• Nach einer Verbesserung um 23 Plätze in einem Monat liegt Mauretanien nun auf Rang 81
  • Die bisher beste Platzierung war ein 85. Rang in 1995
  • In der Qualifikation zum Afrika-Cup schlug Mauretanien auswärts Botsuana

Mauretanien machte in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste einen Riesensatz auf den 81. Rang in der Juli-Ausgabe. Im Vergleich zum Vormonat (104.) verbesserte sich das Land um ganze 23 Plätze und liegt plötzlich vor Ländern wie Norwegen, Sambia oder Kanada.

Einen solchen Höhenflug haben die Mauretanier noch nie erlebt. Die bisher beste Platzierung ihrer Geschichte datiert von 1995 und war ein 85. Rang. Dieser Sprung spiegelt die gute Arbeit wieder, die von der Mannschaft geleistet worden ist. Sie ist in die Top 100 weltweit vorgestoßen und liegt auf kontinentaler Ebene auf Rang 16.

FIFA.com sprach mit dem Nationaltrainer Mauretaniens, dem Franzosen Corentin Martins, über diesen spektakulären Aufstieg. "Das ist die beste Platzierung Mauretaniens in seiner Geschichte. Möglich gemacht wurde dies durch die enorme Arbeit, die von der Regierung, dem Verband und von den Spielern geleistet wurde, die alles geben, um zu gewinnen. Ganz zu schweigen vom Verbandspräsidenten, der keine Mühe scheut, um uns zu unterstützen."

Gute Ergebnisse
Die Verbesserung in der Weltrangliste verdankt sich den exzellenten Ergebnissen, die in den letzten Monaten von der mauretanischen Auswahl eingefahren wurden. Das Team verbuchte in den letzten drei Pflichtspielen zwei Siege. Mauretanien gewann in der Qualifikation für die CAF Afrikanische Nationenmeisterschaft 2018 in Liberia 2:0, anschließend gelang auch am ersten Spieltag der Qualifikation zum CAF Afrika-Cup 2019 ein Auswärtssieg in Botsuana.

"Der Sieg gegen Botsuana war sehr wichtig, es waren schwere Bedingungen", betont Martins. "Dennoch müssen wir die Ergebnisse bestätigen. Um zu gewinnen, müssen wir auf dem Platz alles geben, und das haben unsere Spieler getan. Sie setzen die Vorgaben perfekt um. Es ist eine Freude, mit ihnen zu arbeiten."

Traum vom Afrika-Cup
Bisher qualifizierten sich alle Gruppensieger und die drei besten Zweitplatzierten für die Afrikameisterschaft, doch die Entscheidung der CAF, ab 2019 das Teilnehmerfeld von 16 auf 24 Teams zu erhöhen, eröffnet Mauretanien neue Perspektiven. Das Land hat bisher noch nie an einer Endrunde teilnehmen können.

"Mit dem Übergang auf 24 Mannschaften qualifizieren sich aus jeder Gruppe die zwei Besten. Das erhöht unsere Chancen, doch wir dürfen nicht vergessen, dass in unserer Gruppe große Mannschaften wie Burkina Faso dabei sind. Die Burkiner haben beim letzten Afrika-Cup das Halbfinale erreicht. Sie bleiben der Favorit. Das Rennen um den zweiten Platz ist aber offen und wir werden alles geben, um ihn zu erreichen."

Der ehemalige Spieler von Auxerre macht keinen Hehl daraus, dass er Mauretanien erstmals zur kontinentalen Endrunde führen will. "Unser Ziel ist das Erreichen der Endrunde, auch wenn wir in einer schweren Gruppe sind. Außer auf Burkina Faso treffen wir auch auf Angola, ein großes Fussballland. Ich denke, dass auch Botsuana zu den guten afrikanischen Teams zählt, auch wenn wir sie auswärts schlagen konnten. Mein Ziel als Trainer besteht darin, meine Mannschaft so gut wie möglich vorzubereiten, um so viele Spiele wie möglich zu gewinnen und das Ticket zu lösen."

Die mauretanische Auswahl und ihr junger Trainer visieren sogar eine noch höhere Platzierung als diesen 81. Rang an. Hierzu wird das Team gute Ergebnisse benötigen in der Qualifikation zur Nationenmeisterschaft gegen Mali am 13. und 18. August sowie in der Vorausscheidung zur Afrikameisterschaft gegen Burkina Faso im März 2018.