• Japan in der FIFA-Weltrangliste vom April 2017 um sieben Plätze auf Rang 44
  • Die Samurai Blue sind Spitzenreiter in ihrer WM-Qualifikationsgruppe
  • Für Trainer Vahid Halilhodzic ist das wichtigste Ziel das WM-Ticket 2018

Japan hat den enttäuschenden Start in die dritte Runde der Asien-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ hinter sich gelassen und in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Schützlinge von Trainer Vahid Halilhdodzic haben insbesondere dank zweier Siege im März die Tabellenspitze in ihrer Gruppe erobert. Sie stehen nun punktgleich mit Saudiarabien und mit drei Punkten Vorsprung vor Australien auf Platz eins. Dank der starken Ergebnisse verbesserten sich die Japaner in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste des Monats April 2017 um sieben Plätze auf Rang 44 und ließen dabei Teams wie Ghana, die Tschechische Republik und die Elfenbeinküste hinter sich.

Für die Samurai Blue ist die aktuelle Weltranglistenplatzierung die beste seit 2014. Noch liegt Japan zwar hinter den zwei besten asiatischen Teams Iran und Republik Korea, doch der Rückstand auf die Koreaner ist auf einen Platz zusammen geschmolzen. Die Schützlinge des Bosniers sind optimistisch, ihre Position in den drei noch ausstehenden Qualifikationsspielen weiter festigen zu können.

Der Verlauf der dritten Runde der WM-Qualifikation spiegelte sich auch direkt in der jeweiligen Platzierung in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste wider. Die unerwartete 1:2-Heimschlappe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate im Auftaktspiel zog in der Rangliste von November 2016 ein Abrutschen um sieben Plätze auf Rang 56 nach sich. Die Japaner ließen diese Partie jedoch schnell hinter sich holten zunächst einen 2:0-Sieg in Thailand, bevor sie Irak zu Hause mit 2:1 besiegten. Es folgte ein 1:1-Unentschieden in Australien. Dank dieser Resultate kletterten sie in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste wieder um fünf Plätze. Im November folgte eine Verbesserung um weitere sechs Plätze dank des 2:1-Siegs gegen Saudiarabien. Damit hatten die Japaner Platz 45 und damit ihre beste Platzierung 2016 erreicht.

Bis März bestritt die Mannschaft keine weiteren Spiele und rutschte daher wieder bis auf Rang 51 ab. Dann gab es zwei glatte Siege, zunächst einen 2:0-Auswärtserfolg gegen die Vereinigten Arabischen Emirate, dann einen 4:0-Heimsieg gegen Thailand. Diese beiden Erfolge führten zu einer weiteren Verbesserung in der aktuellen Ausgabe der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste.

Wachwechsel
Die starke Form der Japaner und ihr anhaltender Aufstieg in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste zeigen, wie erfolgreich Trainer Halilhodzic den Umbau des Teams vorantreibt. Bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ hatte der Coach mit Algerien das Achtelfinale erreicht. Im Jahr darauf wurde er zum neuen Nationaltrainer Japans ernannt. Seine Aufgabe: die Samurai Blue zur sechsten WM-Endrunde in Folge zu führen.

Allerdings begann seine Amtszeit in Japan nicht mit Glanz und Gloria. Zum Auftakt der zweiten Qualifikationsrunde Mitte 2015 kam sein neues Team nicht über ein enttäuschendes torloses Unentschieden gegen Singapur hinaus. Doch langsam aber sicher konnte der Bosnier den Spielern sein Know-how vermitteln und Strategien und Strukturen entwickeln, die den Japanern entgegen kommen. Nach dem Auftakt-Unentschieden fuhren die Samurai Blue sieben Siege in Folge ein und zogen ohne ein einziges Gegentor in die nächste Runde ein.

Halilhodzic ist sich bewusst, dass er junge Spieler in die Mannschaft integrieren muss, um die Erwartungen in Bezug auf Russland erfüllen zu können. Und so steht mittlerweile nur noch knapp die Hälfte der Spieler von 2014 im aktuellen Kader.

Der Umbau der Mannschaft trägt in der dritten Runde bereits Früchte. Auch ohne den verletzten Kapitän Makoto Hasebe und den formschwachen Keisuke Honda, der oft nur als Reservespieler eingesetzt wurde, zeigten sich die Samurai Blue in den beiden letzten WM-Qualifikationsspielen deutlich verbessert. Verteidiger Maya Yoshida glänzte in seiner neuen Rolle als Kapitän und Shinji Kagawa sorgte wie üblich mit seiner wertvollen Erfahrung für viel Druck nach vorn. Ein junger Akteur namens Yuya Kubo indes stahl allen die Show.

Sein Debüt im Rahmen der Qualifikation feierte er erst im November 2016 beim 2:1-Sieg gegen Saudiarabien. Der 23-jährige Stürmer vom belgischen Klub KAA Gent trug auch maßgeblich zu den beiden jüngsten Siegen bei. Er erzielte sein erstes Länderspieltor beim 2:0-Sieg in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Beim klaren 4:0-Sieg gegen Thailand fünf Tage später war er an drei Toren beteiligt.

Da sein Team immer besser harmoniert, ist Halilhodzic verständlicherweise optimistisch in Bezug auf seine Aufgabe.

"Mein wichtigstes Ziel ist die Qualifikation für Russland 2018", sagte er kürzlich in einem Interview mit FIFA.com. "Das ist keine einfache Aufgabe und keiner unserer Gegner wird es uns leicht machen. Aber ich versuche nun mit einem dritten Team in Folge die WM-Endrunde zu erreichen. Und wenn wir es nach Russland schaffen, dann will ich weiter kommen als mit Algerien in Brasilien."

Zahlen und Fakten zu den Samurai Blue

0 Gegentore in der zweiten Runde der Qualifikation für Russland 2018

Platz 9 in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste war Japans bislang beste Platzierung (1998)

2 Tore in 3 WM-Qualifikationsspielen hat Yuya Kubo seit seinem Debüt im November erzielt