Santiago de Cali, oder kurz Cali, wurde am 25. Juli 1536 von Sebastián de Belalcázar gegründet und gehört damit zu den ältesten Städten des Kontinents. Es handelt sich um die Stadt mit der drittgrößten Einwohnerzahl Kolumbiens. Cali liegt im Südwesten des Landes in der Pazifikregion und ist eine Stadt mit großem Wirtschaftswachstum, vielen ethnischen Gruppen und großem kulturellem Reichtum.

Die Stadt wurde zwischen der westlichen und der zentralen Kordillere der Anden am Fuße der Farallones de Cali errichtet, einem Gebirge, das die Stadt vom Pazifischen Ozean trennt. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 564 Quadratkilometern und verfügt über etwa 2.400.000 Einwohner.

Cali ist die Hauptstadt des Departamentos Valle del Cauca, einer Region, die an den Pazifik grenzt, der auch als Meer der Zukunft gilt. Aufgrund dieser privilegierten Lage ist sie das Epizentrum des Handels mit den wirtschaftlich starken asiatischen und nordamerikanischen Kontinenten, von denen die meisten Importgüter Kolumbiens stammen. Sie gelangen über den Hafen von Buenaventura ins Land.

Valle del Cauca gilt landesweit und über die Landesgrenzen hinaus als eines der Departamentos mit den fruchtbarsten Böden für unterschiedlichste landwirtschaftliche Nutzungen und ist die Wiege der wichtigsten Industriezweige des Landes. Die bedeutendsten multinationalen Unternehmen sind hier ansässig.

Die Caleños sind auf der ganzen Welt für ihre Begeisterung für Salsa bekannt, ein Musikgenre, das seinen Ursprung in der Karibik hat und mittlerweile ein Symbol der Stadt ist. Diese gilt als Welthauptstadt des Salsa, verfügt gleichzeitig jedoch auch über eine reiche Sportkultur. Hier wurden bereits zahlreiche nationale und internationale Sportveranstaltungen ausgetragen.

Dank des angenehmen Klimas mit einer Durchschnittstemperatur von ca. 26°C kann man die Wahrzeichen der Stadt wie die Plaza de Caicedo, den Hügel Colina de San Antonio, den Aussichtspunkt Mirador de Belalcázar, den Boulevard del Rio, die Kirche La Ermita, den Parque del Gato del Rio, den Zoologischen Garten, den Parque Artesanal Loma de la Cruz, das städtische Theater und das Teatro Jorge Isaacs in vollen Zügen genießen.

Santiago de Cali gilt als die "Sporthauptstadt Kolumbiens". Hier fanden bereits große internationale Sportveranstaltungen statt, beispielsweise die Panamerikanischen Spiele 1971 und die Weltspiele 2013. Außerdem wurden hier Weltmeisterschaften im Schwimmen, Basketball, Bahnradfahren, Rollsport, Kampfsport, Gewichtheben, Synchronschwimmen, Unterwasserrugby und Leichtathletik (Jugend) ausgetragen. Im Fussball war Cali Spielort der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Kolumbien 2011.

Fussball in Cali
Die beiden Rekordtitelträger Kolumbiens sind in Cali ansässig, nämlich Corporación Deportiva América und Asociación Deportivo Cali. Die beiden Klubs bestreiten nicht nur eines der bedeutendsten Lokalderbys des Landes, sondern haben insgesamt auch noch 22 Meistertitel gewonnen und an zahlreichen internationalen Turnieren wie der Copa Libertadores teilgenommen. In diesem wichtigsten südamerikanischen Vereinsfussball-Wettbewerb haben sie gemeinsam sechs Vizemeistertitel auf dem Konto.

Futsal in Cali
Die Hauptstadt von Valle del Cauca ist mit zwei starken Mannschaften in der Liga Argos Futsal vertreten: Club Deportivo Campaz und Lyon.

Campaz wurde am 28. Februar 2011 gegründet. Dieser Verein war von Anfang an auf die Etablierung dieser Sportart als Breitensport und die Integration von Menschen mit Behinderung aus dieser Region durch sportliche Betätigung ausgerichtet. Campaz debütierte im Jahr 2013 in der Liga Argos Futsal und hält seither die Fahne des Vereins und von Valle del Cauca hoch.

Das andere Team, Deportivo Lyon, wurde im Jahr 2007 von einer Gruppe von Freunden gegründet, die zusammentrafen, um auf Kunstplätzen zu spielen. Diego Córdoba war der Initiator des Vereins, der sich aufgrund seiner hervorragenden Leistungen schon bald einen Namen in der Stadt machte. Der Name geht auf den Hauptsponsor zurück, das Sportunternehmen Lyon, dessen Eigentümer ein Faible für den französischen Klub Olympique Lyon hatte. Die Mitglieder des Vereins teilten diese Begeisterung für den europäischen Traditionsklub und nannten sich nunmehr Deportivo Lyon.

Im Oktober 2010 wurde der Verein schließlich offiziell gegründet, um bereits im Jahr 2011 an der Liga Argos Futsal teilnehmen zu können. Córdoba nahm Kontakt zu dem Trainer Rulver Pulido auf, der in dieser Sportart bereits bei Universidad del Valle Erfahrung sammeln konnte, und mit ihm nahm die Mannschaft schließlich Gestalt an. Das Team wurde seither immer stärker und krönte sich gleich im ersten Halbjahr dieser Saison zum Champion.