Serbien und die Tschechische Republik trennten sich in ihrem letzten Gruppenspiel 2:2 (1:0) unentschieden. Der WM-Debütant sicherte sich damit den Gruppensieg in der Staffel E, während die Tschechen als Zweiter in die K.o.-Runde einziehen.

Der Debütant kontrollierte von Beginn an das Tempo und den Gegner und ging in der sechsten Minute durch Mladen Kocic verdient in Führung. Ansonsten sahen die Zuschauer eine eher bescheidene Partie, in der die Serben leichte Vorteile hatten, allerdings kein zweites Tor in den ersten 20 Minuten erzielen konnten.

Die Tschechen kamen energischer aus der Kabine und hatten zu Beginn des zweiten Abschnitts mehr Spielanteile. Miodrag Aksentijevic im Tor Serbiens war es zu verdanken, dass es beim knappen Vorsprung für sein Team blieb. Michal Seidler und Jan Janovsky ließen gute Chancen liegen. Auf der anderen Seite hatte Stefan Rakic das 2:0 auf dem Fuß, doch auch er hatte bei einem sehenswerten Konter kein Glück.

Die Passivität der Serben wurde in der 33. Minute bestraft, als die Tschechen eine Überzahl-Situation in der gegnerischen Hälfte ausnutzten. David Cupaks Pass landete beim völlig freien Michal Seidler, der aus kurzer Distanz für den Ausgleich sorgte.

Nur drei Minuten später ging Serbien wieder in Führung, als Vidan Bojovic eine Unachtsamkeit in der gegnerischen Defensive ausnutzen konnte. Fast im direkten Gegenzug markierte Michal Belej nach einer Flanke von Lukas Resetar den 2:2-Ausgleich.

Am Ende blieb es beim Remis, das dem WM-Neuling Platz eins und ein Duell im Achtelfinale gegen Argentinien sichert, während die Tschechen als Gruppenzweiter auf Russland treffen.

Stimmen zum Spiel
"Man konnte sehen, dass es für beide Teams ein wichtiges Spiel war, deshalb war die Partie nicht sehr offen. Aber ich bin nicht unzufrieden mit meinen Spielern, weil wir die Gruppe gewonnen haben. Ich hätte zwar gerne alle drei Spiele gewonnen, aber wir haben unser erstes Ziel bei dieser WM erreicht."
Aca Kovacevic (Trainer, Serbien)

"Wir wussten, welches Ergebnis uns in die nächste Runde bringen würde, darauf war unsere Taktik aufgebaut. Meine Spieler sind diesem Plan gefolgt, haben aber einmal mehr zu viele Chancen vergeben. Das ist unser großes Manko. Man konnte sehen, dass keines der beiden Teams verlieren wollte, und das hat die Qualität der Partie beeinflusst. Trotzdem haben wir Charakter bewiesen und sind zweimal nach Rückstand zurückgekommen."
Tomas Neumann (Trainer, Tschechische Republik)