Die zehnte Auflage des FIFA Interactive World Cup war ein historisches Ereignis, denn erstmals wurde das Grand Final des Turniers gleichzeitig und in der gleichen Stadt ausgespielt wie die reale FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.

Durch die Ausrichtung des Grand Finals in Rio de Janeiro während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ kamen der virtuelle und der reale Fussball zusammen wie nie zuvor. Für die 20 Teilnehmer am Grand Final bedeutete dies ein Erlebnis der Extraklasse. Sie besuchten einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, traten in einem der historisch bedeutendsten Stadien des Landes an und trafen zwei der berühmtesten brasilianischen Spieler aller Zeiten, nämlich Dunga, Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1994, und Ronaldo, dreifacher FIFA Weltfussballer des Jahres.

Als weiterer Höhepunkt stand noch ein Besuch im weltberühmten Maracanã-Stadion auf dem Programm, wo sie ein Spiel der realen FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ besuchten.

Das Abenteuer Grand Final begann für die Teilnehmer am 1. Juli am Strand der Copacabana, wo die 20 Finalisten kurz vor Beginn des Achtelfinalspiels zwischen Argentinien und der Schweiz auf der Bühne des FIFA Fan Fests™ vorgestellt wurden.

Titelverteidiger Bruce Grannec richtete mit der Trophäe von 2013 im Arm einige Worte an die vielen Tausend Fans. Wenige Tage später konnte dann der neue Champion August Rosenmeier das Scheinwerferlicht genießen, als die Höhepunkte seines Titelgewinns kurz vor dem Viertelfinale zwischen Frankreich und Deutschland auf den Großbildleinwänden im Maracanã-Stadion gezeigt wurden.

Genau wie bei der realen WM gab es auch beim FIWC für die Teilnehmer zahlreiche Überraschungen und Wendungen auf dem Weg zum Titel. Das Turnier umfasste zwei Spieltage. Am Ende des ersten Tages waren nur noch vier Teilnehmer im Rennen. Erfahrene Akteure wie Bruce Grannec, Krasimir Ivanov, Julien Dassonville, Michael Ribeiro und Ty Walton scheiterten dieses Mal bereits in der Gruppenphase. Im Viertelfinale dominierten die Newcomer.

Überraschungen in den K.o.-Runden
Rosenmeier war der erste Teilnehmer, der sich seinen Platz im Halbfinale sichern konnte. Er fuhr einen klaren 3:0-Sieg gegen den Niederländer Alban Xhemajli ein. Der brasilianische Meister Rafael Fortes, der die Gruppenphase als einziger Spieler ohne eine einzige Niederlage überstanden hatte, musste im Viertelfinale nach einer 1:5-Niederlage gegen Jorrick Boshove die Segel streichen. Und auch die letzten zwei Franzosen schieden im Viertelfinale gegen Steven van de Vorst beziehungsweise David Bytheway aus.

Von den vier Halbfinalisten war einzig Rosenmeier zuvor schon bei Grand Finals dabei gewesen. Offenbar hat er dort wertvolle Erfahrung sammeln können. 2012 in Dubai war er in der Gruppenphase ausgeschieden; 2013 in Madrid hatte er es immerhin bis ins Viertelfinale geschafft. Nun war er fest entschlossen, es diesmal noch weiter zu bringen. Zum Auftakt des zweiten Spieltags gelang ihm ein 2:0-Sieg gegen Steven van de Vorst. David Bytheway zog mit einem 1:0-Sieg gegen Jorrick Boshove ebenfalls ins Finale ein.

Das Finale
Kurz vor dem Spiel um die Goldmedaille zeigte sich Ex-Superstar Ronaldo auf der Bühne, begrüßte das Publikum und schüttelte beiden Finalteilnehmern die Hände. "Sie sind ganz heiß darauf, jetzt dieses Finale zu bestreiten", so Ronaldo.

Vor den Augen des dreimaligen FIFA Weltfussballers des Jahres entwickelte sich ein spannendes Spiel. Rosenmeier agierte nervenstark und zog das Geschehen immer stärker an sich. Letztlich setzte er sich mit 3:1 durch und konnte dann den Gewinn des Titels und des Preisgelds von USD 20.000 bejubeln und sich auf eine Reise zum nächsten FIFA Ballon d'Or freuen.

"Natürlich ist es enttäuschend, wenn man so weit kommt und dann doch noch scheitert", meinte der unterlegene Finalist Bytheway gegenüber FIFA.com. "Aber das war mein erstes Turnier und ich kann aus den hier gemachten Erfahrungen viel lernen. Ich werde versuchen, August nachzueifern und von Jahr zu Jahr mehr Erfahrung sammeln. Hoffentlich kann ich dann in Zukunft auch einmal das Turnier gewinnen."

Rosenmeier strahlte bei der Preisvergabe über das ganze Gesicht. Auf die Frage, was er mit dem Preisgeld machen werde, meinte der 18-Jährige: "Erst einmal ein schönes Essen mit meiner Freundin. Das meiste werde ich wohl erst einmal sparen. Aber ich habe eine Schwäche für Sneaker", so der neue Interaktive FIFA-Weltfussballer.

FIFA Interactive World Cup 2014 – Grand Final, Rio de Janeiro

Teilnehmer
August Rosenmeier (DEN), Ty Walton (ENG), Michael Ribeiro (USA), Jorrick Boshove (NED), Tihomir Kolev (BUL), Bruce Grannec (FRA), Alban Xhemajli (Netherlands), Anders Bollerup (DEN), Marian Avram (ROU), Rafael Fortes (BRA), Krasimir Ivanov (BUL), Adam Johnston (IRL), Steven van de Vorst (NED), Johann Simon (FRA), Adrien Viaud (FRA), Ovidiu Patrascu (ROU), David Bytheway (ENG), Farid Diffallah (FRA), Irving Velazquez (MEX), Julien Dassonville (FRA)

Abschlussplatzierungen
1. August Rosenmeier (DEN)
2. David Bytheway (ENG)
3. Steven van de Vorst (NED)

Spielorte des Grand Final
Vorstellung der Finalisten – FIFA Fan Fest Copacabana
Turnier-Auslosung – Hotel Pestana
Tag 1 – Estadio das Laranjeiras (Fluminense FC)
Finale – Zuckerhut

DIE ERGEBNISSE ALLER SPIELE

Gruppe A
[Spiel 1]: August Rosenmeier – Ty Walton 1:1
[Spiel 2]: Michael Ribeiro – Jorrick Boshove 1:1
[Spiel 9]: August Rosenmeier – Michael Ribeiro 1:0
[Spiel 10]: Jorrick Boshove – Tihomir Kolev 0:0
[Spiel 17]: Jorrick Boshove – August Rosenmeier 1:1
[Spiel 18]: Ty Walton – Tihomir Kolev 0:0
[Spiel 25]: Tihomir Kolev – August Rosenmeier 0:1
[Spiel 26]: Michael Ribeiro – Ty Walton 1:1
[Spiel 33]: Tihomir Kolev – Michael Ribeiro 1:1
[Spiel 34]: Ty Walton – Jorrick Boshove 0:0

Gruppe B
[Spiel 3]: Bruce Grannec – Alban Xhemajli 1:3
[Spiel 4]: Anders Bollerup – Marian Avram 0:2
[Spiel 11]: Bruce Grannec – Anders Bollerup 1:1
[Spiel 12]: Marian Avram – Rafael Fortes 0:2
[Spiel 19]: Marian Avram – Bruce Grannec 0:0
[Spiel 20]: Alban Xhemajli – Rafael Fortes 0:1
[Spiel 27]: Rafael Fortes – Bruce Grannec 1:0
[Spiel 28]: Anders Bollerup – Alban Xhemajli 0:2
[Spiel 35]: Rafael Fortes – Anders Bollerup 3:1
[Spiel 36]: Alban Xhemajli – Marian Avram 2:2

Gruppe C
[Spiel 5]: Krasimir Ivanov – Adam Johnston 1:2
[Spiel 6]: Steven van de Vorst – Johann Simon 1:0
[Spiel 13]: Krasimir Ivanov – Steven van de Vorst 1:1
[Spiel 14]: Johann Simon – Adrien Viaud 1:0
[Spiel 21]: Johann Simon – Krasimir Ivanov 0:0
[Spiel 22]: Adam Johnston – Adrien Viaud 1:2
[Spiel 29]: Adrien Viaud – Krasimir Ivanov 1:0
[Spiel 30]: Steven van de Vorst – Adam Johnston 0:0
[Spiel 37]: Adrien Viaud – Steven van de Vorst 0:1
[Spiel 38]: Adam Johnston – Johann Simon 0:0

Gruppe D
[Spiel 7]: Ovidiu Patrascu – David Bytheway 1:2
[Spiel 8]: Farid Diffallah – Irving Velazquez 1:0
[Spiel 15]: Ovidiu Patrascu – Farid Diffallah 1:0
[Spiel 16]: Irving Velazquez – Julien Dassonville 0:1
[Spiel 23]: Irving Velazquez – Ovidiu Patrascu 0:1
[Spiel 24]: David Bytheway – Julien Dassonville 1:0
[Spiel 31]: Julien Dassonville – Ovidiu Patrascu 0:0
[Spiel 32]: Farid Diffallah – David Bytheway 1:1
[Spiel 39]: Julien Dassonville – Farid Diffallah 0:3
[Spiel 40]: David Bytheway – Irving Velazquez 2:1

Viertelfinale
[Spiel 41]: August Rosenmeier – Alban Xhemajli 3:0
[Spiel 42]: Rafael Fortes – Jorrick Boshove 1:5
[Spiel 43]: Steven van de Vorst – Farid Diffallah 2:1
[Spiel 44]: David Bytheway – Adrien Viaud 1:0

Halbfinale
[Spiel 45]: August Rosenmeier - Steven van de Vorst 2:0
[Spiel 46]: Jorrick Boshove – David Bytheway 0:1

Spiel um Platz drei
[Spiel 47]: Steven van de Vorst – Jorrick Boshove 2:1

Finale
[Spiel 48]: August Rosenmeier – David Bytheway 3:1