Miguel Castro aneinander und wurden jeweils mit Rot bedacht. Nicht einmal eine Minute nach diesen Platzverweisen brachte Afshin Kazemi die Iraner mit einem sehenswerten Schuss zurück in die Partie.

Klare Chancen auf den Ausgleich hatte Iran zunächst zwar nicht, erzwang dann aber mit einem Strafstoß von Mahdi Javid das Sechsmeterschießen, nachdem Portugal die Teamfoulgrenze überschritten hatte.

Auch dort waren die beiden Teams nur schwer zu separieren: Insgesamt waren zwölf Sechsmeter notwendig, bis Joao Matos am Pfosten scheiterte, so dass Mahdi Javid dieses kleine Finale zugunsten des Iran entschied.