Argentinien hat das Halbfinale bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Kolumbien 2016 mit 5:2 gegen Portugal gewonnen und trifft damit kommenden Samstag, 21:30 Uhr MESZ, im Finale in Cali auf Russland.

Ein Geniestreich von Cristian Borruto eröffnete diesen Knaller im Coliseo el Pueblo in Cali. Argentiniens Nummer neun lupfte den Ball mit dem Rücken zum Torhüter über ebendiesen und köpfte anschließend zum 1:0 ein. Portugal konnte das Ergebnis jedoch schnell durch Ré egalisieren. Jetzt ging es hin und her. Argentinien gelang die erneute Führung durch Damian Stazzone, ehe man innerhalb von nur drei Minuten durch Alamiro Vaporaki und Alan Brandi von 1:1 auf 4:1 davonzog. Davon waren die Europäer eine Zeit lang geschockt, kamen aber zum Ende der Halbzeit wieder ins Spiel. Mehrfach scheiterten die Iberer allerdings am glänzend aufgelegten Nicolas Sarmiento im Tor.

Im zweiten Durchgang erhöhte Portugal den Druck, fand gegen die dichte und gut organisierte Abwehr Argentiniens jedoch kaum Lücken. Sogar der fliegende Torhüter, der knapp zehn Minuten im Einsatz war, brachte wenig Erfolg. Starspieler Ricardinho tat sich heute ebenfalls schwer und konnte sein Team nicht wie gewohnt führen. Argentinien zeigte sich hingegen heute äußerst effizient, kam noch einmal vor das Tor und traf erneut, diesmal durch Cuzzolino. Dass Tiago Brito noch auf 2:5 verkürzen konnte, sollte keine Auswirkung mehr haben.

Damit hat Argentinien kommenden Samstag, 1. Oktober, 21:30 Uhr MESZ, die große Chance, erstmals die FIFA Futsal-Weltmeisterschaft zu gewinnen. Im Finale treffen die Südamerikaner auf Russland, das ebenfalls noch nie im Endspiel stand. Portugal kann am Finaltag im Spiel um Platz drei gegen Iran noch das Treppchen erreichen (Anpfiff 19:00 Uhr MESZ).

Stimmen zum Spiel
"Unser Umschaltspiel war nicht gut. Nach dem Ausgleich, dachten wir, jetzt hätten wir es geschafft, aber es war noch lange zu spielen. Wir haben viele Chancen vergeben und drei Tore hergeschenkt. Wenn man das im Halbfinale macht, dann verliert man."
Jorge Braz (Trainer Portugal)

"Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben getan, was wir mussten. Taktisch waren wir nicht gut, aber unser Herz hat uns zum Sieg geführt."
Nicolas Sarmiento (Torwart, Argentinien)