• Nepal fiel Anfang 2016 auf seine schlechteste Platzierung aller Zeiten zurück
  • Mittlerweile ist das Team aus dem Himalaja wieder auf Rang 169 geklettert
  • Hoffnung auf die erstmalige Qualifikation für den AFC Asien-Pokal

In der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste vom August konnte Nepal, das im Monat zuvor einen Platz zurück gefallen war, sich wieder auf Rang 169 verbessern.

Diese kleine Verbesserung wirkt zwar winzig im Vergleich zu dem Sprung um 38 Plätze, den die Asiaten im Dezember 1993 machten, als sie mit Rang 124 ihre historisch beste Platzierung erreichten. Doch sie unterstreicht die soliden Fortschritte, die das Team in den vergangenen 20 Monaten gemacht hat.

Mit beeindruckenden Leistungen konnte sich das Land nach seiner schlechtesten Platzierung (Rang 196 im Januar 2016) wieder Schritt für Schritt nach oben arbeiten. Die südostasiatische SAFF-Meisterschaft 2015 war für Nepal geradezu katastrophal verlaufen.

Unter Trainer Bal Gopal Maharjan starteten die Nepalesen dann mit einem Überraschungserfolg ins neue Jahr: Sie gewannen ungeschlagen den Bangabandhu Cup 2016 und feierten damit den ersten regionalen Titelgewinn seit 23 Jahren. Die Folge war der Beginn der Aufwärtsbewegung mit einem Sprung um acht Plätze auf Rang 188.

Auch nach dem Amtsantritt des neuen Trainers Koji Gyotoku aus Japan setzte sich der Aufwärtstrend fort. So schrieb Nepal unter dem früheren Trainer von Shimizu S-Pulse und der Nationalmannschaft von Bhutan im vergangenen November mit dem Gewinn des erstmals ausgetragenen AFC Solidarity Cup Fussballgeschichte.

Hoffnung auf erstmalige Qualifikation für den AFC Asien-Pokal
Mit diesem Erfolg qualifizierten sich die Nepalesen für die dritte Runde der Qualifikation für den AFC Asien-Pokal 2019, in der sie in einer Gruppe mit den Philippinen, Jemen und Tadschikistan stehen. Nach einer 1:4-Auftaktniederlage gegen die Philippinen konnten Gyotokus Schützlinge im nächsten Spiel mit einem torlosen Unentschieden gegen Jemen ihren ersten Punktgewinn verbuchen. Da die beiden besten Teams die kontinentale Endrunde in den Vereinigten Arabischen Emiraten erreichen, können sich die Nepalesen plötzlich Hoffnung auf ihre erstmalige Qualifikation machen.

Der erst 19-jährige Torjäger Bimal Magar, der als vielversprechendster Akteur des Teams gilt, könnte derjenige werden, der Nepal zur Endrunde führt. Denn trotz seines jungen Alters gehört er bereits seit fünf Jahren zum Kreis der Nationalmannschaft und hat in dieser Zeit fünf Länderspieltore erzielt, zwei davon auf dem Weg zum Titelgewinn beim AFC Solidarity Cup.

Im Mittelfeld stellt der gleichaltrige Anjan Bista die treibende Kraft dar, neben dem der ebenfalls noch recht junge Heman Gurung spielt. Die Kapitänsbinde trägt weiterhin der wettkampferfahrene Verteidiger Biraj Maharjan. Auch der 29-jährige Stürmer Bharat Khawas steuert seine wertvolle Erfahrung bei. Mit dieser gesunden Mischung aus jung und alt scheint Nepal durchaus in der Lage, in der Qualifikation für den AFC Asien-Pokal in den VAE für die ein oder andere Überraschung zu sorgen.

Nun stehen zwei Partien gegen Tadschikistan auf dem Programm. Am 5. September ist Nepal Gastgeber, am 10. Oktober reist das Team dann zum Rückspiel. Zur Vorbereitung auf diese beiden wichtigen Partien reiste die Mannschaft in der vergangenen Woche für ein Trainingslager nach Japan. Hier wurden mehrere Vorbereitungspartien arrangiert, beispielsweise gegen die U-23-Mannschaft von Gamba Osaka und die U-18-Auswahl von Vissel Kobe.

"Seitdem ich Trainer der nepalesischen Nationalmannschaft wurde, habe ich stets an Trainingslager in Japan gedacht", so Gyotoku. "Jetzt wird meine Hoffnung endlich wahr. Ich bin zuversichtlich, dass Nepal gegen Tadschikistan gute Leistungen zeigen wird."